Burg Kirkel

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Burg Kirkel
Ruine der Burg zu Kirkel

Ruine der Burg zu Kirkel

Entstehungszeit: um 1075
Burgentyp: Höhenburg, Ortslage
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Kirkel-Neuhäusel
Geographische Lage 49° 16′ 59″ N, 7° 14′ 25″ OKoordinaten: 49° 16′ 59″ N, 7° 14′ 25″ O
Höhe: 307 m ü. NHN
Burg Kirkel (Saarland)
Burg Kirkel

Die Burg Kirkel ist eine Burgruine im Saarland, die etwa in der Mitte zwischen den Städten St. Ingbert, Homburg, Neunkirchen und Zweibrücken liegt. Sie steht auf dem Schlossberg, einem freistehenden Buntsandsteinfelsen. Heute ist die Burgruine das Wahrzeichen des Ortsteils Kirkel-Neuhäusel der Gemeinde Kirkel und ein beliebtes Ausflugsziel.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Höhenburg liegt 307 m ü. NHN. Der nächste Fluss ist die Blies, die in etwa 5 Kilometer Entfernung östlich der Burg durch die zur gleichen Gemeinde gehörigen Ortsteile Limbach und Altstadt fließt. In der Nähe verläuft die Kaiserstraße.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht des runden Bergfriedes

1075 erfolgte die erste Erwähnung eines Grafen Gottfried von Kirkel. Anfang des 12. Jahrhunderts gelangte die Burg in den Besitz der Grafen von Saarwerden. Bei der Teilung von 1212/14 kam die Burg an die Linie Saarwerden-Kirkel. 1242 verstarb Graf Heinrich I. von Saarwerden-Kirkel kinderlos. Dessen Besitz teilten sich seine Neffen, darunter Arnold und Johann von Siersberg. Die Burg Kirkel kam an Johann von Siersberg, der sich 1250 „von Kirkel“ nannte. Er und seine Nachkommen, die Herren von Kirkel, erlangten die Reichsunmittelbarkeit und besaßen bis zum Aussterben der Linie 1386 die Burg als Reichslehen. Im 13. Jahrhundert erfolgte der Bau des kleinen und des runden Turmes und im 15. Jahrhundert entstand im Schutz der Burg das Dorf Kirkel.

Zwischen 1410 und 1689 war die Burg im Besitz der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken. Von 1580 bis 1596 erfolgte der Umbau der Burg zum Wohnschloss durch Herzog Johann I. Als man ihm davon abriet, da ein Feind von dem die Burg überhöhenden Berg sehr hineinschießen könne, antwortete er: „So werde ich noch sehrer von inwendig hinauß schiessen“.[1] 1635 wurde die Burg durch einen Brand stark zerstört und wieder aufgebaut, 1677 wurde die Burg im Französisch-Niederländischen Krieg erneut zerstört. 1689 kam es zur nächsten Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg.

Ab ca. 1740 wurde die Ruine als Steinbruch genutzt. 1955 erfolgte der Wiederaufbau des Rundturms; er wurde mit einer Turmhaube versehen. Archäologische Ausgrabungen brachten in den letzten Jahren genauere Erkenntnisse über das ursprüngliche Aussehen der Burg.

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ruine dient heute als Ausflugsziel, der 32 m[2] hohe Bergfried als Aussichtsturm. Unterhalb der Burg sind ein Heimatmuseum, eine Steinbildhauerei, eine Holzwerkstatt, eine Schmiede und eine Nähstube eingerichtet. Seit 1994 besteht eine archäologische Forschungsstätte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Kirkel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julius Wilhelm Zincgref: Der Teutschen Scharpfsinnige Kluge Sprüch / Apophthegmata genannt, Straßburg 1639, S. 129
  2. Objektdaten zur Burg Kirkel in der EBIDAT, der wissenschaftlichen Datenbank des Europäischen Burgeninstituts, abgerufen am 17. September 2016.