Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

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Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
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Gründung 1761
Trägerschaft staatlich
Ort Stuttgart
Bundesland Baden-Württemberg
Land Deutschland
Rektorin/Rektor vakant
Studenten ca. 900 SS 2016
Mitarbeiter ca. 150
davon Professoren 50
Jahresetat ca. 9 Mio. EUR
Website www.abk-stuttgart.de

Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ist mit ihren rund 900 Studierenden und 18 Studiengängen im freien und angewandten Bereich eine der ältesten und größten Kunsthochschulen in Deutschland. Sie geht zurück auf die per Generalreskript[1] vom 25. Juni 1761 von Herzog Carl Eugen von Württemberg gegründete Académie des Arts.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon bald nach ihrer Gründung verlor die Academia artium Stuttgardensis, die zusammen mit dem herzoglichen Hof zeitweilig auch in Ludwigsburg untergebracht war, an Bedeutung. Der Kunstunterricht verlagerte sich immer mehr in die im Jahre 1770 beim Schloss Solitude gegründete Hohen Karlschule, in der sich eine eigene Kunstabteilung (Fakultät der freye Künste, so A. F. Batz) herausbildete und die nach verschiedenen Entwicklungsstufen im Jahre 1782 in Stuttgart in den Universitätsrang erhoben wurde. In dieser streng reglementierten, mit militärischem Drill geführten Eliteschule sollten laut Herzog Carl Eugen die „besten Köpfe des Landes“ studieren, aber einige, wie beispielsweise Friedrich Schiller und Joseph Anton Koch[3] entzogen sich dem immensen Druck und der Bevormundung auf der „Sklavenplantage(Schubart). Für das Kunstgeschehen über Württemberg hinaus so bedeutende Künstler wie Johann Heinrich Dannecker, Philipp Friedrich von Hetsch, Philipp Jakob Scheffauer und Gottlieb Schick erfuhren dort ihre Ausbildung, zum Teil noch durch Lehrer wie Nicolas Guibal und Adolf Friedrich Harper, die bereits dem Lehrkörper der Académie des Arts angehört hatten. Aus deren Ludwigsburger Zeit ging später der in Wien zu großem Ansehen gelangte Heinrich Friedrich Füger hervor.

Nach dem Tod Herzog Carl Eugens 1793 wurde die Hohe Karlsschule bereits im darauffolgenden Jahr vor allem aus Kostengründen geschlossen. Nachteilig wirkte sich aber auch aus, dass das Institut nicht in der Landesverfassung verankert war. Damit verlor Württemberg seine einzige, in eine Art Gesamtschul- bzw. Gesamthochschulverbund integrierte Kunstausbildungsstätte, an der zahlreiche Künstler, 26 Architekten, 15 Bildhauer, 9 Stuckateure, 10 Medailleure, 33 Maler, 19 Kupferstecher, 30 Zeichner zusammen mit einer sich ebenso aus Landeskindern und „Ausländern“ rekrutierenden Vielzahl von Medizinern, Juristen, Philologen, Naturwissenschaftlern und anderen akademischen Berufen, die allesamt das Geistesleben Württembergs bis weit ins 19. Jahrhundert prägten, ausgebildet worden waren.

1843 Sitz im Altbau der heutigen Staatsgalerie Stuttgart

Mehrere Wiederbelebungsversuche staatlich geförderter Kunstausbildungen in Stuttgart scheiterten nach der Auflösung der Hohen Karlsschule, was zu einem institutionellen Vakuum von dreieinhalb Jahrzehnten führte. Erst König Wilhelm I. von Württemberg erteilte am 27. März 1829 die Genehmigung zur Eröffnung einer Kunstschule, die anfänglich jedoch, was schon der Name K. Vereinigte Kunst-, Real- und Gewerbe-Schule bescheinigte, mit zwei weiteren Lehranstalten im Verbund stand. Die mit der Leitung der Kunstschule betrauten Johann Heinrich Dannecker und Nikolaus Friedrich von Thouret sowie die künstlerischen Hauptlehrer Johann Friedrich Dieterich, Karl Jakob Theodor Leybold und Gottlob Friedrich Steinkopf garantierten zusammen mit weiteren Lehrkräften trotz organisatorischer, ausstattungsmäßiger und räumlicher Schwierigkeiten einen zukunftsweisenden Aufbruch. Dieser nahm mit der Eröffnung der Anstalt am 26. Oktober 1829 mit 52 eigenen Schülern schließlich seinen Anfang.[4] Wegen der steigenden Frequenz der vereinigten Unterrichtsanstalten, vor allem wegen des sich erweiternden Ausbildungsplans der Gewerbe-Schule, wurde 1832 die Verbindung zwischen der Kunstschule und der Gewerbe-Schule (aus der letztendlich die heutige Universität Stuttgart hervorgehen sollte) gelöst. Die institutionelle Entflechtung gab jeder Anstalt die Möglichkeit zu einer eigenständigen Fortentwicklung, die jedoch, vom Räumlichen her, wegen der gemeinsamen Unterbringung im ehemaligen, von dem Karlsschulabsolventen und Architekten Thouret erbauten Offiziers-Pavillon (Königstr. 12) die missliche Lage der Kunstschule keineswegs milderte. Hier eine Lösung zu finden dienten vermehrt die Bestrebungen im Verlaufe der dreißiger Jahre. Erst mit der Errichtung der von Gottlob Georg Barth geplanten und in den Jahren 1839 bis 1842 zur Ausführung gelangten Kunstanstalt wurde die auch räumlich selbstständige Entwicklung der Kunstschule bei freilich noch bescheidenem Lehrangebot eröffnet. Damit wurden die räumlichen Voraussetzungen für eine Verbindung der Kunstschule mit den ihr als Lehrsammlungen zugeordneten, doch bisher separat untergebrachten Kunstsammlungen geschaffen. Dieses neue Gebäude wurde im Jahre 1843 unter dem Namen Museum der bildenden Künste (heute der Altbau der Staatsgalerie Stuttgart) in der damaligen Neckarstraße eröffnet. Dennoch war und blieb die Raumfrage, zumal durch die multiple Nutzung des Gebäudes, auch künftig eines der Hauptprobleme.

Nach vielfachen Entwürfen und Anträgen auf Erweiterung und Neubau gelang es, auf dem Terrain oberhalb des Museums der bildenden Künste zwei zeitlich aufeinanderfolgende Neubauten nach Entwürfen des Stuttgarter Oberbaurats Albert von Bok, der zugleich auch das Museum der bildenden Künste durch zwei hintere Flügelanbauten erweiterte, zu errichten. Zunächst wurde ein als „provisorisch“ deklariertes, in Fachwerk ausgeführtes Ateliergebäude in der Urbanstraße 39 errichtet, das 1880 fertiggestellt wurde, sodann das 1883 begonnene und 1890 zum Abschluss gebrachte eigentliche Hauptgebäude in der Urbanstraße 37. Zu den beiden Gebäuden kam später noch ein drittes in der Urbanstraße 50 hinzu, die allesamt bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg Sitz der Anstalt blieben. Einzige Erinnerungsstücke dieser alten Gebäude sind zwei im Patio des heutigen Akademiealtbaus aufgestellte Skulpturen des Stuttgarter Bildhauers Georg Emil Rheineck aus dem Fassadenschmuck des einstigen Hauptgebäudes.

Im Jahre 1901 erhielt die Einrichtung den Titel K. Akademie der bildenden Künste und wurde nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in Württ. Akademie der bildenden Künste umbenannt.[5] Diese verband sich mit der Württ. Staatl. Kunstgewerbeschule und wurde bereits ab 1941 zur Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart. Die Württ. Staatl. Kunstgewerbeschule war 1869 als K. Kunstgewerbeschule gegründet worden und war zunächst mit der Architekturfachschule des K. Polytechnikums verbunden. Erst 1881 wurde sie als eigene Fachschule innerhalb des Polytechnikums von der Architekturfachschule getrennt und schließlich 1886 zur selbständigen Anstalt erhoben.

