Charles Douglas-Hamilton, 7. Earl of Selkirk

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Charles George Archibald Douglas-Hamilton, 7. Earl of Selkirk (* 18. Mai 1847; † 2. Mai 1886), war ein britisch-schottischer Offizier und kurzzeitig Peer aus der Familie Douglas-Hamilton.

Als zweiter Sohn des 11. Duke of Hamilton und dessen Frau Marie Amalie von Baden trug er den Höflichkeitstitel Lord Charles George Archibald Hamilton. Er begann eine Militärkarriere als Kavallerie-Offizier und wurde Lieutenant bei den 11th Hussars.

In der Öffentlichkeit bekannt wurde er vor allem durch seine Finanznot, die ihn in Konflikt mit dem Gesetz brachte. So wurde er 1869 verhaftet, nachdem er auf abenteuerliche Weise vergeblich versucht hatte, mit einer Hansom-Droschke seinen Gläubigern zu entfliehen – ein Ereignis, das ihm den Spott der Presse einbrachte.[1]

1885 starb ein entfernter Verwandter, der 6. Earl of Selkirk, ohne Erben zu hinterlassen. Dessen Titel Earl of Selkirk und die damit verbundene Peerwürde sollten daher nun an Charles' älteren Bruder, inzwischen nach dem Tod des Vaters 12. Duke of Hamilton, fallen. Aufgrund einer Sonderklausel im Erbgesetz von 1688 erbte allerdings Charles, da sein Bruder bereits den Duke-Titel führte.

Der neue 7. Earl of Selkirk starb dann aber bereits im Jahr darauf im Alter von nur 38 Jahren. Da er unverheiratet geblieben war und keine Nachkommen hatte, gelangte die Earlwürde als nachgeordneter Titel nun doch an seinen Bruder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Glasgow Herald, 9. Oktober 1869 (bei Google) sowie Volks- und Schützenzeitung: Politisches Volksblatt 1869, S. 594 (bei Google)