Christian Gottfried Schierholz

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Christian Gottfried Schierholz (* 17. Januar 1787; † 31. Oktober 1851) war ein deutscher Unternehmer und Rittergutsbesitzer.

Heirat und Rittergutsbesitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Schierholz war ein in Arnstadt wohnender Jungunternehmer der Porzellanmanufaktur in Plaue. Er heiratete um 1810 die Tochter von Friedrich Gotthardt Bertuch, dem Besitzer des Dornheimer Rittergutes. Nach der Eheschließung erbaute Schierholz auf dem schwiegerelterlichen Gut eine Käserei, eine Spirituosenbrennerei und eine Essigfabrik zur Veredlung eines Teiles der geernteten pflanzlichen Produkte.

Die Porzellanmanufaktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1817 übernahm er die Porzellanmanufactur Plaue südlich von Arnstadt und verlegte einen Teil der Produktion nach Dornheim. Später beteiligte sich sein Sohn Julius Adelbert an der Firma, die sich von da an C.G. Schierholz und Sohn nannte. Auch der jüngere Sohn Hugo wurde später als Mitinhaber aufgenommen. In Dornheim wurde 18 Jahre das Porzellan bemalt, gebrannt und verschickt.

Noch zu Lebzeiten der Eltern erbte Julius Adelbert, der älteste Sohn, das Rittergut und zu gleichen Teilen die Porzellanfabrik und das Haus in Arnstadt mit Hugo.[1]

Militärpolitische Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im August 1813 entführten Soldaten eines preußischen Freikorps 200 französische Trainpferde aus der Gemarkung Dornheims. Daraufhin hatten französische Soldaten Dornheim umstellt, um aus Rache das Dorf abzufackeln. Schierholz konnte diese geplante Rache durch Diplomatie verhindern.
  • Anlässlich des Drei-Monarchen-Treffens in Dornheim am 26. Oktober 1813 übernachtete der österreichische Kaiser Franz II. im Schloss derer von Schierholz.
  • Die russischen Garden und das österreichische Heer biwakierten in den Fluren um Dornheim.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 130 Jahre v. Schierholzsche Porzellanmanufaktur Plaue GmbH auf www.porzellan-selb.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.porzellan-selb.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 3. Februar 2013, S. 1–3