Königliche Kunstgewerbeschule Postkarte, 1913–1918

Bernhard Pankok wurde im Jahre 1901 an die neugegründete K. Kunstgewerbliche Lehr- und Versuchswerkstätte berufen, die mit ihrer praxisnahen und -fördernden Ausrichtung die in Stilnachahmung erstarrte Kunstgewerbeschule mit neuen Ideen auffrischen sollte. Nach dem Weggang von Franz August Otto Krüger übernahm er 1903 dessen Stelle als Vorstand der Lehr- und Versuchswerkstätte und wurde nach der Pensionierung des langjährigen Kunstgewerbeschul-Direktors Hans von Kolb ab 1913 mit der Gesamtleitung der beiden nun in einem Neubau am Weißenhof vereinigten Institute betraut. Es gelang ihm, „seine“ Schule, an deren Gestalt er unter der Bauführung des Stuttgarter Architektenbüros Eisenlohr und Pfennig bestimmend mitgewirkt hatte, zu einer der bedeutenden künstlerischen Reformschulen in Deutschland zu machen. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg schlug er vor, alle Stuttgarter Kunstlehranstalten an einem Ort zusammenzuführen und dies schon damals auf dem Gelände am Weißenhof. Gegen den Plan, der in unterschiedlichen zeitlichen Abständen immer wieder einmal diskutiert wurde, gab es heftigen Widerstand insbesondere seitens der Akademie. Während der NS-Zeit wurde dann die Frage eines Zusammenschlusses von Kunstakademie und Kunstgewerbeschule entschieden, allerdings nicht aus fachlichen und ausbildungsmäßigen Einsichten und Erfordernissen, wie sie Pankok und auch andere seiner Zeit vorgedacht und das Bauhaus vollendet hatten, sondern aus Gründen einer administrativen „Vereinfachung“, die sich durch den Zusammenschluss der beiden ab 1933 gleichgeschalteten und nach dem „Führerprinzip“ geleiteten Institute ergeben sollte. 1941 verfügte der württ. Kultminister (württembergische Form für Kultusminister) Christian Mergenthaler die Vereinigung von Akademie und Kunstgewerbeschule unter einheitlicher Leitung, jedoch unter Beibehaltung der räumlichen Trennung unter dem Namen Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart. Dabei figurierten bis zum Untergang des NS-Staates die bisherige Akademie als „Abteilung für freie Kunst“ und die Kunstgewerbeschule als „Abteilung für angewandte Kunst“.

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Am Weißenhof

Die Verbindung freier und angewandter Disziplinen unter einem Dach erfolgte erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als die unter dem damaligen württembergischen Kultminister und späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss neukonstituierte Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart ihren Lehrbetrieb im Gebäude der ehemaligen Kunstgewerbeschule am Weißenhof trotz aller Kriegsschäden aufnehmen konnte. In seiner programmatischen Rede, die Theodor Heuss am 5. November 1946 anlässlich der Wiedereröffnung der Akademie vor zahlreichen Ehrengästen in deren Aula hielt, gab er der Anstalt als zukunftsweisendes Leitmotiv das Prinzip der „polaren sachlichen Spannungen“, das einer doktrinär-einseitigen Ausrichtung entgegenwirke, mit auf den Weg. Herausragende Persönlichkeit des hauptsächlich aus Württembergern neu zusammengesetzten Lehrkörpers – die amerikanischen Militärbehörden hatten nur drei der früheren Professoren Lehrerlaubnis erteilt – war Willi Baumeister. Er galt als Idealbesetzung, da es sich hier um Fragen der persönlichen Integrität in finsterer Zeit, der künstlerischen Authentizität und Kreativität, der Kunstfreiheit und der Gleichrangigkeit der Künste ging. Dabei war er bis ins Todesjahr 1955 als Lehrer attraktiv für junge Menschen aus aller Welt und eine Leitfigur ähnlich Adolf Hölzel. Dieser hatte von 1905 bis 1919 mit seinem Schülerkreis, darunter Willi Baumeister, Hans Brühlmann, Gottfried Graf, Johannes Itten, Ida Kerkovius, Otto Meyer-Amden, Alfred Heinrich Pellegrini, Oskar Schlemmer, Hermann Stenner, Alfred Wickenburg und vielen anderen, die Stuttgarter Akademie zu einer Ausbildungsstätte von internationalem Rang erhoben.

