Butyldiglycol

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Strukturformel
Strukturformel von Butyldiglykol
Allgemeines
Name Butyldiglycol
Andere Namen
  • Diethylenglykolmonobutylether
  • 2-(2-Butoxyethoxy)ethanol
  • Butoxydiethylenglycol
  • Butoxydiglycol
  • Diethylenglycolbutylether
  • Butyl CARBITOL
  • BDG
  • DEGBE
Summenformel C8H18O3
Kurzbeschreibung

farb- und geruchlose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 112-34-5
EG-Nummer 203-961-6
ECHA-InfoCard 100.003.601
Wikidata Q1018210
Eigenschaften
Molare Masse 162,23 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,96 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

−68 °C [1]

Siedepunkt

231 °C [1]

Löslichkeit

vollständig mischbar mit Wasser [1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 264​‐​280​‐​305+351+338​‐​337+313 [1]
MAK

DFG/Schweiz: 10 ml·m−3 bzw. 67 mg·m−3[1][3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Butyldiglycol (systematisch: 2-(2-Butoxyethoxy)ethanol) ist eine schwer flüchtige (d. h. hoch siedende) klare Flüssigkeit mit sehr schwachem Geruch. Es dient als Lösemittel für Farben und Lacke, in der chemischen Industrie, in Haushaltsreinigern, Brauchemikalien und in der Textilverarbeitung. Ferner dient die Substanz als Ausgangsmaterial für chemische Synthesen.

Es wird hergestellt aus n-Butanol mit Ethylenoxid.[4] 2003 produzierte Dow Chemical 53.000 Tonnen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Exxon gab 2014 bekannt, dass Butyldiglycol zusammen mit Cholinchlorid Basis ihrer nach eigenen Aussagen umweltfreundlichen und in der verwendeten Dosierung für Menschen ungefährlichen Fracking-Flüssigkeit ist.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Diethylenglykolmonobutylether in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. Eintrag zu 2-(2-butoxyethoxy)ethanol im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  3. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte für Butyldiglycol, abgerufen am 2. November 2015.
  4. Diethylene Glycol Butyl Ether (DOW),
  5. Focus, 5. Oktober 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]