Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller

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Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller

Wappen Zirkel
Wappen der Deutschen Burschenschaft.jpg Zirkel wiki glatt.JPG
Basisdaten
Hochschulort: Jena
Hochschule/n: Friedrich-Schiller-Universität Jena
Gründung: 12. Juni 1815[1]
Korporationsverband: Allgemeine Deutsche Burschenschaft[2]
Kartell / Kreis / AG: Roter Verband
Farbenstatus: farbentragend
Farben:
Art des Bundes: Männerbund
Stellung zur Mensur: schlagend
Wahlspruch: Ehre, Freiheit, Vaterland!
Website: www.burgkeller-jena.de
Der Burgkeller um 1900
Die Grüne Tanne – seit 1993[3] das Korporationshaus der Arminia auf dem Burgkeller

Die Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller ist eine pflichtschlagende Studentenverbindung in Jena. Sie steht in direkter Nachfolge der am 12. Juni 1815 gegründeten Jenaer Urburschenschaft und führt die Farben schwarz-rot-gold von unten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jenaische Burschenschaft trennte sich am 28. Januar 1840 endgültig in die Burschenschaft auf dem Fürstenkeller und die Burschenschaft auf dem Burgkeller. Erstere nahm später den Namen Germania an. Letztere ergänzte 1859 ihren Namen zu Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller. Der Name auf dem Burgkeller bezieht sich auf das im Zweiten Weltkrieg zerstörte alte Gasthaus Burgkeller, das die Burschenschaft zunächst als Konstante für ihre Kneipen und später als Korporationshaus nutzte. Daher wird sie allgemein auch als „Burgkellerburschenschaft“ bezeichnet.

1881[4] war die Arminia Gründungsmitglied des Allgemeinen Deputierten Conventes, der späteren Deutschen Burschenschaft (DB). Im Zuge der nationalsozialistischen „Gleichschaltung“ sämtlicher studentischen Organisationen wurde die Burschenschaft aufgelöst; während der Zeit der DDR war der Sitz der Verbindung in Mainz. Seit der Rückkehr nach Jena dient der Arminia das Gasthaus Grüne Tanne, der Gründungsort der Urburschenschaft, als Verbindungshaus.

Die Arminia verließ die DB im Jahr 2008 und gehörte bis 2016 keinem Korporationsverband an. Nach dem Austritt aus der DB spalteten sich 14 Mitglieder der Arminia am 13. Juni 2008 als Alte Burgkellerburschenschaft zu Jena ab. Diese wurde zum Burschentag 2009 in die DB aufgenommen. Ein Namensstreit um die Bezeichnung „Burgkellerburschenschaft“ wurde zwischen den beiden Verbindungen gerichtlich ausgetragen. Im Ergebnis hat sich die Neugründung in Alte Burschenschaft Burgkeller in der DB umbenannt und verpflichtet, nicht die Kurzform Burgkellerburschenschaft zu gebrauchen.

Seit dem 3. November 2012 gehört die Burschenschaft Arminia a.d.B. wieder dem Roten Verband und seit dem 30. September 2016 der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft an, deren Gründungsmitglied sie ist.

Im April 2015 trat die Mainzer Burschenschaft Arminia, die 1992 anlässlich der Rückkehr der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller nach Jena aus dieser als selbständige Burschenschaft hervorgegangen war, wieder in diese über.

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In alphabetischer Reihenfolge

Ehrenmitglieder

Mitgliederverzeichnis:

  • Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934. S. 1053–1054.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Zeiß: Geschichte der alten Jenaischen Burschenschaft und der Burgkeller-Burschenschaft, seit 1859 Arminia a. d. B., Jena 1903
  • Rudolf Hanow: Geschichte der Burgkellerburschenschaft Arminia auf dem Burgkeller während der Jahre 1859–1932, Hildesheim 1933
  • Hans Volquartz: Die Insignien der Jenaischen Burschenschaft und ihre Geschichte 1815–1965, Bochum-Langendreer 1965
  • Peter Kaupp und Reinhard Stegmann: 150 Jahre Burschenschaft auf dem Burgkeller, Festschrift zur 150. Wiederkehr der Gründung der Burschenschaft in Jena, Bochum-Langendreer 1965
  • Peter Kaupp:Von Aldenhoven bis Zittler, Mitglieder der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller-Jena, die in den letzten 100 Jahren im öffentlichen Leben hervorgetreten sind, Dieburg 2000
  • Alfred Thullen: Der Burgkeller zu Jena und die Burschenschaft auf dem Burgkeller von 1933–1945, Heidenheim a.d.B. 2002. ISBN 3-933892-49-X
  • Hans-Georg Balder: Die Deutsche(n) Burschenschaft(en) – Ihre Darstellung in Einzelchroniken. Hilden 2005, S. 230–231

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meyers Konversationslexikon. 5. Auflage, Leipzig 1896, Beilage zum Artikel Studentenverbindungen.
  2. http://allgemeine-burschenschaft.de/mitglieder/
  3. Peter Krause: O alte Burschenherrlichkeit. Die Studenten und ihr Brauchtum. 5. Auflage. Graz, Wien, Köln 1997, S. 162.
  4. E. H. Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 71.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien