Christel Bienstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Christel Bienstein, 2022

Christel Bienstein (* 26. Dezember 1951) ist eine deutsche Pflegewissenschaftlerin. Bienstein leitete von 1994 bis 2017 das Institut für Pflegewissenschaft der Privaten Universität Witten/Herdecke.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Ausbildung zur Krankenschwester und einigen Jahren Berufserfahrung studierte Bienstein Pädagogik. Nach Abschluss des Studiums übernahm sie die Leitung des Bildungszentrums des deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe in Essen. Gemeinsam mit Andreas D. Fröhlich übertrug sie dessen Konzept der basalen Stimulation auf die Pflege. Von 1994 bis 2017 leitete Bienstein als Honorarprofessorin das Institut für Pflegewissenschaft an der Privaten Universität Witten/Herdecke (anschließend noch kommissarisch bis zur Bestimmung eines Nachfolgers). 2003 erhielt Bienstein außerdem eine Honorarprofessur an der Universität Bremen.

Bienstein übertrug 1985 die Norton-Skala ins Deutsche und erweiterte sie um vier Punkte. Außerdem entwickelte sie eine Atemskala zur Einschätzung des Pneumonierisikos und machte die Atemstimulierende Einreibung bekannt.

Am 23. Juni 2012 wurde sie in Berlin zur Präsidentin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) gewählt und am 18. Juni 2016 sowie im Juni 2021[2] wiedergewählt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Für ihre Verdienste um die Pflegewissenschaft wurde Bienstein im Juni 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.[3]
  • Am 1. September 2021 erhielt Christel Bienstein die Ehrendoktorwürde der Universität Witten/Herdecke für ihren Verdienst für die Pflegewissenschaft in Deutschland.[4]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann S. Schwegler: Der Mensch. Anatomie und Physiologie. Schritt für Schritt Zusammenhänge verstehen. Beitr. von Christel Bienstein. Thieme-Verlag, Stuttgart/New York 1996, ISBN 3-13-100151-8.
  • Dekubitus. Herausforderung für Pflegende. Hrsg. von Christel Bienstein, Gerhard Schröder, Michael Braun. Bearb. von Maria Benedicta Arndt. Thieme-Verlag, Stuttgart/New York 1997, ISBN 3-13-101951-4.
  • Atmen. Die Kunst der pflegerischen Unterstützung der Atmung. Hrsg. von Christel Bienstein, Gerd Klein, Gerhard Schröder. Bearb. von Brigitte Anderl-Doliwa. Thieme-Verlag, Stuttgart/New York 2000, ISBN 3-13-118131-1.
  • Christel Bienstein, Andreas D. Fröhlich: Basale Stimulation in der Pflege. Teil: Grundlagen. Kallmeyer, Seelze-Velber 2003, ISBN 3-7800-4001-8.
  • SÄVIP – Studie zur ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen. Bearb. von Johannes Hallauer, Christel Bienstein, Ursula Lehr, Hannelore Rönsch. Vincentz Network, Hannover 2005, ISBN 3-87870-138-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Christel Bienstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jutta Bublies: „Pflege-Päpstin“ Prof. Christel Bienstein geht in Rente vom 23. Mai 2017. In: WAZ. Funke Medien NRW GmbH, 23. Mai 2017, abgerufen am 9. Februar 2022.
  2. Der Bundesvorstand des DBfK. In: dbfk.de, Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, abgerufen am 9. Februar 2022.
  3. (idw): Hohe Ehrung für Wegbereiterin der Pflegewissenschaft. Prof. Christel Bienstein erhält heute Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland („Bundesverdienstkreuz“). (Nicht mehr online verfügbar.) In: uni-protokolle.de. Martin Bauer, 16. Juni 2004, archiviert vom Original am 19. April 2005; abgerufen am 17. März 2009.
  4. Unermüdlicher Einsatz für die Pflege in Deutschland. Für ihren Verdienst für die Pflegewissenschaft in Deutschland erhält Christel Bienstein die Ehrendoktorwürde der Universität Witten/Herdecke. In: uni-wh.de, Universität Witten/Herdecke, 1. September 2021, abgerufen am 4. September 2021.