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Am Weißenhof

Erst mit dem bundesweit neuartigen Gesetz über die Kunsthochschulen im Lande Baden-Württemberg (Kunsthochschulgesetz) vom 12. Februar 1975 (GBl.S.103)[6] wurde aus der seit 1946 bestehenden nichtrechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, woraus die rangmäßige Gleichstellung mit den Universitäten resultierte. Seit Jahrzehnten wird erstrebt, sämtliche Teile des Lehrbetriebs auf dem Campus Am Weißenhof zusammenzufassen

Institute und angegliederte Bereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der letzten Neugründung 1946 sind bis heute vier interdisziplinär agierende Institute hinzugekommen:

  • 1949 das von Kurt Wehlte gegründete Institut für Technologie der Malerei; heute: Farbinstitut Wehlte (privat),
  • 1966 durch Walter Brudi das Institut für Buchgestaltung und Medienentwicklung,
  • 1967 das von Rolf E. Straub gegründete Institut für Museumskunde sowie
  • 1980 durch Arno Votteler das Institut für Innenarchitektur und Möbeldesign, heute Weißenhof-Institut Interdisziplinäres Forum für Architektur, Raum + Möbel.

Dazu existieren mittlerweile 32 Werkstätten als Kernstück der Akademie, die sich aus der der Kgl. Kunstgewerbeschule zugeordneten, bis 1913 eine quasi autonome Einrichtung bildenden, 1901 gegründeten Kgl. Lehr- und Versuchswerkstätte entwickelt hatten.[7]

Da sämtliche zur ehemaligen Königlichen Kunstschule gehörenden Sammlungsbereiche in das Museum der bildenden Künste, der späteren Staatsgalerie, übergegangen waren, verfügte die Akademie viele Jahrzehnte über keine eigene Kunstsammlung. Erst im Jahre 1975 wurde diese vom damaligen Rektor Wolfgang Kermer neu gegründet.

Fachgruppen und Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachgruppe Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Künstlerisches Grundstudium
Studiengang Bildende Kunst (Studienrichtungen Bildhauerei, Freie Graphik, Glasgestaltung, Malerei)
Studiengang Bühnen- und Kostümbild (in Zusammenarbeit mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg)
Studiengang Künstlerisches Lehramt mit Bildender Kunst
Intermediales Gestalten

Fachgruppe Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studiengang Architektur (BA/MA)

Fachgruppe Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studiengang Industrial Design
Studiengang Kommunikationsdesign
Studiengang Textildesign

Fachgruppe Wissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studiengang Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information (MA)
Lehrangebot Kunstgeschichte
Studiengang Restaurierung und Konservierung von Gemälden und gefassten Skulpturen
Studiengang Restaurierung und Konservierung von archäologischen, ethnologischen und kunsthandwerklichen Objekten
Studiengang Restaurierung und Konservierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut
Studiengang Restaurierung und Konservierung von Wandmalerei, Architekturoberfläche und SteinPolychromie

Schulleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorstände und Direktoren bis 1946[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1869–1870: Wilhelm Bäumer, Vorstand der Architekturfachschule am Polytechnikum und zugleich Vorstand der Kunstgewerbeschule
  • 1870–1872: Christian Friedrich von Leins, Vorstand der Architekturfachschule am Polytechnikum und zugleich Vorstand der Kunstgewerbeschule
  • 1872–1874: Alexander von Tritschler, Vorstand der Architekturfachschule am Polytechnikum und zugleich Vorstand der Kunstgewerbeschule
  • 1874–1876: Konrad Dollinger, Vorstand der Architekturfachschule am Polytechnikum und zugleich Vorstand der Kunstgewerbeschule
  • 1876–1878: Robert von Reinhardt, Vorstand der Architekturfachschule am Polytechnikum und zugleich Vorstand der Kunstgewerbeschule
  • 1878–1880: erneut Christian Friedrich von Leins
  • 1880–1881: erneut Alexander von Tritschler
  • 1881–1892: erneut Christian Friedrich von Leins, nunmehr erster ständiger Vorstand der Anstalt
  • 1892–1913: Hans von Kolb, zunächst Vorstand, ab 1896 hauptamtlicher Direktor der K. Kunstgewerbeschule in der Unteren Königstraße (und zugleich der 1901 gegründeten, organisatorisch verbundenen, im „Poenitentiarhaus“ im Stuttgarter Westen untergebrachten K. Kunstgewerblichen Lehr- und Versuchswerkstätte)
  • 1901–1903: Franz August Otto Krüger, Vorstand der K. Kunstgewerblichen Lehr- und Versuchswerkstätte
  • 1903–1937: Bernhard Pankok, 1903–1913 Vorstand der K. Kunstgewerblichen Lehr- und Versuchswerkstätte, 1913–1937 Direktor (Gesamtleitung) der beiden organisatorisch und räumlich im Schulneubau am Weißenhof als K., ab 1918 als Staatl. Württ. Kunstgewerbeschule vereinigten Institute
  • 1937–1938 Oskar Glöckler, Direktor der Staatl. Württ. Kunstgewerbeschule (nach nur wenigen Monaten Amtszeit Suizid, die tatsächlichen Gründe – unberechtigte Titel- und Ordensführung – durch ein von der NS-Parteiführung veranlasstes „offizielles“ Begräbnis vertuscht)
  • 1938–1940 Paul Haustein, vertretungsweise Direktor der Staatl. Württ. Kunstgewerbeschule
  • 1940–1944/45 Hermann Gretsch, zunächst Direktor der Staatl. Württ. Kunstgewerbeschule bis zu deren Vereinigung mit der Württ. Akademie der bildenden Künste zur Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart 1941, anschließend stellvertretender Direktor der – zwischen Weißenhof („Abteilung angewandte Kunst“) und Urbanstraße („Abteilung freie Kunst“) räumlich getrennten – Gesamtanstalt (Direktor: Fritz von Graevenitz)
  • 1945–1946 Adolf G. Schneck, nach dem „Wegtauchen“ von Hermann Gretsch noch von den NS-Behörden zum stellvertretenden Direktor der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart ernannt, deren Gebäude in der Urbanstraße völlig, am Weißenhof teilweise zerstört sind; bis zur Neukonstituierung der Anstalt 1946 und der Ernennung eines kommissarischen Direktors (Hermann Brachert) – Direktor Fritz von Graevenitz ist 1945 ausgeschieden – in dieser Funktion

