Christof Kessler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Christof Kessler (* 4. Mai 1950 in Kattowitz) ist ein deutscher Neurologe und Autor. Er ist im Bereich der Schlaganfallforschung und Versorgung von Schlaganfall-Patienten tätig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1957 siedelte die Familie aus Polen nach Wetzlar in Hessen über. 1969 legte Kessler am Goethe-Gymnasium Wetzlar das Abitur ab. Kessler studierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Humanmedizin und erhielt 1977 die Approbation als Arzt. Im selben Jahr wurde er zum Dr. med. promoviert. 1986 erhielt er die Facharztanerkennung zum Arzt für Neurologie.

Von 1986–1987 war Oberarzt an der neurologischen Klinik der Krankenanstalten Köln Merheim und von 1987–1993 leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor an der neurologischen Klinik der medizinischen Universität zu Lübeck.

1989 habilitierte sich Kessler für das Fach Neurologie mit einem Thema zur Schlaganfalldiagnostik. 1992 wurde er zum C 3-Professor für das Fach Neurologie ernannt. Von Januar 1994 bis Dezember 2016 war Kessler Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie und Lehrstuhlinhaber für das Fach Neurologie an der Ernst-Moritz Arndt Universität. Mit seinem Amtsantritt wurde die bisherige Nervenklinik in eine Klinik für Neurologie und eine Klinik für Psychiatrie aufgeteilt. Er ist somit der erste Lehrstuhlinhaber für das Fach Neurologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

Kessler ist mit der Urologin Petra Kessler-Zumpe verheiratet und hat vier Kinder.

Seit dem Januar 2017 arbeitet er freiberuflich in seiner Privat- und Gutachtenpraxis und als Buchautor.

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwerpunkt der Forschung und klinischen Tätigkeit ist die Verbesserung der Schlaganfall- Versorgung. In Greifswald wurde die erste zertifizierte Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation) in den neuen Bundesländern etabliert. Kessler ist Mitglied des Zertifizierungsausschusses der Deutschen Schlaganfallgesellschaft. Er hat 1996 den Forschungsverbund Community Medicine der Fakultät mitbegründet und war bis 2002 dessen Sprecher. Von 2002 bis 2016 war er Sprecher des Departments Neurowissenschaften an der Universitätsmedizin Greifswald. Er war von 2008–2014 Mitglied des akademischen Senats, und von 2010–2014 stellvertretender Senatsvorsitzender. Von 2008–2016 war Kessler gewähltes Mitglied des Fakultätsrats, von 2014–2016 war er Prodekan und Mitglied des Klinikumsvorstandes und der Strukturkommission der Fakultät. Er war Leiter des vom BMBF geförderten Projektes „Genetische und nicht genetische Risikofaktoren kardiovaskuläre Erkrankungen“ und hat federführend zahlreiche Drittmittelprojekte eingeworben (u. a. Impact G: Zerebrale Plastizität, EU Förderung mit einem Volumen von >1,2 Millionen €). Er hat im Auftrag der Welt Gesundheit Organisation den neurologischen Teile der internationale Klassifikation neurologischer Erkrankungen (ICD 10) übersetzt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Glücksgefühle, wie Glück im Gehirn entsteht. C.Bertelsmann-Verlag – Random House, Gütersloh – München, 2017, ISBN 978-3-570-10312-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]