Cabernet Cubin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Cabernet Cubin
Synonyme keine – für weitere siehe Abschnitt Synonyme
Zuchtnummer We 70-281-35
Cabernet Cubin
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe schwarz
Verwendung
Herkunft Deutschland
bekannt seit 1999
Züchter Helmut Schleip, H. E. Hill, Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau, Weinsberg
Züchtungsjahr 1970
Markteinführung 1999
VIVC-Nr. 20004
Abstammung

Kreuzung aus
Blaufränkisch × Cabernet Sauvignon-Klon Levadoux

Liste von Rebsorten

Cabernet Cubin ist eine spätreifende und ertragssichere Rotweinneuzüchtung mit robusten weinbaulichen Stockmerkmalen. Sie hat viele Ähnlichkeiten, im Aussehen und beim Wein, zum Kreuzungspartner Cabernet Sauvignon. Die Sorte liefert sehr farbintensive, tanninbetonte Weine mit Cassisnote, die sehr komplex und extraktreich sind. Die Weine brauchen eine längere Reife, um ihre optimale Qualität zu bringen.[1]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sorte wurde 1970 von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg gezüchtet. 1999 wurde der Sortenschutz beim Bundessortenamt beantragt.

Abstammung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreuzung von Blaufränkisch × Cabernet Sauvignon-Klon Levadoux.[2]

Ampelografische Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Cabernet Cubin-Traube erinnert mit der Beerengröße und Aufbau, sehr stark an die "Vatertraube", also den Cabernet Sauvignon.

  • Die Triebspitze ist grün und nur vereinzelt wollig behaart.
  • Der Triebwuchs ist stark.
  • Die Blätter sind mittelgroß, 5-lappig mit geschlossener Stielbucht.
  • Die Traube ist mittel- bis groß, geschultert mit mittlerer Beerendichte. Die Beeren sind rund, klein – mittelgroß, blauschwarz gefärbt mit fruchtigem Beerenfleischgeschmack.

Reife: sehr spät

Ertrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bringt hohe sichere Erträge.

Ansprüche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lageansprüche sind wegen der späten Reife hoch und dem Spätburgunder ähnlich.

Vor- und Nachteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorteile
  • Ist sehr blühsicher, damit ertragssicher.
  • Besitzt eine gute Winterfrostfestigkeit.
Nachteile
  • Wegen später physiologischer Reife werden sehr gute Lagen benötigt.
  • In manchen Jahren kann der Gescheinsansatz zu hoch sein. Für eine gute Weinqualität ist eine Ertragsregulierung notwendig.

Wein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Cabernet Cubin-Weine besitzen eine ausgeprägte Cabernet-Sauvignon-Art, farbkräftig, tanninbetont mit vielen Fruchtaromen. Der Cabernet Cubin sollte lange im Holzfass reifen. Auch für den Ausbau im Barrique eignet sich die Sorte sehr gut.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 gab es in Deutschland eine bestockte Rebfläche von 60 Hektar. Kleine Bestände gibt es auch in der Schweiz (3,47 Hektar, Stand 2013,[3])

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Cabernet Cubin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Ernst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schumann: Farbatlas Rebsorten. 3. Auflage. Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
  • Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. 13. Auflage. Fachverlag Fraund, Mainz, 2003, ISBN 3-921156-53-X.
  • Jancis Robinson, Julia Harding, Josè Vouillamoz: Wine Grapes, 1. Auflage 2012, Penguin Books, London, ISBN 978-0-06-220636-7 (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sortenbeschreibung von der Webseite der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Obst- und Weinbau, Weinsberg
  2. Jancis Robinson, Julia Harding, Josè Vouillamoz: Wine Grapes, 1. Auflage 2012, Penguin Books, London, ISBN 978-0-06-220636-7.
  3. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:@1@2Vorlage:Toter Link/www.blw.admin.ch Das Weinjahr 2013 (PDF), Herausgeber Office fédéral de l'agriculture OFAG