Christel Bienstein

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Christel Bienstein (* 26. Dezember 1951) ist eine deutsche Pflegewissenschaftlerin. Bienstein leitet seit 1994 das Institut für Pflegewissenschaft der Privaten Universität Witten/Herdecke, welches sie seit Mai 2017 nur noch kommissarisch leitet bis ein Nachfolger bestimmt ist.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Ausbildung zur Krankenschwester und einigen Jahren Berufserfahrung studierte Bienstein Pädagogik. Nach Abschluss des Studiums übernahm sie die Leitung des Bildungszentrums des deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe in Essen. Gemeinsam mit Andreas D. Fröhlich übertrug sie dessen Konzept der basalen Stimulation auf die Pflege. Von 1994 bis 2017 leitete Bienstein als Honorarprofessorin das Institut für Pflegewissenschaft an der Privaten Universität Witten/Herdecke; derzeit noch kommissarisch bis ein Nachfolger bestimmt werden kann. 2003 erhielt Bienstein außerdem eine Honorarprofessur an der Universität Bremen. Für ihre Verdienste um die Pflegewissenschaft wurde Bienstein im Juni 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.[2]

Bienstein übertrug 1985 die Norton-Skala ins Deutsche und erweiterte sie um vier Punkte. Außerdem entwickelte sie eine Atemskala zur Einschätzung des Pneumonierisikos und machte die Atemstimulierende Einreibung bekannt.

Am 23. Juni 2012 wurde sie in Berlin zur Präsidentin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) gewählt und am 18. Juni 2016 wiedergewählt.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christel Bienstein, Johann S. Schwegler: Der Mensch. Anatomie und Physiologie; Thieme-Verlag, 1996; ISBN 3131001518
  • Christel Bienstein, Gerhard Schröder, Gerd Klein: Atmen; Thieme-Verlag, 2000; ISBN 3131181311
  • Christel Bienstein, Gerhard Schröder, Michael Braun (Hrsg.): Dekubitus. Herausforderung für Pflegende; Dbfk Vlg Krankenpflege, 2000; ISBN 3927944165
  • Christel Bienstein, Andreas D. Fröhlich: Basale Stimulation in der Pflege; Kallmeyer, 2003; ISBN 3780040018
  • Johannes Hallauer, Christel Bienstein, Ursula Lehr und Hannelore Rönsch: SÄVIP – Studie zur ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen; Vincentz Network, 2005; ISBN 3878701381

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. | WAZ-Beitrag „Pflege-Päpstin“ Prof. Christel Bienstein geht in Rente vom 23. Mai 2017
  2. Hohe Ehrung für Wegbereiterin der Pflegewissenschaft, abgerufen am 17. März 2009