Cabochon

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Unter einem Cabochon (französisch für „Nagelkopf“) versteht man eine unfacettierte, runde oder ovale Schliffform von Schmucksteinen, bei der die Unterseite flach und die Oberseite nach außen gewölbt ist. Ein doppelter Cabochon ist dagegen auch auf der Unterseite konvex geschliffen (siehe auch Linse).

Der Cabochonschliff (auch: mugeliger Schliff) betont und verstärkt das dem Stein durch seine Struktur innewohnende Schimmern (Adulareszenz, Chatoyance, Irisieren) und wird vor allem bei Katzenaugen-Quarz, Falken- und Tigerauge, Mondstein und Opalen angewandt. Bei Steinen, die durch eine besondere Musterung oder Farbschattierung auffallen, ist der Schliff ebenfalls von Vorteil.

Cabochons können sich aber auch an der natürlichen Form des Rohsteines orientieren, wenn dies der Optik des Schmucksteins entgegenkommt, beispielsweise bei sternförmig eingelagerten Rutilnadeln in Quarzen oder tierischen Einschlüssen im Bernstein. Auch modische Gesichtspunkte bestimmen die Form des Cabochons.

In wertvollen Uhrwerken sind hochwertige Edelstein-Cabochons als Achsenlager eingebaut, um die Reibung zwischen den Teilen zu verringern.

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine. Alle Edel- und Schmucksteine der Welt, insgesamt 1500 Einzelstücke, in Farbfotos abgebildet und beschrieben (= BLV-Bestimmungsbuch 17). BLV-Verlags-Gesellschaft, München 1976, ISBN 3-405-11381-4 (13., überarbeitete und erweiterte Auflage, Neuausgabe. ebenda 2002, ISBN 3-405-16332-3).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cabochons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien