Burghard Flieger

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Burghard Flieger (* 8. August 1952 in Wuppertal-Elberfeld) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler mit Ausrichtung als Genossenschaftspraktiker und -theoretiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flieger studierte Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Ethnologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und erwarb 1977 den Abschluss als Diplom-Volkswirt. 1988 erfolgte seine Promotion im Fach Wirtschaftspädagogik mit einer Dissertationsschrift zur Produktivgenossenschaft als fortschrittsfähige Organisation (am Beispiel der PSI AG) an der Universität Gesamthochschule Kassel.

Nach Assistenztätigkeiten an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg arbeitete Burghard Flieger in verschiedenen Forschungsgruppen und -instituten, u. a. dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (Berlin)[1] und dem Klaus-Novy-Institut (Köln).[2] Als verantwortlicher Redakteur war er unter anderem für die Zeitschrift „Das Neue Unternehmen“ und Contraste tätig. Als Autor und als Herausgeber hat er viele Aufsätze und auch Bücher veröffentlicht, mit denen er oft neue Themen erschlossen und innovative Zugänge für wirtschaftliche und soziale Fragen popularisiert hat.

Er hatte bzw. hat Vorstands- und Aufsichtsratspositionen in zahlreichen genossenschaftlichen Unternehmen inne, u. a. in der bundesweit tätigen „innova eG Entwicklungspartnerschaft für Selbsthilfegenossenschaften“,[3] der Wohnungsbaugenossenschaft „Gebau Süd“ (Freiburg), der Ökobank eG (Frankfurt) sowie der daraus hervorgegangenen OekoGeno eG (Freiburg).

Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Genossenschaftswesens, der kollektiven Selbstverwaltung, der Mitarbeiterbeteiligung sowie der ökologischen Ökonomie.

Als Organisationsberater und Projektentwickler hat er insbesondere produktivgenossenschaftliche Unternehmen bei der Gründung beraten und begleitet, dabei oft solche mit sozialen, ökologischen und anderen gemeinnützigen Zielsetzungen. In neuerer Zeit engagiert er sich im Zusammenhang mit der Energiewende besonders für Bürgerenergiegenossenschaften.[4]

Ehrenamtlich hat er sich über mehrere Jahrzehnte in Förderorganisationen für alternative und solidarische Ökonomie eingesetzt, u. a. im Theoriearbeitskreis Alternative Ökonomie (TAK-AÖ),[5] im „Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e. V.“[6] sowie im „Netz für Selbstverwaltung und Selbstorganisation e. V.“.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IÖW: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung. Abgerufen am 12. Juli 2019.
  2. Klaus Novy Institut e. V. Köln – KNi
  3. innova eG. Abgerufen am 12. Juli 2019 (englisch).
  4. BEGWolfhagen: BEG Wolfhagen Interview Burghard Flieger 16.03.11. 9. August 2011, abgerufen am 12. Juli 2019.
  5. Theoriearbeitskreis Alternative Ökonomie (Memento vom 10. Mai 2012 im Internet Archive)
  6. BzFdG – Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e. V. (Memento vom 29. Mai 2012 im Internet Archive)
  7. NETZ für Selbstverwaltung und Selbstorganisation e.V. Abgerufen am 12. Juli 2019.