Rektoren seit 1946[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle und ehemalige Lehrende sowie Alumni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe dazu: Liste der Angehörigen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Diese führt die bekanntesten Mitglieder mit ihren Fachbereichen auf, die als Lehrkraft oder Studierende an der Akademie tätig waren oder sind, einschließlich der Ehrenmitglieder und Ehrensenatoren sowie der vom Holocaust betroffenen Personen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Friedrich Batz: Beschreibung der Hohen Karls-Schule zu Stuttgart. Stuttgart: In eigenem Druck und Verlag, 1783 (Nachdruck der Ausgabe, Stuttgart: Lithos-Verlag, 1987, ISBN 3-88480-008-6)
  • Robert Uhland: Geschichte der Hohen Karlsschule in Stuttgart. Stuttgart: Kohlhammer, 1953
  • Die Hohe Carlsschule. Ausstellung im Museum der Bildenden Künste. Stuttgart 1959 (Katalog: Werner Fleischhauer)
  • Karl Hossinger: Die Hohe Carlsschule zu Stuttgart: Sklavenplantage oder einmalige epochale Erziehungsanstalt? Nationale Forschungs- und Gedenkstätten der Klassischen Deutschen Literatur in Weimar (Hrsg.). Weimar: Arion Verlag, 1960 (Kritik aus marxistischer Sicht)
  • Walter Brudi (Hrsg.): Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart. [Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart, 1968] (großformatiger Bildband, anlässlich der Eröffnung des Neubaus der Akademie „den Freunden der Akademie gewidmet“, doch wegen der 68er-Ereignisse nur in wenigen Exemplaren ausgeliefert; mit Arbeitsproben der Professoren und der künstlerischen Lehrer Rudolf Daudert, Gerhart Gollwitzer, Hugo Peters, Hans Gottfried von Stockhausen, Horst Bachmayer, Christoff Schellenberger, Trude Barth, Albrecht Appelhans, Rudolf Haegele, Hannes Neuner, K.R.H. Sonderborg, Rudolf Yelin, Herbert Baumann, Rudolf Hoflehner, Herbert Hirche, Eberhard Krauss, Herta-Maria Witzemann, Wolfgang Stadelmaier, Erwin Heinle, Walter Brudi, Gunter Böhmer, Eugen Funk, Christoph Brudi, Wilfried Gronwald, Günter Jacki, Leo Wollner, Ulrich Günther, Klaus Lehmann, Klaus Kinter, Rudolf Müller, Peter Steiner)
  • Wolfgang Kermer (Hrsg. u. Schriftleitung): Akademie-Mitteilungen: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1.1971/1972(1972) – 8.1976/77(1978); damit Ersch. eingest.
  • Wolfgang Kermer (Hrsg. u. Schriftleitung): Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1975–1987 (Bd. 1–6); Ostfildern-Ruit: Ed. Cantz, 1992–2001 (Bd. 7–10); Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 2003–2004 (Bd. 11–12); damit Ersch. eingest.
  • Johannes Zahlten: „Die Kunstanstalten zur Staats- und Nationalsache gemacht…“: Die Stuttgarter Kunstakademie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1980 (Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart / Hrsg. Wolfgang Kermer; 2)
  • Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: eine Selbstdarstellung. Vorwort Lothar Späth, Helmut Engler, Manfred Rommel, Paul Uwe Dreyer. Mit Texten von Karl-Alfred Storz, Wolfgang Kermer, Bernd Rau und zahlreichen Beiträgen von Lehrenden der Akademie. Stuttgart: Edition Cantz, 1988, ISBN 3-89322-005-4
  • Wolfgang Kermer (Hrsg. u. Schriftleitung): WerkstattReihe: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1.(1996) – 16.(2006); damit Ersch. eingest.
