Chiquinquirá

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Chiquinquirá
Koordinaten: 5° 37′ N, 73° 49′ W
Karte: Boyacá
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Chiquinquirá
Chiquinquirá auf der Karte von Boyacá
Colombia - Boyaca - Chiquinquira.svg
Die Lage der gesamten Fläche der Gemeinde Chiquinquirá auf der Karte von Boyacá
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Boyacá
Einwohner 66.203 (2016)
Stadtinsignien
Flag of Chiquinquirá.svg
Escudo de Chiquinquira.svg
Detaildaten
Fläche 133 km2
Bevölkerungsdichte 498 Ew./km2
Höhe 2587 m
Zeitzone UTC-5
Stadtvorsitz Cesar Augusto Carrillo Ortegón (2016–2019)
Website chiquinquira-boyaca.gov.co
Basílica de Chiquinquirá
Basílica de Chiquinquirá
Blick auf Chiquinquirá
Blick auf Chiquinquirá
Fußgängerzone in Chiquinquirá
Fußgängerzone in Chiquinquirá

Chiquinquirá ist eine Gemeinde (municipio) im kolumbianischen Departamento Boyacá, Teil der Subregion der westlichen Provinz Boyacá. Die Gemeinde hat 66.203 Einwohner, von denen 56.894 im städtischen Teil der Gemeinde leben (Stand 2016).[1]

Chiquinquirá besteht aus zwei Zonen: Die städtische Zone oder Stadt, die von ca. 40 Wohngegenden zwischen den Schichten 1 und 4 gebildet wird, und der ländliche Raum, der in 17 Teilbereiche geteilt ist, die um die Stadt herum liegen.

Chiquinquirá wird als die religiöse Hauptstadt von Kolumbien angesehen. Es ist die Heimat der Basílica de Chiquinquirá, die das Bild der Jungfrau von Chiquinquirá, die Heilige Patronin Kolumbiens, beherbergt. Chiquinquirá ist ein wichtiger Punkt der Wallfahrt.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chiquinquirá liegt etwa westlich 67 km von Tunja und 132 km nördlich von Bogotá auf 2587 m über dem Meeresspiegel und hat eine jährliche Durchschnittstemperatur von 14 °C. An die Gemeinde grenzen im Norden Saboyá, im Süden San Miguel de Sema, Caldas sowie Simijaca im Departamento Cundinamarca, im Osten Tinjacá und im Westen Caldas und Briceño.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chiquinquirá existierte schon vor der Ankunft der Spanier und war vom indigenen Volk der Chiquinquirá besiedelt. Deswegen gibt es für die Stadt kein offizielles Gründungsdatum. Das "Wunder" der selbständigen Restaurierung eines Gnadenbildes der Muttergottes wird auf das Jahr 1586 datiert. Seitdem entwickelte sich Chiquinquirá zur religiösen Hauptstadt Kolumbiens und wuchs in der Folge. Der Bau der Basílica begann 1801, wurde jedoch erst 120 Jahre später vollendet. Chiquinquirá erklärte 1810 seine Unabhängigkeit von Spanien. Seit 1919 ist die Jungfrau von Chiquinquirá die Heilige Patronin Kolumbiens.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wichtigste Wirtschaftszweig von Chiquinquirá ist der Handel. Außerdem werden Landwirtschaft und Bergbau betrieben. Aufgrund der religiösen Bedeutung als Wallfahrtsort spielt zudem der Tourismus eine wichtige Rolle, sowie die kunsthandwerkliche Herstellung von religiösen Erinnerungsstücken. Zudem werden auch nicht-religiöse kunsthandwerkliche Erzeugnisse hergestellt.[5]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien auf der offiziellen Seite vom DANE
  2. Krzystof Dydynski: Colombia (Lonely Planet Guide). 2. Aufl. Lonely Planet Publ., London 1995, ISBN 0-86442-234-2.
  3. Informationen zur Geographie auf der offiziellen Seite von Chiquinquirá
  4. Informationen zur Geschichte auf der offiziellen Seite von Chiquinquirá
  5. Informationen zur Wirtschaft auf der offiziellen Seite von Chiquinquirá

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chiquinquirá – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien