Christoph Martin (Mediziner)

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Christoph Martin (* 16. Januar 1874 auf Chiloé; † 7. Dezember 1958 in Concepción) war ein chilenischer Mediziner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sohn eines nach Chile ausgewanderten Arztes geboren, besuchte Martin die Gymnasien in Straßburg und Puerto Montt. Zur Zeit des chilenischen Bürgerkrieges reiste er 1892 nach Santiago de Chile, wo er am Instituto Internacionial und am Instituto Nacional seine Schulzeit beendete. Von 1894 bis 1900 studierte er Medizin in Santiago de Chile. In dieser Zeit war er auch als Werkstudent tätig. Nachdem sein Vater bereits Mitglied der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller gewesen war, wurde Martin während seines Studiums 1896 Mitgründer der Burschenschaft Araucania. Er unternahm eine halbjährige Studienreise durch Deutschland. Er wurde zum Dr. med. promoviert und arbeitete dann als praktischer Arzt in Concepción. Dort wurde er 1905 Mitglied der Freimaurerloge Glück auf, deren Meister vom Stuhl er 21 Jahre war. Gemeinsam mit Wilhelm Münnich war er 1916 Mitgründer des Deutsch-Chilenischen Bundes.[1]

Er war Chefarzt des Sanatorio Alemán und war als Professor der Medizingeschichte tätig.

Als solcher beschäftigte er sich unter anderem mit den Heilmethoden der Araukaner und Mapuches. Er setzte die Forschungen seines Vaters zur Geographie Chiles fort, weshalb er 1928 korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft für Erdkunde wurde. Er war Herausgeber der von seinem Vater verfassten deutschsprachigen „Landeskunde von Chile“.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 4: M–Q. Winter, Heidelberg 2000, ISBN 3-8253-1118-X, S. 35–36.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 4: M–Q. Winter, Heidelberg 2000, ISBN 3-8253-1118-X, S. 167.