Carolin Masur

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Carolin Masur (* 1966 in Berlin) ist eine deutsche Opernsängerin (Mezzosopran) und Moderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter des Dirigenten Kurt Masur und der Tänzerin Irmgard Kaul wurde in Berlin-Friedrichshain geboren. Zusammen mit ihren Eltern zog sie 1972 nach Leipzig. Einen von ihrem Vater verursachten Autounfall, bei dem ihre Mutter ums Leben kam, überlebte sie 1972 unverletzt.[1]

Masur besuchte die Spezialschule für Musik „Rudolf Hildebrand“ in Markkleeberg. 1978 trat sie in den GewandhausKinderchor ein. 1984 zog sie von Leipzig nach Berlin. Sie studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin Gesang bei Christiane Bach-Röhr. 1998/99 absolvierte sie ein weiterbildendes Studium bei Anneliese Fried. Sie belegte Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Hans Hotter, Júlia Várady und Ruth Berghaus.

Ihr Operndebüt gab Carolin Masur am Theater Zwickau. Von 1995 bis 1997 war sie Ensemblemitglied des Landestheaters Coburg und von 2002 bis 2004 Ensemblemitglied des Opernhauses Hannover.

Im Januar 2005 erkrankte Carolin Masur an Eierstockkrebs. Nach Operationen und Chemotherapie begann sie wieder zu singen, infolge der medizinischen Behandlungen mit einer veränderten Stimme. Seit ihrer Erkrankung engagiert sie sich bei der Aufklärung von Eierstockkrebs in der vom Direktor der Klinik für Gynäkologie der Berliner Charité Jalid Sehouli initiierten Stiftung Eierstockkrebs. Sie ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung. Bei Radio „MDR-Figaro“ ist sie mit eigenen Kolumnen zu hören. Bei TV „MDR um elf“, das Ländermagazin des MDR FERNSEHENS, als Moderatorin in Beiträgen für die Rubrik „Musica“ im Wechsel mit ihrer an der Oper Halle tätigen Kollegin Sandra Maxheimer.

Carolin Masur lebt in Leipzig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carolin Masur. Aus dem Leben – für das Leben. In: Die zweite Stimme. Das Magazin zum Thema Eierstockkrebs. Heft 1/2010 (PDF; 4,9 MB), S. 6–7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Maestro und das Taktgefühl. Der Leipziger Gewandhauskapellmeister Kurt Masur wird Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker. In: Der Spiegel. Nr. 37, 1991, S. 218–224 (online9. September 1991).