Christina Hoff Sommers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christina Hoff Sommers, 2009

Christina Hoff Sommers (* 1950 in Petaluma, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Philosophin und Autorin.

Leben[Bearbeiten]

Hoff Sommers Themenschwerpunkte sind Jugendliche, Feminismus und die moralischen Werte in der US-amerikanischen Gesellschaft, die sie besonders unter dem Geschlechter-Aspekt betrachtet. Als ehemalige Universitätsdozentin für Philosophie und Ethik arbeitet sie als Wissenschaftlerin der konservativen Denkfabrik American Enterprise Institute for Public Policy Research.

Themen[Bearbeiten]

Sie ist als entschiedene Gegnerin des akademischen Feminismus und der Ziele der Zweiten Welle der Frauenbewegung (seit den 1960er Jahren) bekannt geworden, die über eine reine rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau hinausgehen. Eine Forderung nach Veränderung der traditionellen Geschlechterrollen und der patriarchalen Strukturen der Gesellschaft betrachtet sie als übertrieben frauenzentriert.

Diesem "Gender Feminismus" (Gender Feminism), den sie im Mainstream des Feminismus und besonders im akademischen Feminismus vertreten sieht, stellt sie den "Gleichheitsfeminismus" (oder: "Feminismus der gleichen Rechte", engl. Equity Feminism) (sie prägte diese Ausdrücke) entgegen. Dieser fordert lediglich eine juristische und zivile Gleichheit mit Männern, was in den USA grundsätzlich inzwischen umgesetzt sei. Laut Hoff Sommers wären die meisten US-amerikanischen Frauen damit zufrieden.

„Die Frauen auf der Heilbrun Konferenz sind die neuen Feministinnen: Deutlich, mit einer Neigung zur Selbstdramatisierung und chronisch beleidigt. Viele der Frauen von diesem "Verärgert sein – Forum“ besitzen eine feste Anstellung als Professorin an einer angesehenen Universität. Alle hatten auch eine gute und teure Ausbildung genossen. Und dennoch, wenn man ihnen zuhörte würde man nicht den Eindruck bekommen, dass sie aus einem Land kommen, in dem Männer und Frauen vor dem Gesetz gleich sind und der Frauenanteil an Universitäten höher ist als der von Männern.“ [1]

Sommers bezeichnet sich selbst als Feministin, wird aber von ihren Krikern als antifeministisch gesehen, weil sie grundlegende Errungenschaften des Feminismus angreife.[2]

Bücher[Bearbeiten]

  • Who Stole Feminism?: How Women Have Betrayed Women (1994) ISBN 0684801566
  • The War against Boys: How Misguided Feminism Is Harming Our Young Men (June 2001) ISBN 0684849577
  • Vice and Virtue in Everyday Life
  • Right and Wrong: Basic Readings in Ethics
  • One Nation Under Therapy: How the Helping Culture is Eroding Self-Reliance

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Christina Hoff Sommers. Who Stole Feminism?: How Women Have Betrayed Women. Simon and Schuster. (1994) ISBN 0684801566. S. 21
  2. Flood, Michael: Backlash: Angry men's movements in: Rossi, Staceay E.: The Battle and Backlash rage on. 2004, XLibris Corp., ISBN 1-4134-5934-X, S. 273 (PDF)