Christoph Schmitz-Scholemann

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Christoph Schmitz-Scholemann (* 13. September 1949 in Solingen-Ohligs als Christoph Schmitz) ist ein deutscher Jurist, Autor und Übersetzer sowie ehemaliger Richter am Bundesarbeitsgericht.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christoph Schmitz-Scholemann arbeitete von 1968 bis 1969 als Reporter beim Verlag Bärmeier & Nikel und studierte danach in Köln Niederländisch, Philosophie und Rechtswissenschaft. 1980 wurde er zum Richter am Arbeitsgericht Düsseldorf berufen, 2000 folgte die Ernennung zum Vorsitzenden Richter am Landesarbeitsgericht Düsseldorf. Seit August 2001 war er Richter am Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Von Oktober 2009 bis Februar 2013 nahm er die Pressesprechertätigkeit des Bundesarbeitsgerichts wahr.[1][2] Von 2002 bis 2011 gehörte er dem 2. Senat an. Seit 2012 war er stellvertretender Vorsitzender des 10. Senats. Im Mai 2010 wurde er zum Präsidenten des Disziplinargerichtes für das Bistum Mainz ernannt.[3]

Schmitz-Scholemann trat mit Ablauf des 30. Juni 2014 als Richter am Bundesarbeitsgericht in den Ruhestand.[4]

Christoph Schmitz-Scholemann ist Verfasser zahlreicher juristischer und juristisch-literarischer Abhandlungen in Kommentaren und Zeitschriften, Autor von Hörfunkessays u.a. für den Deutschlandfunk, Lyriker und Übersetzer.[5][6] 1999 erschien sein Lyrikband „Der Zustand L.“, 2005 eine Übersetzung ausgewählter Briefe des Horaz unter dem Titel „Cum ridere voles“ - Wenn Du Lust hast zu lachen, komm zu Besuch.

Von 2008 bis 2012 war Christoph Schmitz-Scholemann Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. (LGT). Seit 2012 ist er einer von zwei Vorsitzenden des Thüringer Literaturrats e.V.[7] Er ist außerdem Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und seit 2012 Mitglied der Deutschen Schillerstiftung von 1859.

Christoph Schmitz-Scholemann lebt in Weimar. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Egon Menz und Sybil Wagener: Hilft das Fernsehen der Literatur?: Antworten auf die Preisfrage der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vom Jahr 1996. Wallstein-Verlag, Göttingen, 1997, ISBN 3-89244-253-3
  • Der Zustand L. : Gedichte und Übersetzungen. PeePunkt, Havixbeck, 1999
  • mit Walter Sachs: Gedichte. burgart-presse Jens Henkel, Rudolstadt, 2017, ISBN 978-3-945897-04-1

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Cum ridere voles" - wenn du Lust hast zu lachen, komm zu Besuch: die Briefe des Horaz. Wartburg-Verlag, Weimar, 2005, ISBN 3-86160-318-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung Nr. 102/09 des BAG „Neue Pressesprecher beim Bundesarbeitsgericht“
  2. Pressemitteilung Nr. 9/13 des Bundesarbeitsgerichts Abgerufen am 10. März 2013
  3. Giebelmann vereidigte Richter des Disziplinargerichtes, Bistum Mainz, 19. Mai 2010
  4. Pressemitteilung Nr. 29/14 des Bundesarbeitsgerichts vom 30. Juni 2014 Abgerufen am 3. August 2014
  5. Audiobibliothek des Thüringer Literaturrats, thueringer-literaturrat.de
  6. Berühmte Plagiate und Lust auf gereimte Paragraphen, Thüringische Landeszeitung vom 20.12.2013
  7. a b Der Vorstand des Thüringer Literaturrats, thueringer-literaturrat.de