  • Wolfgang Kermer: „1968“ und Akademiereform: von den Studentenunruhen zur Neuorganisation der Stuttgarter Akademie in den siebziger Jahren. Ostfildern-Ruit: Cantz, 1998 (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, hrsg. von Wolfgang Kermer; 9) ISBN 3-89322-446-7
  • Nils Büttner/Angela Zieger (Hrsg.): Rücksichten: 250 Jahre Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: ein Lesebuch. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 2011, ISBN 978-3-931485-11-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Urkunde abgeb. in: Wolfgang Kermer: „1968“ und Akademiereform: von den Studentenunruhen zur Neuorganisation der Stuttgarter Akademie in den siebziger Jahren. Ostfildern-Ruit: Cantz, 1998 (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, hrsg. von Wolfgang Kermer, 9), Abb. 1 sowie Erläuterung S. 220
  2. Ein Überblick über die statusmäßige/rechtliche und personelle Entwicklung in: Wolfgang Kermer: Daten und Bilder zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Stuttgart: Edition Cantz, 1988 (= Verbesserter Sonderdruck aus: Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: eine Selbstdarstellung. Stuttgart: Edition Cantz, 1988, S. 16–31)
  3. Das berühmteste der „Spottbilder“ Kochs auf den Kunstunterricht an der Hohen Karlsschule, „ein bemerkenswertes Dokument der Auflehnung freien Künstlergeistes gegen dogmatisierte Erstarrung und Ausnützerei“, abgeb. in: Wolfgang Kermer, ebenda, Abb. 2 sowie Erläuterung S. 220
  4. Johannes Zahlten: „Die Kunstanstalten zur Staats- und Nationalsache gemacht...“: Die Stuttgarter Kunstakademie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1980 (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, hrsg. von Wolfgang Kermer; 2), S. 12
  5. Johannes Zahlten: Urbanstraße 37/39: Kgl. Kunstschule/Akademie der bildenden Künste: die Geschichte eines Provisoriums. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1986 (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, hrsg. von Wolfgang Kermer; 5)
  6. Gesetz über die Kunsthochschulen im Lande Baden-Württemberg (Kunsthochschulgesetz). In: Akademie-Mitteilungen 6: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: für die Zeit vom 1. April 1974 bis 31. März 1975. Hrsg. von Wolfgang Kermer. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Mai 1975, S. 8–20 (vollständiger Abdruck). Bereits am 1. Januar 1978 trat eine die weitere hochschulrechtliche Entwicklung vorzeichnende Neufassung in Kraft: Gesetz über die Kunsthochschulen im Lande Baden-Württemberg (Kunsthochschulgesetz–KHSchG). In: Akademie-Mitteilungen 8: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: für die Zeit vom 1. Juni 1976 bis 31. Oktober 1977. Hrsg. von Wolfgang Kermer, Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, März 1978, S. 46–80 (vollständiger Abdruck)
  7. Zur Entwicklung der Werkstätten und deren Bedeutung für die Künstlerausbildung: Wolfgang Kermer: Dokumentation zum Thema „Werkstatt“. In: Ders. (Hrsg.): Werkstatt: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: Die Werkstätten und ihre Lehrer. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1982, S. 42–59

Koordinaten: 48° 48′ 1″ N, 9° 10′ 27″ O