Kampferbaum

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Kampferbaum
Kampferbaum (Cinnamomum camphora)

Kampferbaum (Cinnamomum camphora)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Magnoliids
Ordnung: Lorbeerartige (Laurales)
Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Gattung: Cinnamomum
Art: Kampferbaum
Wissenschaftlicher Name
Cinnamomum camphora
L.

Der Kampferbaum (Cinnamomum camphora), auch Kampferlorbeer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration

Erscheinungsbild, Rinde und Blatt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rinde

Der Kampferbaum wächst als immergrüner Baum, der Wuchshöhen bis zu 30 Meter oder höher und Brusthöhendurchmesser (BHD) von etwa 3 Meter erreicht. Der Stamm verzweigt sich schon in geringer Höhe stark und teils knorrig, er besitzt eine dichte, ausladende und breite Krone. Alle Pflanzenteile riechen stark nach Campher und enthalten auch mehr oder weniger viel Campher. Die im Alter rauhe, längsrißige, gräulich-braune, aromatische Borke blättert in unregelmäßigen Stücken ab. Die Rinde der stielrunden Zweige ist bräunlich und kahl. Die breit eiförmigen Endknospen besitzen breit ovale bis fast kreisförmige Schuppen.

Die wechselständig an den Zweigen angeordneten, dünnen und glänzenden, leicht ledrigen, wachsigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der kahle, schlanke Blattstiel ist 2–3 cm lang. Die Blattspreite ist mit einer Länge von 6–12 cm und einer Breite von 2,5–5,5 cm eiförmig bis elliptisch und rundspitzig, spitz bis zugespitzt oder bespitzt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün bis gelb-grün und glänzend, die Unterseite ist mattgrün. Beide Blattflächen sind kahl oder die Unterseite ist spärlich flaumig behaart solange sie jung ist. Der Blattrand ist ganz und teils leicht gewellt und oft knorpelrandig. Wenn die Blätter zerrieben werden duften sie stark nach Campher.

Blütenstand und Blüte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschnitt eines Blütenstandes mit Blüte im Detail

Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Seitenständig auf einem 2,5–4,5 cm Blütenstandsschaft steht ein 7–10 cm großer rispiger Blütenstand. Blütenstandsschaft und Blütenstandsachse sind kahl oder grau bis gelb-braun flaumig behaart, besonders an den Knoten. Die kahlen Blütenstiele sind 1–2 mm lang. Die zwittrigen und duftenden Blüten sind etwa 3 mm groß. Die grün-weißen oder gelblichen Perigonblätter sind außen kahl oder flaumig behaart und innen dicht flaumig behaart. Die Blütenhüllblätter sind mit einer Länge von etwa 2–3 mm elliptisch und abgerundet bis rundspitzig. Es sind in drei Kreisen neun Staubblätter vorhanden; 2 mm lange, fertile mit flaumig behaarten Staubfäden und evt. Staminodien, sowie im vierten, innersten Kreis drei kleine Staminodien. Der mit 1 mm Länge eiförmige, halboberständige Fruchtknoten ist kahl. Der Griffel besitzt eine Länge von etwa 1 mm, die kopfige Narbe ist dreieckig.

Frucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frucht

Die purpurfarbene bis fast schwarze, glänzende und fleischige Steinfrucht ist mit einem Durchmesser von 7–10 mm rundlich. Der vergrößerte Blütenboden umhüllt basal die Frucht napfartig; dieser besitzt eine Länge von etwa 5 mm und hat an der Basis einen Durchmesser von etwa 1 mm und im gestutzten oberen Bereich einen Durchmesser von etwa 4 mm. Die Früchte reifen zwischen August und November. Die rundlichen, 5–6 mm großen Steinkerne (Samen) haben nur eine kurze Lebensfähigkeit von fünf bis sechs Wochen.

Chromosomenzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.[1]

Verbreitung und Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Seine Heimat hat der Kampferbaum in Ostasien (China, Taiwan, Japan, Korea, Vietnam). Der Baum blüht in warmen, gemäßigten bis subtropischen Klimazonen, aber auch unter tropischen Hochlandbedingungen. Die ausgewachsenen Bäume können auch leichten Frost ertragen.

Er wird auch in Sri Lanka und Ostafrika sowie in Brasilien in größerem Maße angebaut. Er kommt heute auch in Australien, im Süden der Vereinigten Staaten, Südeuropa, Süd- und Westafrika, Madagaskar und einigen ozeanische Inseln vor. In diesen Gebieten ist er eine stark invasive Spezies.

Campher wird aus dem Holz, Stümpfen, Zweigen und Blättern eines Kampferbaums destilliert, der Gehalt an Campher ist im Holz der unteren Stammabschnitte am größten. Aus den Blättern des Kampferbaumes wird das ätherische Ravintsaraöl gewonnen.

Die getrockneten Blätter werden als Gewürz verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kampferbaum (Cinnamomum camphora) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cinnamomum camphora bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis