Carl Alexander Simon

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Selbstbildnis mit Tirolerhut (1830)
Charlotte Kindermann, die Braut des Malers
Studie der Bäume von Llanquihue, 1852

Carl Alexander Simon (* 1805 in Frankfurt (Oder); † 1852 in Patagonien (Chile) ) war ein deutscher Dichter und Kunstmaler.

Simon studierte zunächst an der Berliner Akademie, danach bei dem seinerzeit berühmten Peter von Cornelius in München. Mehrjährige Aufenthalte in Italien, Frankreich und Berlin. Er hinterließ in Weimar, wo er sechs Jahre wohnte, die bekanntesten seiner künstlerischen Spuren. Vor allem wirkte er an der Gestaltung der Dichterzimmer im Residenzschloss mit. Seine Entwürfe zur Rekonstruktion der Wartburg bei Eisenach sahen die Einrichtung eines Tempels nationaler Kultur und Geschichte vor, wurden jedoch nicht wie von ihm gewünscht umgesetzt.

Anschließend in Stuttgart, profilierte er sich als Demokrat, ständig zwischen drohender Verhaftung und Landesverweis. Wenn man dem Volk nicht die Tyrannen nehmen könne, müsse dem Tyrannen das Volk genommen werden, stellte Simon nach der gescheiterten Revolution 1848/49 fest und propagierte die Auswanderung nach Chile, das schon seit den 1830er Jahren um Zuzug von deutschen Auswanderern warb.

Als Teilnehmer einer Expedition an die Südspitze Chiles fand er im Herbst 1852 in den Urwäldern Patagoniens einen gewaltsamen Tod.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Sängerkrieg auf der Wartburg. Wandgemälde in Öl (1838)
  • Skizzen zur Gestaltung der Wartburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carl Alexander Simon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien