Christian Krohg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert den norwegischen Maler, zum gleichnamigen norwegischen Juristen siehe Christian Krohg (Staatsrat).
Selbstporträt, Öl auf Leinwand, 1912
Stakkelse lille: Christian Krohg und Tochter Nana, 1891 gemalt von seiner Frau Oda Krohg

Christian Krohg (* 13. August 1852 in Vestre Aker bei Oslo; † 16. Oktober 1925 in Oslo) war ein norwegischer Genremaler, Autor und Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Krohg war Mitglied der Künstlergemeinschaft der Skagen-Maler und übte einen erheblichen Einfluss auf die dänische Malerin Anna Ancher aus.

Er studierte zunächst Jura, jedoch stieg sein Interesse für die Kunst durch seine Freundschaft mit Eilif Peterssen. 1874 ging er nach Deutschland und studierte Kunst, zunächst an der Großherzoglich Badischen Kunstschule in Karlsruhe bei Hans Fredrik Gude, wo er Max Klinger kennenlernte, ab 1875 an der Berliner Akademie. 1879 besuchte er das erste Mal Skagen gemeinsam mit Frits Thaulow.

Sein Gemälde Albertine i politilægens venteværelse, das in der Nationalgalerie in Oslo ausgestellt ist, zeigt eine Szene aus seinem Roman Albertine[1], der 1886 erschien und das Thema Prostitution behandelt. Das Erscheinen des Buchs löste einen Skandal aus und es wurde zunächst beschlagnahmt.

Er reiste von 1881 bis 1882 nach Paris, wo er stark durch die Kunst von Édouard Manet und der impressionistischen Bewegung beeinflusst wurde. Seine Begegnung mit der französischen Kunst lässt sich in einigen der späteren Werke aus seiner Zeit in Skagen erkennen, beispielsweise in dem Werk Trett (1885) und En mor flitter sin lille datters hår (1888), in welchem die Mutter und die Tochter dem Betrachter in ungewöhnlicher Weise den Rücken zugekehrt haben. Seine deutlich hellere Farbpalette, die breiten Pinselstriche sowie die kontrastierenden Blau-, Rot- und Grüntöne geben dem Bild eine tiefere Texturebene.

Von 1890 bis 1910 arbeitete Krohg als Journalist bei der Tageszeitung Verdens Gang. Von 1909 bis 1925 war er Professor an der Staatlichen Kunstakademie in Oslo, deren Direktor er zudem war.

Krohg heiratete im Oktober 1888 die Malerin Oda Krohg (1860–1935), die auch seine Schülerin war. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Die Tochter Nana (1885–1974) und der Sohn Per (1889–1965), der sich ebenfalls der Malerei zuwandte.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christian Krohg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Krohg: Albertine. Hamburg : Janssen, 1913. (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern)