Ohligs

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Stadtteil Ohligs
Stadt Solingen
Wappen von Stadtteil Ohligs
Koordinaten: 51° 9′ 41″ N, 7° 0′ 42″ O
Höhe: 100 m ü. NHN
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahlen: 42697, 42699
Vorwahl: 0212
Karte
Lage von Stadtteil Ohligs in Solingen

Ohligs ist heute der bevölkerungsreichste Stadtteil der nordrhein-westfälischen Großstadt Solingen.

Bis in die 1860er Jahre war die damals kleine Hofschaft Ohligs rein landwirtschaftlich geprägt und von der Bedeutung her eine von vielen Hofschaften zwischen Düsseldorf und Köln. Als die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft eine Bahnstrecke zwischen Haan-Gruiten und Köln-Deutz realisieren wollte, kam eine optimale Trassenführung nur über Ohligser Siedlungsgebiet infrage. Für die neue Bahnstrecke wurde als Bahnhofsstandort eine ungenutzte Brachfläche der Hofschaft Ohligs gewählt. Am 25. September 1867 wurde der damals neue Bahnhof unter dem Namen Bahnhof Ohligs-Wald offiziell in Betrieb genommen. Der Bahnhofsneubau an der gut frequentierten Strecke und der damit einhergehende Einsatz von auswärtigen Arbeitskräften, verursachte einen enormen Wirtschaftsboom in Ohligs.[1][2]

Konjunkturell entwickelte sich die Hofschaft Ohligs ab den 1870er Jahren so stark, dass die damaligen Kommunalpolitiker beschlossen, die benachbarte Stadt Merscheid in Ohligs umzubenennen. Die Umbenennung erfolgte am 11. August 1891. Ohligs entwickelte sich zu einer finanzstarken Mittelstadt im Landkreis Solingen. Nur durch politischen Beschluss und gegen den Willen der Ohligser Bürgerschaft wurde die ehemals eigenständige Stadt Ohligs mit den Städten Gräfrath, Höhscheid, Wald und Solingen zur völlig neuen Großstadt Solingen zusammengeschlossen. Der Zusammenschluss erfolgte am 1. August 1929.[3]

Solingen Hauptbahnhof im Stadtteil Ohligs (hier der Haupteingang auf der Vorderseite)
Ohligs-Mitte (hier die Düsseldorfer Straße)
Ohligser Naherholungsgebiet (hier der Stiehlsteich)
Ohligser Hofschaft Maubes
Ohligser Hofschaft Scharrenberg

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ohligs ist Teil der Mittelbergischen Hochflächen. Die Gesteine bestehen hauptsächlich aus Devonischen Schiefer, Grauwacken und Sandsteine. Nach Westen fällt der Stadtteil mit deutlicher Neigung zur Bergischen Heideterrasse ab. Ohligs liegt auf ca. 100 Meter über Normalhöhennull.[4] Der Stadtteil ist relativ flach und im Naherholungsgebiet Ohligser Heide befindet sich Solingens tiefster Punkt, er liegt 53 Meter über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt von Ohligs befindet sich an der oberen Hackhauser Straße am Standort der heutigen Pfarrkirche St. Joseph. Der Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid hat eine Größe von 21,86 km².[5]

Stadtteilbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Solinger Stadtteil Ohligs liegt an der Rheinschiene zwischen Düsseldorf und Köln. Die Ohligser Bevölkerung unterscheidet Ihren Stadtteil in: Mitte, Unterland und Oberland.

Ohligs-Mitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptbahnhof und die direkt angrenzende Düsseldorfer Straße bilden heute gemeinsam das urbane Zentrum von Ohligs-Mitte. Die Achse zwischen Hauptbahnhof und Ohligser Marktplatz prägt heute das Gemeindeleben im Stadtteil. Als reine Fußgängerzone hat die ca. 1 km lange Düsseldorfer Straße heute eine fast geschlossene Wohnbebauung mit zahlreichen Einzelhandelsgeschäften. Typisch sind vor allem die dreistöckigen Wohnhäuser aus der Zeit zwischen der Reichsgründung 1871 und dem Ersten Weltkrieg 1914. Auch viele denkmalgeschützte Fabrikantenvillen aus dieser Zeit befinden sich in Ohligs-Mitte, insbesondere entlang der Wilhelmstraße.[6] An vielen Stellen konnte Ohligs-Mitte sein kleinstädtisches Flair mangels Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und trotz diverser Abbrüche in der Nachkriegszeit bewahren. Ein Großteil von Ohligs-Mitte gilt heute mit seiner Architektur als idealtypisch für eine deutsche Kleinstadt im Stil der Gründerzeit (1871–1914).[7]

Ohligs-Unterland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unterland verläuft westlich des Hauptbahnhofes bis hin zur Stadt Hilden und wird von der Autobahn A 3 begrenzt. Diverse Wohngebiete kennzeichnen das Unterland, dessen Ursprünge in der Gründerzeit um 1870 liegen. Im Unterland befindet sich die katholische St.-Lukas-Klinik, das öffentliche Freibad Heide, Solingens größter Spielplatz der Engelsberger Hof, der Solinger Vogel- und Tierpark am Hermann-Löns-Weg und das Naturschutzgebiet Ohligser Heide.[8][9]

Ohligs-Oberland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Oberland ist der östliche Teil von Ohligs und verläuft vom Hauptbahnhof bis zur Bebelallee. Die Bebelalle bildet heute im Osten von Ohligs die Stadtteilgrenze zu den Solinger Stadtteilen Wald und Merscheid. Die Gegend östlich des Hauptbahnhofs um die Hansastraße soll mit Bürogebäuden modernisiert werden. Die rund 10.000 m2 große Fläche soll den Namen Hansa-Quartier bekommen. Das in Planung befindliche Hansa-Quartier wird zukünftig die Rückseite des Solinger Hauptbahnhofes prägen.[10][11][12]

„Wir haben schon vor langer Zeit gesagt, dass dies unser bester Standort für Büros in Solingen sein wird, hier können vielleicht bis zu 600 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.“

Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG[13]

Solinger Hauptbahnhof im Stadtteil Ohligs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solingen Hauptbahnhof (hier Bahngleis 3)

In Ohligs befindet sich der größte und wichtigste Bahnhof Solingens: der Solinger Hauptbahnhof. Von Ohligs aus ist der Kölner Hauptbahnhof in ca. 40 Minuten, der Düsseldorfer Hauptbahnhof in ca. 30 Minuten und der Wuppertaler Hauptbahnhof in ca. 20 Minuten zu erreichen. Der Solinger Hauptbahnhof ist an Intercity-Express- und Intercity-Verbindungen angeschlossen, sowie mit den wichtigsten Regional-Express-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien verbunden. Zu erreichen ist der Solinger Hauptbahnhof auf der Vorderseite über dem Bahnhofsvorplatz der direkt an der oberen Düsseldorfer Straße angrenzt. Der Hauptbahnhof der täglich von über 10.000 Fahrgästen genutzt wird, ist damit der meist frequentierte Verkehrsknotenpunkt in Solingen.

Holiday Inn Express am Solinger Hauptbahnhof (ab 2021)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Rückseite des Solinger Hauptbahnhofes wird bis Sommer 2021 ein 6.000 m2 großes Hotel für den Stadtteil Ohligs gebaut. Holiday Inn Express als Hotelbetreiber wird das Hotel im mittleren Preissegment als Drei-Sterne-Hotel führen. Das neue Hotel, welches über 150 Zimmer haben wird, soll für rund 20.000.000 € entstehen. Hinzu kommen Kosten für die Umgestaltung bzw. Neugestaltung eines Hotel-Vorplatzes durch die Stadt Solingen. Im Erdgeschoss ist eine 400 m2 große Gastronomie mit Außenplätzen vorgesehen, die man auch als Nicht-Hotelgast nutzen kann. Der Neubau verläuft in V-Form von der unteren Steinstraße / Ecke Sauerbreystraße und umfasst somit die Rückseite des Solinger Hauptbahnhofes. Das Hotel soll über fünf Stockwerke und 54 Pkw-Stellplätze verfügen. Gebaut wird das Drei-Sterne-Hotel von der Projektentwicklungsgesellschaft Hotel Solingen GmbH. Die Besonderheit: Durch den Hotelneubau gibt es in Zukunft einen direkten Zugang zur Rückseite des Solinger Hauptbahnhofs von der Steinstraße aus. Das Hotel richtet sich vor allem an Messegäste die aus Köln und Düsseldorf kommen.[14][15]

„Ohligs hat alles. Wir bieten eine gute Infrastruktur mit einer hervorragenden Verkehrsanbindung, eine sehr schöne Fußgängerzone mit inhabergeführten Geschäften, einen hohen Erholungswert mit dem Lochbachtal, dem Heidebad oder dem Engelsberger Hof. Zudem haben wir ein Bürgerbüro, in dem man viele wichtige Angelegenheiten vor Ort erledigen kann.“

Marc Westkämper, Bezirksbürgermeister von Ohligs[16]

Naturräume[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ohligser Heide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heidelandschaft (hier die Ohligser Heide)
Hackhauser Wald (hier das Schloss Hackhausen)

Die 1,47 km² große Ohligser Heide war, bis Mitte des 20. Jahrhunderts, eine unbewaldete Heidelandschaft. Im Zuge von Wiederaufforstung zwischen 1877 und 1914 ist sie heute zu großen Teilen bewaldet.

Seit dem Jahr 2002 ist man darum bemüht, den ursprünglichem Charakter der Heide, wiederherzustellen. Der jetzige Mischwald soll teilweise in eine Feuchtheide und in einen Birkenmoorwald umgewandelt werden. Biologen, Landschaftsbauer und Forstwirte entnehmen ortsfremde Pflanzenarten und legen neue Gewässer an. Die Pflege der Heidelandschaft ist eine dauerhafte und aufwändige Aufgabe. Vor diesem Hintergrund werden auch Moorschnucken eingesetzt. Die Moorschnucken fressen Gräser und halten so die Wiesen kurz. Ohne sie würde die Ohligser Heide innerhalb weniger Jahre wieder zu einem Wald heranwachsen. Tagsüber wird die Herde von einem Schäfer mit ausgebildeten Hütehunden über die Flächen geführt. Die Wiederherstellung der Ohligser Heide wird zu 100 % von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Sie ist Teil des Projekts „Atlantische Sandlandschaften“. Die Heide ist durch zahlreiche Radwanderwege erschlossen und gilt wegen der dort vorkommenden Arten und Biotope als ein Naturschutzgebiet von besonderer Bedeutung.[17][18][19][20]

Hackhauser Wald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung Hackhausen, die dem Waldgebiet Hackhauser Wald den Namen gab, wird heute durch die Bonner Straße (Landesstraße 228) geteilt. Die Bonner Straße verbindet Ohligs mit dem Langenfelder Stadtteil Wiescheid. In der stark bewaldeten Ortslage liegt das Wasserschloss Hackhausen, dessen Wurzeln als Adelssitz bis in das Mittelalter zurückreichen. Heute wird das 1887 teilweise abgebrannte und im Jahr 1907 in Anlehnung an alte Baupläne wieder hergestellte Wasserschloss privat genutzt. Das Privatgelände ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.[21]

Ittertal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ohligser Ittertal (hier das Schloss Caspersbroich)

Das Ittertal ist ein ca. 2 km breiter und 10 km langer Talraum entlang des namensgebenden Baches Itter. Im Regionalplan wird dieser Raum auch als Grünzug Solinger Bachtäler bezeichnet. Die Itter hat in Solingen-Gräfrath mehrere Quellbäche und mündet ca. 20 km weiter süd-westlich bei Düsseldorf-Benrath in den Rhein. In den Jahren der Industrialisierung ist das Tal häufig von den Rändern her zugebaut worden, so dass jetzt nur noch ein relativ enger aber grüner Streifen auf der Talsohle geblieben ist. Dieser Streifen stellt eine wertvolle Verbindung zwischen verschiedenen Biotopen dar, so dass ein Austausch von Flora und Fauna zwischen dem Tal der Wupper und dem Rhein möglich ist. Östlich des Bahndamms, im Ittertal liegt das aus dem Mittelalter stammende Schloss Caspersbroich. Hauptdurchgangsstraße auf dem Höhenrücken ist die Weyerstraße, die Ohligs mit dem Stadtteil Wald verbindet. Der Stiehlsteich, ein ehemals von der Firma Accuride (früher Kronprinz) angelegter Stauteich, befindet sich nördlich der Weyerstraße und ist heute als Naherholungsgebiet sehr beliebt. Südlich der Weyerstraße befindet sich um die Deusberger Straße eine zum Teil stark in das Lochbachtal abfallende Wohnsiedlung, die ab 1895 entstanden war und in der Nachkriegszeit erweitert wurde.[22][23]

Wohnquartiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ohligser Hofschaft Engelsberg

Innerhalb von Ohligs gibt es viele Wohnquartiere. Einige davon sind typische Bergische Hofschaften, deren Grenzen aber nicht genau festgelegt sind. Die folgende Auflistung beinhaltet die größten Ohligser Wohnquartiere:

  • Bahnhofsviertel, Brabant, Broßhaus, Buschfeld, Caspersbroich, Deusberg, Engelsberg, Engelsberger Hof, Hackhausen, Hansa-Quartier, Keusenhof, Kovelenberg, Mankhaus, Maubes, Monhofer Feld, Olbo-Park, O-Quartier[24], Poschheide, Scharrenberg, Schnittert, Suppenheide, Siedlung am Hermann-Löns-Weg[25], Wilzhaus, Verlach

Nachbarstadtteile und -städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden grenzt die Stadt Haan; im Südwesten ist es die Stadt Langenfeld und im Süden ist es der Solinger Stadtteil Aufderhöhe der direkt an Ohligs angrenzt. Im Osten sind es die Solinger Stadtteile Wald, Merscheid und Höhscheid die angrenzen. Die Entfernung zum Solinger Stadtzentrum beträgt ca. 9 Kilometer. Unmittelbar angrenzende Zwillingsstadt von Ohligs ist im Nordwesten die Stadt Hilden (ca. 57.000 Einwohner), die fließend mit Ohligs verbunden ist. Die Stadt Hilden ist mit Ohligs inzwischen zu einem gemeinsamen Stadtraum zusammengewachsen. Durch die unterschiedliche Benennung der Landesstraße 85, die auf Hildener Stadtseite Walder Straße und in Ohligs Hildener Straße heißt, ist eine Stadtgrenze zwar offiziell vorhanden, aber heute praktisch nicht mehr erkennbar.

Hilden Haan Wald
Hilden Nachbargemeinden Merscheid
Langenfeld Aufderhöhe Höhscheid

Ohligs liegt ca. 20 Kilometer südlich von Düsseldorf und ca. 33 Kilometer nördlich von Köln.

Geschichte und Entwicklung von Ohligs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge bis Französische Besatzung (um 1715–1808)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte von Erich Philipp Ploennies: Einzelhöfe (um 1715) im damaligen Großraum Solingen

Das heute zu Ohligs gehörende Gebiet war aufgrund seiner dichten Wälder und des unwegsamen Geländes, vermutlich bis in das 17. Jahrhundert überwiegend unbesiedelt. Wie in der gesamten Region des Bergischen Landes war zunächst die sogenannte Einzelhofbesiedlung mit sehr wenigen Bewohnern üblich. Die Ohligser Urbevölkerung, mehrheitlich einfache Landwirte und Handwerker, haben sich zu 100 % selbstversorgt.[26]

Der ursprüngliche Kernort Ohligs ist wahrscheinlich im frühen 17. Jahrhundert, um den ehemaligen Olligs-Hof, als einfache Rodungssiedlung entstanden. Der Olligs-Hof, der heute nicht mehr existiert, stand an der unteren Düsseldorfer Straße (heute Café Italia 90) und hatte an der Abzweigung zum Heiligenstock diverse Stallungen und Scheunen in Form von wenigen landwirtschaftlichen Nebengebäuden. Einige Historiker gehen davon aus, dass der Name Ohligs auf diese alte Hofbezeichnung Olligs-Hof zurückgeht. Ein kurzes Straßenstück zwischen Eller und Bonner Straße trägt heute den Namen Im Ohligs und erinnert an diese alte Hofbezeichnung.[4]:1f.

Neben der Hofschaft Ohligs existierten zahlreiche weitere, wie etwa Schnittert, Barl, Hüttenhaus oder Maubes, deren Jahrhunderte alte Fachwerkhäuser heute noch existieren und unter Denkmalschutz stehen. Noch um 1715 hatte sich im Raum Ohligs kein Siedlungskern herausgebildet. Die Karte von Erich Philipp Ploennies weist lediglich diverse Einzelhöfe sowie vereinzelte Schleifkotten aus, die hauptsächlich an den Ufern von Vieh-, Loch- und Itterbach lagen. Die Geschichte der Hackhauser Mühle lässt sich bis in das Jahr 1639 zurückverfolgen. Erst 1715 genannt werden die Broßhauser Mühle und die Scharrenberger Mühle am Viehbach.[4]:11 Von den insgesamt 41 Hofschaften, die dem Deutzer Fronhof im Jahre 1788 den Feld- und Sackzehnt ablieferten, lagen 19 auf dem Gebiet der späteren Bürgermeisterei Merscheid/Ohligs.[4]:2f. Dies waren (heutige Schreibweise): Poschheide, Engelsberg, Untenmankhaus, Scharrenberg, Wahnenkamp, Suppenheide, Kullen, Rennpatt, Hüttenhaus, Bockstiege, Piepers, Ohligs, Scheidt, Potzhof, Brabant, Diepenbruch, Broßhaus, Kottendorf und Kuckesberg. Den Fruchtzehnt hatten die Höfe Garzenhaus, Heipertz und Monhof abzuliefern. Alle Hofschaften waren bis zur französischen Besatzung im Jahr 1808 dem Herzogtum Berg unterstellt.

Neben diesen Hofschaften waren seit dem Mittelalter auch das Schloss Hackhausen sowie das Schloss Caspersbroich für die Ohligser Bevölkerung von Bedeutung.[4]:3f.[4]:4[27]

Französische Besatzung (1808–1815)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Franzosenzeit (1808–1815), Gemälde von Ernst Henseler

Das Herzogtum Berg gehörte zuletzt aufgrund von Erbfällen zum Besitz des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph. Am 15. März 1806 trat er das Herzogtum Berg an den französischen Kaiser Napoleon I. im Tausch gegen das Fürstentum Ansbach ab. Unter Kaiser Napoleon wurde das Herzogtum Berg zum Großherzogtum und völlig säkularisiert. Napoleon ernannte Joachim Murat zum neuen Großherzog, der durch ein Dekret vom 13. Oktober 1807 die kommunalen Zuständigkeiten in seinem Großherzogtum neu regelte. Der deutsche Adel verlor seine Besitztümer auf Ohligser Gebiet und im Zuge einer kommunalen Neugliederung der Gebietskörperschaft wurde 1808 unter französischer Besatzungsmacht eine Mairie gegründet, die den Namen der damals größten Hofschaft bekam: Merscheid. Das Ohligser Siedlungsgebiet stand ab 1808 unter Merscheider Verwaltung, das in Größe und Siedlungsverdichtung zu diesem Zeitpunkt noch bedeutsamer war als die benachbarte kleine Hofschaft Ohligs, die nur sehr wenige Häuser hatte. Die Mairie Merscheid entstand aus den alten fünf Honschaften des Kirchspiels Wald, namentlich Schnittert, Barl, Bavert, Limminghofen und Hackhausen. Diese fünf Honschaften gelten bis heute als Ohligser Ursprungsland.[28]

Die Franzosenzeit endete mit Napoleons militärischer Niederlage in der Schlacht bei Waterloo 1815. Insgesamt war die französische Besatzungszeit, die im damaligen Großraum Solingen nur sieben Jahre dauerte (1808–1815), von wenigen Erfolgen geprägt. Vor allem gab es in der bergischen Bevölkerung, anders als in den linksrheinischen Gebieten (Aachen, Köln, Bonn) wo die Franzosenzeit ca. zwanzig Jahre dauerte, keine wirklichen Unterstützer der frankophonen Reformpolitik. Der deutsche Landadel blieb wegen der mangelhaften Agrarpolitik kritisch, der Klerus verlor durch die Säkularisierung und Einführung der Gewaltenteilung massiv an Autorität und die Kaufmannsgilde, die eigentlich am meisten von den liberalen Wirtschaftsreformen profitieren musste, wurde durch die Napoleonischen Kriege und die damit wegbrechenden Absatzmärkte im Ausland eher geschwächt als gestärkt. Die Masse der Solinger Bevölkerung (über 90 %), speziell die einfachen Bauern und Handwerker litten am meisten unter den französischen Repressalien, insbesondere haben die Familien des Prekariats die Folgen der Zwangsrekrutierungen durch die Grande Armée zu spüren bekommen.[29]

Unter Merscheider Verwaltung (1815–1891)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1815 wurde aus der Mairie eine preußische Bürgermeisterei. Die damals neue Bürgermeisterei Merscheid wurde Teil des Kreises Solingen innerhalb des Regierungsbezirks Düsseldorf. Das Urkataster von 1830 zeigt für Ohligs und noch ausgeprägter für Merscheid deutliche Siedlungskernbildungen an. Um 1830, hat sich in Merscheid schon eine richtige Dorfstruktur gebildet wo zu diesem Zeitpunkt ca. 3.500 Menschen lebten. Die Hofschaft Ohligs war zu Beginn der 1830er Jahre mit weniger als 500 Einwohnern eher dünn besiedelt und rein landwirtschaftlich geprägt. Die Weyerstraße, die Ohligs mit der Stadt Wald verbindet, wurde ab 1840 zum bevorzugten Wohngebiet und schnell zum Zentrum des Gemeindelebens. Dort hatten zunächst auch die Bürgermeister Merscheids ihren Amtssitz. Von 1817 bis 1848 wurden die Bürgermeistereien Wald und Merscheid zudem in Personalunion verwaltet. Auf diese Weise konnten die Kosten für das Gehalt des Bürgermeisters geteilt werden.

Erstes Merscheider Gemeindehaus an der Weyerstraße 75 (erbaut 1868)

Die Bürgermeisterei Merscheid bekam im Zuge der preußischen Städteordnung am 24. September 1856 die Stadtrechte verliehen.[4]:2f.

Von 1864 bis 1867 wurde eine Bahnstrecke durch das Lochbachtal in Ohligs gebaut. Für den Bau des dafür notwendigen Bahndamms mussten viele umliegende Hofschaften weichen. Als Beispiel dienen die ehemaligen Hofschaften Kullen und Kulltappen östlich des Bahndamms.[30] Auf einer unbebauten Brachfläche der Hofschaft Ohligs entstand mit dem damals neuen Bahnhof Ohligs-Wald, der am 25. September 1867 eröffnet wurde, der erste Bahnhof auf heutigem Solinger Stadtgebiet. Noch im Jahre 1867 baute man eine Stichstrecke von Ohligs nach Solingen-Mitte zum Bahnhof am Weyersberg. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz bewirkte ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum in der Hofschaft Ohligs. Die Lage westlich des Bahnhofs wurde ab den 1870er Jahren schnell zum bevorzugten Siedlungsgebiet, das sich mit Einzelhandel und Wohnbebauung immer weiter verdichtete.

Zur Anlage eines Wochenmarktes kaufte die Merscheider Stadtverwaltung im Jahre 1866 an der Aachener Straße ein Grundstück, welches heute als Ohligser Marktplatz genutzt wird.[31] Im Jahre 1868 erfolgte der Bau eines Rathauses oberhalb der Hofschaft Engelsberg. Es wurde bis 1876 vom damaligen Bürgermeister Kelders benutzt. Um 1875 wurde ein Ortsstatut erlassen, das die Aufstellung von Fluchtlinienplänen vorsah.[4]:3

Die Bahnstrecke trennte Ohligs in zwei Teile, das Oberland im Osten und das Unterland im Westen. Damit eine Querung der Strecke dennoch möglich war, errichtete die Bahn in Höhe des Bahnhofs 1878 eine Seilbrücke von 48 Meter Länge und 1,50 Meter Breite. Diese Seilbrücke war aber für die Masse an Fußgängern viel zu eng und die Aufgänge zu steil. Im Jahre 1884 wurde eine neue Brücke aus Stein errichtet, die nun 2,05 Meter breit war und im Volksmund den Namen Jammerbrücke trug, da auch sie bei der Verkehrsbelastung nicht ausreichend war. Trotz Protesten in der Bevölkerung blieb die Brücke stehen. Sie wurde später als Brücke aus Beton neu gebaut und trägt seitdem den Namen Berliner Brücke[32][33]:57f. Nach dem Bau der Korkenzieherbahn erhielt die Stadt Wald im Jahre 1890 einen eigenen Bahnhof, den damals neuen Bahnhof Wald. Der Namenszusatz Wald entfiel in Ohligs und der Bahnhof hatte von 1880 bis 1929 die offizielle Bezeichnung Bahnhof Ohligs. 1890 wurde Ohligs an das Telefonnetz angeschlossen.

Die katholische Kirchengemeinde in Ohligs hat ihren Ursprung um 1850 und zählte weniger als 100 Gemeindemitglieder. Damals gehörten die Katholiken in Ohligs noch zur Pfarrgemeinde St. Katharina in Wald. Von 1862 bis 1891 existierte auf der Hackhauser Straße auch eine katholische Kirche die man aus Platzmangel abgerissen hat. Anfang der 1890er Jahre hatte die katholische Gemeinde in Ohligs schon über 700 Mitglieder. Aus diesem Grund baute man von 1891 bis 1893, auf Ohligs höchster geographischer Erhebung, an der oberen Hackhauser Straße die heutige Pfarrkirche St. Joseph. Am 19. März 1893 hat der damalige Gemeindepfarrer Joseph Joisten die Kirche offiziell gesegnet und eingeweiht. Das katholische Gotteshaus wurde im Stil der Backsteingotik mit fünf Portalen gebaut. Die Kirche, die die Hausnummer „4“ übrigens mit dem Kölner Dom teilt, ist heute mit seinem ca. 27 Meter hohen Glockenturm das „Wahrzeichen von Ohligs“.[34][35][36]

Die katholischen Kirchengemeinden St. Joseph (Ohligs), St. Katharina (Wald), St. Mariä Empfängnis (Merscheid) und Liebfrauen (Aufderhöhe) haben sich am 1. Januar 2019 zur neuen katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian vereinigt. Mit über 16.000 Gemeindemitglieder ist St. Sebastian die größte katholische Kirchengemeinde in Solingen. Die Verwaltung und der Sitz des leitenden Pfarrers Meinrad Funke (Verantwortlicher für alle Katholiken in Solingen-West) ist auf der Hackhauser Straße 10 in Ohligs.[37]

Um 1860 gründete sich die erste evangelische Kirchengemeinde in Ohligs. Unter der Leitung des Hildener Kirchenbaumeister’s Gogarten wurde in den Jahren zwischen 1865 und 1866 die erste evangelische Kirche in Ohligs gebaut, die heutige evangelische Stadtkirche an der Wittenbergstraße. Am 15. August 1866 haben die Ohligser Lutheraner an der Wittenbergstraße ihre Kirche eingeweiht. Die evangelische Stadtkirche ist mit über 150 Jahren die älteste Kirche in Ohligs.[38][39] 1887 wurde ein evangelischer Friedhof westlich der Bonner Straße angelegt, der 1896 und 1907 erweitert wurde.[40]

Stadt Ohligs (1891–1929)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ohligs, mit seinen Nachbargemeinden (in den Grenzen bis 1929)
Anleihe über 50.000 Mark der Stadt Ohligs, unterschrieben von Bürgermeister Paul Sauerbrey (1923)

Das eminente Bevölkerungswachstum und die damit entstandene Finanzkraft von Ohligs, wurde gegenüber Merscheid so stark, dass man am 11. August 1891 beschloss, die direkt angrenzende Stadt Merscheid in Ohligs umzubenennen. Im gleichen Jahr wurde an der heutigen Merscheider Straße 3, ein neues Rathaus, dass sich eindeutig zum Ohligser Bahnhof hin orientierte eingeweiht und von dem damaligen Bürgermeister Paul Martin Trommershausen (1889–1903) bezogen. Merscheid hatte zu dieser Zeit seine Bedeutung gegenüber Ohligs längst eingebüßt. Die damals neue Kleinstadt Ohligs war, in der Zeit während des Wilhelminismus (1890–1914), das am stärksten wachsende Wirtschaftszentrum im Landkreis Solingen.[33]:47 Im Zuge erneuter Grenzkorrekturen zwischen Wald und Ohligs trat Ohligs 1893/1894 die Hofschaften Tiefendick und Scheuer an Wald ab. Ob im Gegenzug Ohligs die Hofschaft Krausen von Wald erhielt, lässt sich heute nicht mehr nachweisen. Am 3. Januar 1894 wurde die Bahnstrecke Düsseldorf–Hilden–Ohligs in Betrieb genommen, wodurch der Bahnhof in Ohligs zum Kreuzungsbahnhof wurde.[41]

Seit der Umbenennung von 1891 wurde Ohligs als Wohn- und Arbeitsort immer beliebter. Die private Bautätigkeit, vor allem im Ohligser-Unterland, riss nicht ab, sie wurde jährlich größer. Dies verdeutlicht auch die Einwohnerzahl von Ohligs, die zwischen 1871 und 1910 um 22 % stieg. Der Kernbereich von Ohligs verzeichnete damals eine sehr starke Verdichtung mit Einzelhandelsgeschäften und Wohnbebauung. Die Ohligser Innenstadt hatte schon um 1910 eine nahezu geschlossene Bebauung mit dreigeschossigen Gebäuden. In der Hochphase der Ohligser Stadtentwicklung (bis 1929), wurden folgende öffentliche Einrichtungen gebaut: 1895 entstand neben dem Ohligser Rathaus ein Amtsgericht, ein Schlachthof wurde auf der Hildener Straße eröffnet und im Jahr 1897 wurde an der Virchowstraße das erste Krankenhaus auf Ohligser Stadtgebiet eröffnet. Als große Versammlungshalle diente ab 1904 die Ohligser Festhalle an der Talstraße die es heute noch gibt.[4]:3ff.

Mit den Jahren bildete sich auch ein Stadtergänzungsgebiet, welches im Westen von der Ohligser Heide und im Osten von der Bahnlinie begrenzt wurde. Die Hofschaften in den Randbezirken (Barl, Maubes, Schnittert, Keusenhof, Wilzhaus und Kovelenberg) blieben teilweise unwegsam und waren wenig besiedelt. Insgesamt ließen Wohnen und Handel keine klare Trennung erkennen, überwiegend bildeten sich Mischgebiete.[4]:3ff. Im Jahre 1910 gab es zehn praktizierende Hausärzte in Ohligs, einen Augen- und einen Tierarzt. 1912 waren insgesamt drei Apotheken in der Stadt konzessioniert.[4]:6f. Im Jahre 1920 wurde in Ohligs eine Volkshochschule gegründet und 1923 der neue Waldfriedhof am heutigen Hermann-Löns-Weg eröffnet.

Städtevereinigung bis NS-Machtergreifung (1929–1933)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1928 wurde der Grundstein für ein öffentliches Hallenbad an der damaligen Rathausstraße (heute Sauerbreystraße) gelegt. Zu dieser Zeit war die Planung für eine neue Bergische Großstadt längst fortgeschritten. Schärfster Gegner einer Bergischen Großstadt war die Bürgerschaft von Ohligs gewesen. Aufgrund der enormen Wirtschaftskraft, kämpften Ohligser Bürger und Politiker gemeinsam, für den Erhalt der Eigenständigkeit. Zu diesem Zeitpunkt, Ende der 1920er Jahre, fühlte sich die Ohligser Stadtgesellschaft mehrheitlich der Rheinschiene verbunden; nur sehr wenige Ohligser sahen sich als Bergische Bürger. Historisch und kulturell war Ohligs immer ein rheinischer Vorposten am Rande des Bergischen Landes. Die sehr starke Orientierung der Ohligser Bürgerschaft zur Rheinschiene und eine mögliche Städtevereinigung von Ohligs mit den Städten Hilden, Haan und der Gemeinde Richrath-Reusrath (heute Langenfeld) zu einer neuen rheinischen Großstadt, war für viele Ohligser die attraktivere Lösung. Der Kampf unter der Führung des sozialdemokratischen Bürgermeisters Paul Sauerbrey, der zeitlebens gegen den Zusammenschluss war, war letztendlich vergeblich. Der Preußische Landtag beschloss am 10. Juli 1929 in Berlin mit 210 Ja- gegen 167 Nein-Stimmen bei 73 Enthaltungen die Städtevereinigung. Mit dem Gesetz über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets vom 29. Juli 1929 wurden die Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster und Arnsberg sowie der Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk neu eingeteilt. Daraus folgte die Eingemeindung der Stadtgemeinden Gräfrath, Höhscheid, Ohligs und Wald mit Solingen, dadurch wurde Solingen die neue bergische Großstadt. Viele (alte) Ohligser sprachen auch Jahrzehnte später noch von einer Zwangsvereinigung und sahen sich nie als Solinger.[42]

„Möge sich alle Arbeit zum Wohle der Ohligser Bevölkerung auswirken, und möge diese bemüht bleiben, auch in der zukünftigen Großstadt Solingen den ihr gebührenden Platz einzunehmen.“

Paul Sauerbrey, Ohligs letzter Bürgermeister, nach der Städtevereinigung mit Solingen 1929[43][44][45]

Während der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stolperstein von Paul Steeg an der Düsseldorfer Str. 35

Nach Adolf Hitlers Machtergreifung und seiner Ernennung zum neuen Reichskanzler, kam es in Ohligs am 7. Februar 1933 zu gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten. Die ersten sogenannten Schutzhäftlinge wurden im Solinger Polizeigefängnis und im Ohligser Amtsgericht inhaftiert. Das von Arbeitersportlern errichtete Freibad in Aufderhöhe, auch Rotes Meer genannt, wurde 1933 in Horst-Wessel-Bad umbenannt. Am 21. Mai 1936 eröffnete Joseph Goebbels die neue Reichsautobahn Köln-Düsseldorf (heute A3), die in Höhe der Ohligser Heide über Solinger Stadtgebiet führt.[6]:9ff.

In den Abendstunden am 9. November 1938 gab es in ganz Solingen gezielte Übergriffe auf jüdische Mitbürger, so auch in Ohligs.[46] An diesem Abend wurde die Wohnung des bekannten Ohligser Kaufmanns Paul Steeg, der bis 1933 ein Spielwarengeschäft auf der Düsseldorfer Straße 35 (heute Parfümerie Douglas) hatte, geplündert. Nachdem ein rechtsradikaler Mob die Wohnung gestürmt hat, wurde dem Ehepaar Steeg untersagt, ihre Wohnung wieder zu betreten. Noch in derselben Nacht floh das Ehepaar Steeg nach Köln-Neuehrenfeld, wo Paul Steeg am 11. November 1938, im Jüdischen Asyl an der Ottostraße 85, an Herzversagen verstarb. Er wurde nur 64 Jahre alt. Die an der Wohnungsplünderung beteiligten Nazi-Täter wurden nie ermittelt.[47][48] 1940 wurde an der Wittenbergstraße der erste Ohligser Luftschutzturm fertiggestellt. Die evangelische Kirchengemeinde Ohligs musste unentgeltlich ein Stück des alten Friedhofes zum Bau des Turms zur Verfügung stellen. Der Luftschutzturm befand sich an der Stelle des heutigen Kindergartens Wittenbergstraße, an der Abzweigung zur Parkstraße. Das Humboldtgymnasium an der Stadtteilgrenze zu Ohligs, wurde 1942 bis auf drei Klassen nach Thüringen verlegt. Das Schulgebäude diente dann bis Kriegsende im April 1945 der NSDAP und der Wehrmacht.[49]

Beisetzung der 71 Ermordeten vom Wenzelnberg vor dem alten Ohligser Rathaus (1. Mai 1945)

Am 13. April 1945, drei Tage vor Einmarsch der Amerikaner in Ohligs, ermordete ein Tötungskommando bestehend aus Gestapo und SS am Wenzelnberg in Langenfeld-Wiescheid 71 Männer aus Remscheid und Wuppertal. Nach offiziellen Angaben wurden die Männer dort paarweise an den Daumen zusammengebunden und durch Genickschuss getötet. Ortsansässige sprachen auch von nicht erschossenen Männern, die gefesselt in die Grube fielen und lebendig begraben wurden. Ende April 1945 ließen amerikanische Soldaten die Leichen exhumieren und am 1. Mai 1945 auf dem Platz vor dem Ohligser Rathaus beerdigen. Die Bevölkerung war zur Teilnahme an der Trauerfeier zwangsverpflichtet, ca. 3000 Menschen nahmen nach ausdrücklicher Aufforderung an der Trauerfeier teil.[50] Erst 1965 wurden die Leichen erneut exhumiert und wieder am Wenzelnberg beigesetzt, wo sich seitdem eine Gedenkstätte befindet.[51][52]

Nachkriegszeit (1945 bis 1970)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kugelgasbehälter am Walter-Horn-Weg im Bau (1957)

Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Stadtteil Ohligs von den Bomben der Alliierten weitgehend verschont. Größere bauliche Veränderungen, insbesondere durch diverse Neubauten, brachte erst die Nachkriegszeit mit sich. Auch Straßen, die bislang nur locker bebaut waren, erlebten eine bauliche Verdichtung, wie etwa die Deusberger Straße und Bonner Straße. In den Räumen der Berufspädagogischen Akademie an der Ahrstraße in Ohligs hat man 1947 die erste Bergische Kunstausstellung veranstaltet.1950 wurde der große Rundbunker an der Keldersstraße durch Sprengungen von innen entfestigt, damit ein neues Bürohaus mit Konditorei und Dachgarten entstehen konnte.[53] An der oberen Schwanenstraße wurde 1962 ein neues Krankenhaus fertiggestellt, die katholische St.-Lukas-Klinik. Ebenso veränderte sich in dieser Zeit das Gesicht von Bahnhof und Ohligser Innenstadt grundlegend. Alles begann im Jahr 1967, als zunächst die umfassende Renovierung der Festhalle abgeschlossen wurde und das neue Empfangsgebäude des Bahnhofes Solingen-Ohligs eingeweiht wurde. Diesem Neubau ging der Abriss des Vorgängerbaus aus dem Jahr 1867 voraus, das zuletzt stark ramponiert war.[54]:43[55]

Stadtteilentwicklung (1970 bis 2006)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970 wurde der Ohligser Busbahnhof massiv vergrößert. Durch diese Baumaßnahme musste unter anderem das stadtbekannte Bügeleisenhaus weichen. Ohligs erhielt ein völlig neues Verkehrskonzept. So wurde 1975 die Düsseldorfer Straße zu einer reinen Fußgängerzone umgebaut, die Talstraße führte von nun an den Verkehr von Ost nach West und die Hackhauser Straße wurde zur Einbahnstraße.[54]:47 Im Zuge der Vorbereitungen für einen S-Bahn-Betrieb auf der Bahnstrecke Düsseldorf–Solingen erfolgte der Bau des Haltepunktes Solingen Vogelpark an der Hildener Straße, der am 23. Februar 1977 eingeweiht werden konnte. Die erste S-Bahn der Linie S 7 befuhr die Strecke am 28. September 1980. Das 68 Millionen D-Mark teure Klärwerk an der Stadtgrenze zu Hilden wurde am 22. August 1997 fertiggestellt. Am 8. November 1997 wurde die 60.000 D-Mark teure historische Persil-Uhr am Ohligser Marktplatzes offiziell eingeweiht.[54]:73

Seit 2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Regionale 2006 konnte der Bahnhofsvorplatz in Ohligs völlig neu gestaltet werden. Es wurden folgende Baumaßnahmen umgesetzt: Zugänge zum Hauptbahnhof wurden barrierefrei umgebaut, der Taxistand wurde um 50 Meter verlegt um einen direkten Zugang zur oberen Düsseldorfer Straße zu ermöglichen, Umgestaltung des Bremsheyplatzes durch Abriss der alten Wasserspiele und Installation einer Designer Sitzbank aus Hartholz, Ausstattung der Bahnhofsunterführung mit einem neuem Farb- und Lichtkonzept und Neubau eines Parkhauses mit 200 Pkw-Stellplätzen. Gebaut wurde von 2007 bis zum Jahr 2009, die Baukosten betrugen rund 3,3 Millionen Euro. Die Verkehrsbedeutung des Ohligser Bahnhofs überstieg immer schon die der anderen Solinger Bahnhöfe, da nur der Ohligser Bahnhof ans Fernbahnnetz angeschlossen ist. Nach der Stilllegung des alten Hauptbahnhofes in Solingen-Mitte wurde der Ohligser Bahnhof am 10. Dezember 2006 offiziell von der Deutschen Bahn AG zum neuen Solinger Hauptbahnhof ernannt.[56][57][58]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologisch wurde die Wortherkunft für Ohligs bis heute nicht wissenschaftlich geklärt. Heimatforscher und Historiker sind sich in der Herkunft, Bedeutung und Verbreitung des Namens Ohligs uneins.

Nur eine Abwandlung ist offiziell belegt: Olligs (22. April 1714)

Die älteste nachweisbare schriftliche Nennung des Ortsnamens Ohligs wurde zufällig im Jahr 1903, in Form einer Karte, im Archiv der ehemaligen Ohligser-Post gefunden. Auf der Karte, gezeichnet und/oder adressiert an einen gewissen Joan Peter vom 22. April 1714, ist ein Wegenetz, bestehend aus Trampelpfaden, zu erkennen, welches um den Olligs-Hof gezeichnet wurde. Auffällig ist die Widmung: Soll Dein Seyn! welche unten rechts auf der Karte gezeichnet ist. Möglich, dass die Karte für einen Ohligser Postangehörigen gedacht war. Belegt ist, dass bereits um 1700 ein regelmäßiger Postverkehr mit Briefen und Paketen im Bergischen Land existiert hat. Die damalige Reichspost arbeitete mit privaten Botendiensten, die eine Konzession der Hofkammer benötigten, zusammen. Zu dieser Zeit war es üblich, dass Briefe und anderen Sendungen, nur beim jeweiligen Boten oder in einem Wirtshaus persönlich abgeholt wurden. Ob Joan Peter Zeichner oder Empfänger der Karte war, lässt sich nicht mehr ermitteln.[59][60]

Beim Versuch einer Deutung des Ortsnamens stellte der letzte Bürgermeister, Paul Sauerbrey (1876–1932), fest:

„Den Ursprung des Namens unserer Stadt einwandfrei zu erklären, ist nicht möglich. Darüber haben sich die Geschichtsforscher gestritten und werden auch in der Zukunft kaum zu einer geschichtlich einwandfreien Erklärung kommen. Wie in vielen Fällen bei Gründungen von Gemeinwesen, wird auch im Falle unserer Stadt der Name eines Menschen sich fortgeerbt und der ersten Siedelung den Namen gegeben haben. Da heute noch der Name Ohliger in der Umgebung vertreten ist, hat diese Vermutung immerhin den Schein einer Möglichkeit.“

Paul Sauerbrey, Ohligs letzter Bürgermeister

Italienische Migration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige italienische Gastarbeiter beim Deutschunterricht (1962)

In Ohligs hat sich eine der größten italienischen Gemeinden (Comunità Italiana) in Deutschland gebildet.[61]

Auf Basis des 1955 geschlossenen deutsch-italienischen Anwerbeabkommens, kamen ab 1958 sehr viele Italiener nach Ohligs.[62] Die damals noch jungen Gastarbeiter stammten fast alle aus dem nord sizilianischen Dorf Trappeto. Über 70 % der Einwohner Trappetos sind nach Ohligs ausgewandert.[63] Der Bedarf nach Arbeitskräften war in den 1960er Jahren so stark das z. B. die Ohligser Industrieunternehmen OLBO und Gerling eigene Anwerberbüros in Trappeto hatten.[64] Die meisten Italiener in Ohligs wohnen an der Lennestraße (nähe Ohligser Marktplatz), diese Straße wird im Ohligser Volksmund auch Klein Napoli genannt. Gemessen am Bevölkerungsanteil ist Solingen die drittgrößte italienische Stadt Deutschlands. Nach Angaben der Solinger Stadtverwaltung leben fast 6.000 italienische Staatsbürger in Solingen.[65][66][67]

„Familien, die einst aus dem sizilianischen Trappeto und umgebenden Orten kamen, leben inzwischen in dritter Generation hier und sind echte Solinger geworden.“

Michael Morsbach, Vorsitzender vom Verein Deutsch-italienische Freundschaft[68]

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsprognose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2018 hatten im gesamten Stadtbezirk Ohligs (mit Aufderhöhe und Merscheid) offiziell 43.063 Menschen einen gemeldeten Hauptwohnsitz.[69]

Seit Beginn der 2010er Jahre ist ein starker Zuzug von jungen Familien aus dem Düsseldorfer Umland (insbesondere aus Haan und Hilden) erkennbar, welches sich in moderat steigenden Immobilienpreisen im Stadtteil widerspiegelt. 12.233 Ohligser hatten im Jahr 2018 einen Migrationshintergrund. Die größte Migrantengruppe bilden Ohligser mit italienischer Herkunft. Langfristig ist nach Angaben der Solinger Stadtverwaltung davon auszugehen, dass das Bevölkerungswachstum stabil bleibt und sich in den kommenden Jahren im Stadtbezirk fortsetzen wird. Die Statistikstelle der Stadt Solingen rechnet bis zum Jahr 2040 mit einem Zuwachs von mindestens 1.650 Menschen für den Solinger Westen. Alle Zahlen beruhen auf aktuellen Daten des Solinger Melderegister. Die verwendete Software hat sich als Standardprogramm speziell für Kommunen etabliert. Diese Datengrundlage ist präziser und hat sich als verlässlicher herausgestellt, als die vom Landesbetrieb IT.NRW.[70][71]

Einwohnerentwicklung und Häuserzahlen (1715 bis 2019)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl Häuserzahl Stadtraum
1715 ca. 30 (durchschnittliche Anzahl von Bewohnern einer Rodungssiedlung) max. 5 Olligs-Hof
1808 ca. 2.500 (unter französischer Besatzung) Mairie Merscheid
1827 3.814 530 Bürgermeisterei Merscheid
1843 5.221 Bürgermeisterei Merscheid
1871 8.772 1.245 Stadt Merscheid
1885 12.646 1.765 Stadt Merscheid
1895 17.048 2.107 Stadt Ohligs
1905 24.257 2.746 Stadt Ohligs
1929 29.768 Stadt Ohligs
1939 32.024 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
1946 35.393 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
1961 37.227 4.466 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
2019 43.028 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid

Ohligser Kommunalpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirksvertretung für Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung in der
Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid seit 2014
      
Insgesamt 15 Sitze

Die Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid ist das wichtigste politische Gremium für Ohligs. Die Mitglieder dieser Vertretung werden Bezirksvertreter genannt und für einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren (Dauer einer Legislaturperiode) gewählt. Der Vorsitzende einer Bezirksvertretung ist der Bezirksbürgermeister.[72] Die Bezirksvertretung ist das direkt gewählte Gremium, welches das öffentliche Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtbezirks vertritt. Sie hat die Aufgabe, die Eigenart des Bezirks und ihrer Gebietsteile zu bewahren und fortzuentwickeln sowie Wünsche und Interessen ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu erfassen und zur Geltung zu bringen. Die Bezirksvertretung befasst sich mit öffentlichen Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk hinausgeht. Einzelheiten ergeben sich aus der Gemeindeordnung NRW und der Hauptsatzung der Stadt Solingen. Die Bezirksvertretung ist für bestimmte Aufgaben des Bezirks zuständig und hat ein Anhörrecht zu allen relevanten Dingen im Stadtbezirk. So kümmert sie sich etwa um Angelegenheiten des Straßenverkehrswesens, des Schulwesens sowie um die Pflege des Ortsbildes im Bezirk und fungiert als lokale Schnittstelle zwischen dem Rat, der Stadtverwaltung und den Bürgern. Die Sitzungen der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid sind in der Regel öffentlich. Die Bezirksvertretung tagt meist an der Bonner Straße 100 in Ohligs (ehemaliges Solvaygebäude). Nach Absprache mit dem Bezirksbürgermeister können die Sitzungen grundsätzlich unterbrochen werden, damit Einwohnerinnen und Einwohner ihre Anliegen persönlich darstellen können. Die Bezirksvertretung wurde das letzte Mal am 25. Mai 2014 von den Wahlberechtigten des Stadtbezirks gewählt. Die aktuelle Legislaturperiode für die Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid beträgt einmalig sechs Jahre und endet am 13. September 2020.

Die nächste Wahl zur neuen Bezirksvertretung ist für den 13. September 2020 vorgesehen. Eine 2,5 % Sperrklausel für kleine Parteien oder Einzelbewerber wird es nicht geben. Die zukünftige Legislaturperiode wird von 2020 bis ins Jahr 2025 gehen.[73][74]

Bezirksbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014–heute: Marc Westkämper (CDU) (Bezirksbürgermeister)
  • 2014–heute: Juliane Hilbricht (Grüne-offene Liste) (1. Stellvertreterin des Bezirksbürgermeisters)
  • 2014–heute: Axel Schultz (SPD) (2. Stellvertreter des Bezirksbürgermeisters)[75]

Bürgermeister der ehemaligen Stadt (1889 bis 1929)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Politiker übten das Amt des Bürgermeisters aus:[76]

  • Paul Martin Trommershausen (1889–1903)
  • Karl Czettritz (1903–1920)
  • Erich vom Bruch (kommissarisch 1920–1921)
  • Wilhelm Langhans (kommissarisch 1921–1922)
  • Paul Sauerbrey (1922–1929)

Ab dem 1. Oktober 1920 wurden die Verwaltungsgeschäfte zunächst von dem Beigeordneten Erich vom Bruch geführt. Dieser wurde jedoch zum Bürgermeister von Leer (Ostfriesland) gewählt und schied so am 20. November 1920 aus. Nach diesem führte bis 1921 der Beigeordnete Menge die Amtsgeschäfte kommissarisch. 1921 wurde Wilhelm Langhans zum neuen Beigeordneten für Ohligs gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war die Bürgermeisterstelle vakant, daher nahm Langhans als Vertreter der Bürgerschaft die Amtsgeschäfte wahr, bis Paul Sauerbrey 1922 sein Amt antrat.[77]

Wappen und Siegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaiser Wilhelm II. genehmigte im Jahr 1896 das bis heute aktuelle Ohligser Stadtwappen

Die Stadt Ohligs bat 1891 um die Genehmigung zum Führen eines Stadtwappens, nachdem seit 1833 unterschiedliche Siegel in Gebrauch waren. Ein erster Entwurf mit drei Feldern, der ein schwarz geflügeltes Rad, einen bergischen Löwen und sieben Silbersterne sowie darüber eine dreitürmige Mauerkrone zeigte und in den Farben Gold, Rot und Blau gehalten war, wurde sowohl von Wilhelm II. wie auch vom königlich-preußischem Heroldsamt in Berlin aufgrund der Einbeziehung des bergischen Löwen und der Gestaltung der Mauer abgelehnt. Zwei weitere Entwürfe wurden eingereicht, von denen der zweite die Zustimmung des Kaisers fand. Dieses Wappen, das unten abgebildet ist, wurde der Stadt Ohligs im Jahre 1896 offiziell verliehen.[4]:5f.

Blasonierung: Das Stadtwappen trägt in einem gotischen Schild, gespalten in Blau und Gold, vorn sieben silbernen Sterne im Verhältnis 2:2:2:1 und hinten ein schwarzes Flügelrad. Das Oberwappen zeigt eine rote zinnengekrönte Stadtmauer mit geschlossenem Tor und drei Türmen.

Beschreibung: Die sieben Sterne repräsentieren die Zahl der Höfe, aus denen die Stadt einst hervorgegangen ist. Das Flügelrad symbolisiert die Bedeutung des Bahnhofes für Ohligs mit seiner Verbindung zur Eisenbahn. Die Stadtmauer mit dem geschlossenem Tor und drei Türmen weist Ohligs als Kleinstadt aus.[78]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ohligs finden jedes Jahr kulturelle Festivitäten statt. Die nachfolgende Auflistung stellt nur die größten Veranstaltungen im Stadtteil dar:

OTV Karnevals-Party[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Immer am letzten Samstag vor Rosenmontag findet in der OTV-Halle am Schützenplatz Solingens größte Karnevals-Party statt. Die Party wird vom Ohligser Sportverein OTV 88 veranstaltet. Jedes Jahr feiern bis zu 2.000 Besucher (meist kostümiert) bei Livemusik Karneval.[79][80]

Dürpelfest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dürpelfest, im Solinger Volksmund auch kurz Dürpel genannt, ist weit über die Grenzen der Klingenstadt hinaus bekannt und hat sich vom kleinen Ohligser Straßenfest (1975) zum größten Open-Air Event im Bergischen Städtedreieck entwickelt. Jährlich besuchen über 100.000 Menschen an drei Veranstaltungstagen das Dürpelfest in Ohligs-Mitte.[81][82]

„Unglaublich, wie viele tausend Menschen auf einmal das kleine Ohligs besuchen.“

Gloria Göllmann, Dürpelfest-Projektleiterin der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft[83]

Die Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG) veranstaltet das Dürpelfest in Eigenregie, trägt die Gesamtverantwortung und hat Platzrecht.[84] Das Dürpelfest findet immer an einem Mai-Wochenende in Ohligs-Mitte statt.[85] Vom Hauptbahnhof aus, über die Fußgängerzone (Düsseldorfer Straße), sowie in den Seitenstraßen bis hin zum Marktplatz, wo eine Kirmes mit unterschiedlichen Fahrgeschäften angeboten wird, erstreckt sich das Open-Air Event. Das Dürpelfest hat sich in den letzten Jahren mit seinem bunten Musikprogramm von Schlager über Reggae bis Cover-Rock zu einem urbanen Musikfestival für die Region Düsseldorf entwickelt. Viele Solinger, aber auch immer mehr Besucher aus dem Düsseldorfer Umland, schätzen die Live-Musik die auf fünf verschiedenen Bühnen unentgeltlich gespielt wird. Überregional bekannt wurde das Dürpelfest vor allem durch die Live-Auftritte der Düsseldorfer Coverband Der Letzte Schrei.[86][87][88]

Das Dürpelfest 2020 findet vom 15. bis einschließlich 17. Mai statt.[89]

Kneipenfreitag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am letzten Freitag der Sommerferien findet immer der Ohligser „Kneipenfreitag“ statt. Über 15 Gastronomiebetriebe (Kneipen, Clubs, Restaurants, Cafés und Bistros) aus Ohligs werden mit Fahnen ausgestattet, die auf eine Musikveranstaltung hinweisen. Von der Kamper über die Düsseldorfer bis hin zur Bonner Straße, warten Musik, Aktionen und spezielle Gaumenfreuden auf die Besucher. Das Musikprogramm besteht aus unterschiedlicher Live-Musik bis hin zu DJs, die in den teilnehmenden Locations auflegen. Veranstaltet wird der Kneipenfreitag von den Ohligser Jongens e. V.[90]

Weihnachtsdürpel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Weihnachtsmarkt mit dem Namen Weihnachtsdürpel findet immer im Dezember vor der evangelischen Stadtkirche an der Wittenbergstraße statt. Auf der Wittenbergstraße werden dann 24 weihnachtlich geschmückte Holzhütten aufgebaut, wo kulinarisches und handgemachte Adventsgestecke angeboten werden.[91][92]

Sport und Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo vom Galileum Solingen
Das Planetarium, am Walter-Horn-Weg in Ohligs
Solinger Vogel- und Tierpark am Hermann-Löns-Weg

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der OTV 88 ist der mitgliederstärkste Sportverein in Ohligs, der mit eigener Halle am Schützenplatz aktuell neun Sportarten anbietet (Badminton, Handball, Kanu, Schach, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Turnen und Volleyball).

Planetarium „Galileum“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Galileum Solingen ist das einzige Planetarium weltweit, das in einen stillgelegten Kugelgasbehälter gebaut wurde. Der Bau des Planetariums wurde von der Walter-Horn-Gesellschaft e. V., dem Trägerverein der Sternwarte Solingen, geplant und durchgeführt. Der Standort befindet sich am Walter-Horn-Weg 1 unterhalb des Solinger Hauptbahnhofs. Für das neue Galileum wurde ein alter Kugelgasbehälter der Stadtwerke Solingen umgebaut. Eine zusätzliche Sternwarte wurde in einem daneben gelegenen Neubau platziert. In dem ehemaligen Kugelgasbehälter wurde eine halbkugelförmige Leinwand eingehängt, auf der man das Weltall per Bilder aus Beamern betrachten kann. Die Projektionskuppel kommt aus den USA, der Steuerungsprojektor aus Japan und die Videotechnik aus Frankreich. Von den Gesamtkosten hat die Walter-Horn-Gesellschaft einen Eigenanteil von 20 % getragen, der aus Spenden, Sponsorengeldern und direkten Mitteln des Vereins gespeist wurde. Für die weiteren 80 % der Baukosten wurden Gelder aus den Fördertöpfen des Landes NRW für das Stadtumbaugebiet Ohligs-Ost genutzt. Das Planetarium bietet Platz für über 80 Besucher. Vom Foyer im Erdgeschoss bis zur Sternwarte im Dachgeschoss dreht sich alles um das Thema Sterne und Weltall.[93][94][95]

„Der Weltraum mit seinen unendlichen Weiten wird im neuen Galileum Solingen erlebbar sein.“

Dr. Frank Lungenstraß, Schatzmeister der Walter-Horn-Gesellschaft e.V.[96]

Ohligser Jongens e. V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ohligser Jongens e. V. ist ein 2014 gründeter Heimatverein.[97] Als gemeinnütziger und überparteilicher Verein beteiligen sich die Jongens aktiv an der Stadtteilentwicklung in Ohligs. Das Kürzel OLX (für Ohligs), welches im Stadtteil sehr geläufig ist, geht auf eine Initiative der Ohligser Jongens zurück.[98][99][100] Die Jongens unterstützen auch zahlreiche gemeinnützige Zwecke, u. a. verleihen sie den Paul-Sauerbrey-Preis für besonderes Engagement im Stadtteil.[101]

„Das Engagement für Ohligs habe im Übrigen nichts mit vernageltem Kirchturmdenken zu tun, wenn es Ohligs gut geht, wird ganz Solingen aufgewertet.“

Joachim Junker Geschäftsführer der Ohligser Jongens e. V.[102]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tim Kurzbach, seit 2015 Oberbürgermeister von Solingen (* 27. April 1978 in Ohligs)

Einziger Ehrenbürger der Stadt Ohligs wurde der langjährige Stadtverordnete Otto Nippes (1842–1922), der sich auch als ehrenamtlicher Beigeordneter um Ohligs verdient gemacht hat. Der aktuelle Oberbürgermeister von Solingen, Tim Kurzbach, ist ein gebürtiger Ohligser.[103]

„Ohligs is schon stark, aber mit Ohligs ist Solingen noch stärker.“

Tim Kurzbach Solinger Oberbürgermeister, über seinen Heimatstadtteil Ohligs[104]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schleifer im Mittelalter bei der Arbeit

Der größte Wirtschaftszweig in Ohligs war seit dem Mittelalter die Schneidwarenherstellung. Schon im Jahre 1715 gab es allein in den Hofschaften Ohligs und Merscheid 15 Schleifkotten sowie ein Hammerwerk. Zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Schneidwarenindustrie in Ohligs so groß, dass andere Branchen quasi unbedeutend waren. Neben der Schneidwarenindustrie konnte sich nur noch der Einzelhandel in Ohligs als Wirtschaftsfaktor etablieren.

Nach der Reichsgründung ab den 1870er Jahren ließen sich auch große Industrieunternehmen in Ohligs nieder. Dazu zählten unter anderem die Firma Gerling, die noch in den 1970er Jahren mit 470 Beschäftigten der größte Taschenmesserhersteller Deutschlands war oder das Textilunternehmen Olbo, welches noch in den 1980er Jahren fast 500 Arbeiter beschäftigte. Bedingt durch die Globalisierung sind große Industrieunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern inzwischen die absolute Ausnahme in Ohligs. Viele Unternehmen haben ihre technische Produktion in Niedriglohnländer verlagert. Die meisten jener Betriebe verkleinerten zum Ende der 1990er, drastisch ihre Beschäftigtenzahl. Der Niedergang wurde auch von zu wenig geeigneten Gewerbeflächen im Solinger Westen beschleunigt.

Gewerbegebiet Monhofer Feld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ohligser Norden befindet sich das Gewerbegebiet Monhofer Feld. Das Monhofer Feld in Ohligs ist Solingens einziges Gewerbegebiet mit Gleisanschluss. Mit den Firmen Nippes und Amefa sind aktuell zwei Unternehmen der Schneidwarenbranche im Monhofer Feld ansässig. Eine Nutzfläche von rund 7.900 m2 ist auf dem Monhofer Feld noch vorhanden.[105][106]

IT-Dienstleister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Jahrtausendwende wird Ohligs als IT-Gründungsstandort immer beliebter. Ein Standortvorteil den Ohligs gegenüber den anderen Solinger Stadtteilen hat, ist die direkte Anbindung an die Rheinschiene. Zudem verstärken die günstigen Immobilienpreise, im Vergleich zu den nahe gelegenen Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln, Unternehmensgründungen im Stadtteil Ohligs.[107][108] Das Bahnhofsviertel in Ohligs-Mitte wird immer mehr zum Zentrum für Softwareentwicklung. Die Softwareunternehmen Codecentric AG, Instana und WebID Solutions haben dort ihre Konzernzentralen oder bauen diese dort. Die Codecentric AG hat an der Hochstraße im Jahr 2016 ihre neue Konzernzentrale fertiggestellt. In Europa hat Codecentric 15 Standorte und beschäftigt aktuell über 400 Mitarbeiter.[109] An der Ohligser Prinzenstraße entsteht bis zum Jahr 2020 die neue Unternehmenszentrale des Softwareunternehmen Instana. Aktuell (2019) beschäftigen die Softwareentwickler von Instana weltweit über 170 Mitarbeiter. Sobald die Unternehmenszentrale, mit 5.000 m2 Nutzfläche fertiggestellt ist, werden in der Anfangsphase mindestens 70 Mitarbeiter am Standort Ohligs tätig sein.[110][111] Direkt am Solinger Hauptbahnhof hat der Berliner IT-Dienstleister WebID Solutions eine Niederlassung für Online-Personenidentifikationen etabliert. WebID Solutions gilt mit seinem Verfahren der „Gesichtserkennung“ als führend in Europa. Diese IT-Dienstleister haben nicht nur völlig neue Arbeitsplätze in Ohligs geschafft, sie machen auch den Wirtschaftsstandort Ohligs immer beliebter in der deutschen Startup-Szene.[112][113][114][115][116]

Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle enthält nur die größeren Ohligser Unternehmen, die eine Beschäftigtenzahl von mindestens 100 Mitarbeitern haben. Ungenannt bleiben die zahlreichen, teilweise seit Jahrzehnten im Solinger Westen ansässigen, kleinen Familienunternehmen, die zwar weniger als 100 Mitarbeiter haben, aber dennoch von wesentlicher Bedeutung für die Ohligser Wirtschaft sind. Beispielhaft für den Wirtschaftsstandort Ohligs sind die inhabergeführten Fachgeschäfte des Einzelhandels. In der Tabelle wurden Namenszusätze oder Rechtsformen ausgelassen:

Unternehmen Branche Beschäftigtenzahl (gerundet)
Instana Softwareentwickler 170[117]
Accuride Automobilzulieferer 500[118]
Adient Automobilzulieferer 280[119]
Borbet Automobilzulieferer 600[120]
BSS Bohnenberg Logistikausstater 120[121]
Codecentric Softwareentwickler 400[122]
Sankt-Lukas-Klinik Medizinische Versorgung 700[123]
WebID Solutions Fintech 450[124]

Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG) wurde 1965 von Ohligser Geschäftsleuten gegründet. Die OWG ist die stärkste Händlergemeinschaft in Solingen. Die Interessengemeinschaft repräsentiert inhabergeführte Einzelhandels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen aus dem Stadtteil Ohligs. Hauptaufgaben der OWG sind u. a. das konzipieren von Marketingmaßnahmen für den Ohligser Einzelhandel, sowie die Planung und Veranstaltung des jährlichen Dürpelfestes im Mai.[125]

„Unser Vorteil im Vergleich zu den Nachbarstädten Hilden sowie Langenfeld besteht doch darin, dass wir eine schöne Innenstadt haben.“

Brigitte Kiekenap Vorsitzende der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft, über den Einzelhandelsstandort Ohligs[126]

Ohligser Immobilien- und Standortgemeinschaft e. V. (ISG)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 gründeten Ohligser Immobilieneigentümer und Gewerbetreibende, die alle ein Haus oder ein Geschäft auf der Düsseldorfer Straße besitzen, die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG). Ziel der ISG ist es, die Düsseldorfer Straße als größte Shoppingmeile im Solinger Westen attraktiver zu gestalten. Seit dem Jahr 2018 wurde ein Sofortprogramm für mehr Sauberkeit und bessere Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt. Bis zum Jahr 2023 werden unter anderem: alle Geschäftseingänge auf der Düsseldorfer Straße barrierefrei gemacht; der Baumbestand soll an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden und durch ein völlig neues Lichtkonzept soll die Attraktivität der Ohligser Fußgängerzone massiv gesteigert werden.[127][128][129][130]

„In fünf Jahren wird Ohligs leuchten.“

Jörg Bergmann, Vorstand der Ohligser Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG)[131]

Fußgängerzone Düsseldorfer Straße (Dü)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine der ältesten Straßen in Ohligs ist die Düsseldorfer Straße. Die Straßenlage um den damals neu eröffneten Bahnhof wurde ab 1867 zu einem sehr begehrten Wohngebiet. Um all die Bauwünsche realisieren zu können, sahen sich die Vertreter der Ohligser Kommunalpolitik gezwungen, stadtplanerisch einzugreifen. Die alte Bebauung in der Hofschaft Ohligs war nicht mehr zeitgemäß und wurde deshalb schon zu Beginn der 1870er Jahre aufgegeben. Als Teil der ehemaligen Löhdorfer Chaussee bzw. Löhdorfer Kunststraße erhielt die heutige Düsseldorfer Straße, die Bezeichnung der nächsten Stadt im Westen: Düsseldorf.[132] Bei einer Volkszählung im Jahr 1900 gab es an der Düsseldorfer Straße bereits 91 Häuser mit 726 Bewohnern. Bis in die 1960er Jahre fuhr eine Straßenbahn über die Düsseldorfer Straße, die 1975 zu einer reinen Fußgängerzone umgebaut wurde.

Die Düsseldorfer Straße ist heute der größte Einzelhandelsstandort im Solinger Westen und wird im Ohligser Volksmund auch kurz genannt. Die ca. 1 km lange Düsseldorfer Straße, die vom Hauptbahnhof bis zum Ohligser Marktplatz geht, ist überwiegend geprägt von inhabergeführten Einzelhandelsgeschäften. Heute bilden die restaurierten Hausfassaden ein historisches Ensemble gewachsener Stadtstruktur aus der Gründerzeit. Die ist zudem immer im Mai der Hauptveranstaltungsort von Solingens größtem Volksfest, dem Ohligser Dürpelfest.[133]

Neugestaltung der Düsseldorfer Straße (ab 2021)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2021 wird die Düsseldorfer Straße massiv aufgewertet. Mit einer neu Pflasterung der Fußgängerzone, u. a. mit wasserdurchlässigen Pflastersteinen und der Installation von stromsparender LED-Straßenbeleuchtung soll Solingens längste zusammenhängende Einkaufsstraße völlig neu gestaltet werden. Die Solinger Stadtverwaltung investiert ca. 4,8 Mio. Euro in die Modernisierung der Ohligser Shoppingmeile. Der städtische Eigenanteil beträgt 600.000 Euro an der Modernisierungsmaßnahme.[134]

Sparkassen-/Rewe-Haus am Ohligser Marktplatz (ab 2020)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf über 2.100 m2 entsteht im ehemaligen Globus-Haus auf der unteren Düsseldorfer Straße eine völlig neue Sparkassenfiliale. Die neue Geschäftsstelle die sich direkt am Ohligser Marktplatz befinden wird, integriert zusätzlich einen neuen Rewe-Supermarkt und eine neue Bäckereifiliale. Der Rewe-Supermarkt und die Bäckereifiliale werden sich im Erdgeschoss befinden, ebenso der Servicebereich der Sparkasse mit mindestens 30 Mitarbeitern. Komplettiert wird das gesamte Immobilienprojekt durch einen großen Konferenzraum, der auch von Ohligser Vereinen privat genutzt werden kann.

Insgesamt investiert die Solinger Sparkasse als Immobilieneigentümer ca. 20 Millionen Euro in den neuen Standort am Ohligser Marktplatz.

Die beiden alten Ohligser Sparkassen-Filialen (Grünstraße und Bremsheyplatz) werden im Jahr 2020 geschlossen. Die zukünftige Filiale am Ohligser Marktplatz wird, nach der Hauptstelle in Solingen-Mitte, die größte Sparkassen-Geschäftsstelle in Solingen werden. Als Parkmöglichkeit dient, für Kunden und Mitarbeiter, eine Tiefgarage mit ca. 120 Pkw-Stellplätzen. Das zukünftige Sparkassen-/Rewe-Haus soll im Herbst 2020 eröffnet werden.[135][136][137]

„Wir planen eine moderne Geschäftsstelle, die sich über zwei Stockwerke erstreckt.“

Stefan Grunwald (Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen)[138]

O-Quartier in Ohligs-Mitte (ab 2022)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Herbst 2019 entsteht direkt am Ohligser Marktplatz ein völlig neues Wohnviertel mit dem Namen O-Quartier. Mit über 300 neuen Wohnungen wird das O-Quartier das größte Neubauviertel in Ohligs-Mitte werden. Das neue Wohnquartier hat eine Größe von 15.800 m2 und umfasst das ehemalige Firmengelände der Ohligser Leinen- und Baumwollweberei Olbo. Für das O-Quartier wird ein neuer Fußgänger-Boulevard zwischen dem Heiligenstock und der Aachener Straße entstehen. Drei neue Spielplätze und zwei neue Gewerbeflächen werden zusätzlich Bestandteil des O-Quartiers werden. Das Berliner Bauunternehmen Kondor Wessels investiert mindestens 80 Millionen Euro in das Ohligser Immobilienprojekt. Als Parkmöglichkeit sollen zwei neue Tiefgaragen mit über 280 Pkw-Stellplätze dienen. Zugleich wird es mehr als 600 Stellplätze für Fahrräder geben. Am Ende entstehen 23.000 m2 neuer Wohnraum für bis zu 700 Neubürger in Ohligs. Das O-Quartier soll im Sommer 2022 fertiggestellt werden. Auch in die jahrelang geforderte Aufwertung des Ohligser Marktplatzes investiert Kondor Wessels. Der Berliner Bauinvestor versicherte, hierfür den Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro zu übernehmen.[139][140][141][142]

„Die Grundsteinlegung für das O-Quartier setzt eine Kette großartiger Entwicklungen in Gang. Der Boom in Ohligs hält an.“

Tim Kurzbach, Solinger Oberbürgermeister, über das neue Wohnquartier am Ohligser Marktplatz[143]

Ohligs Aktuell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste bis heute erscheinende Ohligser Zeitung, zugleich die mit der größten Verbreitung im Stadtteil, ist die im Verlag B. Boll erscheinende Monatszeitung OHLIGS AKTUELL, eine Lokalausgabe des Solinger Tageblatts. Das Stadtteilblatt OHLIGS AKTUELL erscheint immer am Monatsende, in einer Auflage von über 20.000 Exemplaren im Stadtteil Ohligs und den angrenzenden Gemeinden. Seit 1982 wird das Geschehen in Ohligs intensiv redaktionell betreut. Die Verteilung erfolgt kostenlos an fast alle Haushalte im Verbreitungsgebiet.[144]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Lukas-Klinik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitten in der Ohligser Heide befindet sich seit 1962 an der oberen Schwanenstraße die katholische St.-Lukas-Klinik, die aktuell von der Kplus Gruppe betrieben wird. Die 345-Betten-Klinik ist nach dem Städtischen Klinikum das zweitgrößte Solinger Krankenhaus. Die katholische St.-Lukas-Klinik wurde seit den 2000er Jahren kontinuierlich erweitert und modernisiert. Die Klinik verfügt heute über ein bundesweit renommiertes Schlaganfallzentrum.[145][146]

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Feuer- und Rettungswache 2 an der Brunnenstraße in Ohligs

An der Brunnenstraße im Ohligser Oberland ist die Feuer- und Rettungswache 2. Dort befinden sich die Buchbinderei, die Schuhmacherei und die Schlosserei. Die Wachstärke beträgt aktuell zehn Funktionsstellen, davon acht im Brandschutz und zwei im Rettungsdienst. Bis zum Jahr 2023 soll am Standort Brunnenstraße eine neue Feuer- und Rettungswache entstehen. Der Neubau wird nach den derzeitigen Planungen der Stadt Solingen rund 10,5 Millionen € kosten.

An der Hildener Straße im Ohligser Westen befindet sich die Löscheinheit 1 der Freiwilligen Feuerwehr Solingen.[147]

Ohligser Bürgerbüro[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bürgerbüro befindet sich noch an der Kieler Straße / Ecke Keldersstraße, direkt am Ohligser Busbahnhof. Im Jahr 2021 wird das Bürgerbüro neue Räumlichkeiten in der ehemaligen Filiale der Solinger Sparkasse an der Grünstraße 2 beziehen. Im Ohligser Bürgerbüro kann man Personalausweise, Reisepässe, Führungszeugnisse und KFZ-Zulassungen beantragen. Zudem kann man sich über Sehenswürdigkeiten und öffentliche Neuregelungen der Stadt Solingen informieren. Das Bürgerbüro ist von Montag bis einschließlich Samstag geöffnet.[148][149]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell gibt es in Ohligs zwei Grundschulen, an der Bogenstraße und Südstraße.

Weiterführende Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschwister-Scholl-Gesamtschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule, benannt nach den Geschwistern Scholl ist an zwei Standorten in Aufderhöhe (Klassen 5–7/Uhlandstraße) und in Ohligs (Klassen 8–13/Querstraße) untergebracht. Sie ging aus dem gleichnamigen Gymnasium hervor, welches nach dem Schuljahr 1989/90 aufgelöst wurde. Die Gesamtschule ist heute die größte Schule in Ohligs und hat aktuell ca. 1.300 Schüler. Im Schuljahr 2009/10 nahm die Scholle den Ganztagsbetrieb auf und bietet als einzige weiterführende Schule in Solingen Italienisch als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 an. Die Scholle bereitet die Schüler auf anerkannte Sprachzertifikate in Englisch, Französisch und Italienisch, z. B. der Universität Cambridge vor. Außerdem bietet sie Kurse in Wirtschaftsenglisch an. Regelmäßige Studienfahrten nach England, Italien, Frankreich und Belgien sind wesentlicher Bestandteil der individuellen Sprachförderung. Mathematisch-naturwissenschaftlich begabte Schülerinnen und Schüler werden durch Bildungsangebote, z. B. der Teilnahme an Jugend forscht, der Mathe-Olympiade, dem Erwerb des Europäischen Computerführerscheins ECDL sowie einer Kooperation mit der Sternwarte Galileum Solingen zusätzlich gefördert.[150]

Humboldtgymnasium an der Humboldtstraße

Humboldtgymnasium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Humboldtgymnasium (Klassen 5–13), benannt nach den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, besteht seit 1903 und liegt in Solingen-Wald direkt an der Stadtteilgrenze zu Ohligs. Das Gymnasium hat aktuell ca. 900 Schüler und 80 Lehrer. Das Schulgebäude wurde 1978 modernisiert und 2002 um einen Neubau erweitert. Als Fremdsprachen werden neben Englisch auch Französisch, Spanisch und Latein angeboten. Zudem verfügt das Humboldt über eine eigene separate Sporthalle an der Nietzschestraße.[151]

Das Gymnasium nimmt regelmäßig an Schülerwettbewerben teil. So sind die Schüler häufig in den Bereichen Mathematik-Olympiade, Känguru-Wettbewerb, Jugend forscht, Jugend musiziert, Planspiel Börse und dem Deutschen Gründerpreis für Schüler erfolgreich. Außerdem können die Schüler seit dem Schuljahr 2013/14 auch an der Junior Wahl teilnehmen. Bei den landesweiten Vergleichsarbeiten in den Jahrgangsstufen 8 schnitt das Humboldt als eines der drei besten Gymnasien in ganz Nordrhein-Westfalen ab.[152]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtautobahn Viehbachtalstraße verbindet Solingen-Mitte mit dem Ohligser Unterland

Die Stadtautobahn Viehbachtalstraße verläuft von Solingen-Mitte bis zur Bonner Straße im Ohligser Unterland. Die Viehbachtalstraße besitzt keinen direkten Anschluss an das regionale Fernstraßennetz und wurde auf Solinger Stadtgebiet nur als vierspurige Stadtautobahn L 141n realisiert. Seit den 1970er-Jahren streiten Solinger Kommunalpolitiker darüber, ob es Sinn macht, die Lücke zwischen der Viehbachtalstraße und dem Autobahnkreuz Langenfeld an der A 3 zu schließen, um auf diese Weise den Anschluss der Klingenstadt an das deutschlandweite sowie europäische Fernstraßennetz zu verbessern. Eine direkte Autobahnauffahrt bzw. Autobahnabfahrt ist in der Solinger Kommunalpolitik nicht mehrheitsfähig. Solingen und Reutlingen sind die einzigen Großstädte in Deutschland die nicht an ein Fernstraßennetz angeschlossen sind.

Die nächste Autobahnanschlussstelle Solingen befindet sich wenige Kilometer südlich von Ohligs auf dem Gebiet der Stadt Langenfeld an der Stadtteilgrenze zu Solingen-Aufderhöhe. Seit dem Jahre 1936 ist Solingen (indirekt) mit dieser Anschlussstelle an das Fernstraßennetz angebunden. Das Hildener Kreuz liegt mit der Anschlussstelle Hilden ca. acht Kilometer nordwestlich entfernt.[153][154]

Ohligser Busbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Busbahnhof von Solingen ist der Ohligser Busbahnhof, er liegt direkt am Solinger Hauptbahnhof. Viele Solinger Buslinien und zwei O-Buslinien (Ringlinien 681 und 682) verbinden Ohligs mit fast allen Solinger Stadtteilen. Auch die Städte Haan, Hilden, Langenfeld, Monheim am Rhein und Düsseldorf sind mit Bussen der Stadtwerke Solingen bzw. der Düsseldorfer Rheinbahn vom Ohligser-Busbahnhof aus zu erreichen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rheinischer Städteatlas Ohligs; Lfg. XII Nr. 66, 1996; Bearbeiterin: Elisabeth Reuß; Rheinland-Verlag Köln, ISBN 3-7927-1565-1
  • Johannes Fahmüller, Ralf Rogge, Marco Kieser: Villen in Solingen. Bürgerliche Wohnhäuser zwischen 1860 und 1950. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2009, ISBN 978-3-88462-292-6.
  • Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen-Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-229-2.
  • Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: Solingen – Großstadtjahre 1929–2004. Wartberg Verlag 2004, ISBN 3-8313-1459-4
  • Ralf Rogge: Ohligs wie es früher war Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2001, ISBN 3-8313-1177-3.
  • Heinz Rosenthal: Solingen. Geschichte einer Stadt. 3 Bände, Braun, Duisburg
    • Band 1: Von den Anfängen bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts. 1969, DNB 457973358.
    • Band 2: Von 1700 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. 1972, ISBN 3-87096-103-1.
    • Band 3: Aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. 1975, ISBN 3-87096-126-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ohligs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bilder-von-solingen.de/html/bahnhof_und_umgebung.html
  2. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/ohligs-ist-mehr-als-nur-eine-haltestelle-aid-1.7155068
  3. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/staedtevereinigung.htm
  4. a b c d e f g h i j k l Rheinischer Städteatlas Ohligs; Lfg. XII Nr. 66, 1996; Bearbeiterin: Elisabeth Reuß; Rheinland-Verlag Köln
  5. https://www.solingen.de/ris/inhalt/bezirksvertretung-ohligs-aufderhoehe-merscheid/
  6. a b Johannes Fahmüller, Ralf Rogge, Marco Kieser: Villen in Solingen. Bürgerliche Wohnhäuser zwischen 1860 und 1950. Worms 2009, S. 46/47, 69–72, 107/108, 120–124, 139/140, 169–173, 186–189, 193–197, 209/210, 218–231, 234–238, 246/247.
  7. http://www.stadtteilbuero-ohligs.de/wp-content/uploads/2019/08/181206_Gebietsabgrenzung_ISEK_Ohligs.jpg
  8. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/umbau-ohligser-heide-geht-2019-weiter-10842836.html
  9. http://www.bilder-von-solingen.de/html/ohligser_heide_-_unterland.html
  10. https://www.solingen-redet-mit.de/vorhaben/hansa-quartier
  11. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-stellt-am-bergischen-gemeinschaftsstand-auf-der-expo-real-aus_aid-46073609
  12. https://germansite.de/GermanSite/expose/parcel/de/296128
  13. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/600-neue-arbeitsplaetze-im-hansa-quartier-aid-1.6865336
  14. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/stadt-solingen-plant-behelfsbruecke-zu-den-bahngleisen_aid-45911973
  15. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/holiday-inn-kommt-nach-solingen-ohligs_aid-39627001
  16. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/kleines-silicon-valley-im-ohligser-osten_aid-21921963
  17. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/solingen-wird-ohligser-heide-umgestaltet-13138663.html
  18. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-moorschnucken-und-ziegen-in-der-ohligser-heide_aid-46251015
  19. Marina Alice Mutz: Engelsberger Hof. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 17. April 2016.
  20. https://rp-online.de/nrw/staedte/hilden/schafe-pflegen-die-hildener-heide_aid-45621253
  21. http://www.zeitspurensuche.de/02/sghack1.htm
  22. http://www.bund-solingen.de/themen_und_projekte/rettet_das_ittertal/
  23. https://www.openpetition.de/petition/online/das-ittertal-als-biotop-verbund-zwischen-wupper-und-rhein-erhalten-und-schuetzen?direct=1
  24. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/olbo-abriss-soll-in-14-tagen-starten_aid-23247157
  25. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/erste-rohbauten-stehen-auf-dem-ehemaligen-stadiongelaende-in-ohligs_aid-39345661
  26. Kurzüberblick über die Geschichte Merscheids auf solingen-merscheider-hof.de, abgerufen am 14. Januar 2015
  27. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, S. 9–13.
  28. http://www.merscheider-heimatverein.de/mhv_geschichte.htm
  29. Jörg Engelbrecht: Bürgerliche Reformen und imperiale Machtpolitik am Niederrhein und Westfalen. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler über Rhein und Weser. Köln 2007, S. 101.
  30. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, S. 14–15.
  31. https://www.solingerwochenmarkt.de/2015/03/15/ohligser-marktimpressionen/
  32. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/die-berliner-bruecke-wird-trocken-gelegt_aid-20299079
  33. a b Heinz Rosenthal: Solingen. Geschichte einer Stadt. Aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. 1975, Band 3, Braun, Duisburg 1975, ISBN 3-87096-126-0.
  34. http://www.zeitspurensuche.de/02/kirchsg4.htm#Ohligs-kath
  35. http://kath-solingen-west.de/gemeinden/st.-joseph1/
  36. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/st-joseph-das-wahrzeichen-von-ohligs_aid-23910835
  37. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/geht-weiter-pfarrei-sebastian-10900638.html
  38. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/solingen-dachstuhl-stadtkirche-ohligs-wird-repariert-12217967.html
  39. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/stadtkirche-ohligs-wird-150-jahre-alt_aid-18682959
  40. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/stadtkirche-ohligs-bietet-viel-raum-fuer-gemeindeleben_aid-35714173
  41. https://rp-online.de/nrw/staedte/hilden/bahnstrecke-hilden-solingen-sorgte-schon-vor-125-jahren-fuer-viel-aerger_aid-35343011
  42. https://solingenmagazin.de/wie-ohligs-ein-stadtteil-von-solingen-wurde-ralf-rogge-referiert/
  43. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-kein-solinger-sein-will-11113414.html
  44. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/1929-geburt-grossstadt-3896373.html
  45. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/staedtevereinigung.htm
  46. https://www.solingen.de/de/inhalt/november-1938/
  47. http://bilder-von-solingen.de/html/die_dusseldorfer_str__u_a_.html
  48. Manfred Krause (Hrsg.): „… dass ich die Stätte des Glückes vor meinem Tode verlassen müsste“. Beiträge zur Geschichte jüdischen Lebens in Solingen. Solinger Geschichtswerkstatt e.V., Solingen 2000, ISBN 3-9805443-3-8. S. 365
  49. http://www.zeitspurensuche.de/02/sgkri22.htm
  50. Rolf Müller, Stadtgeschichte Langenfeld Rheinland, Verlag Stadtarchiv Langenfeld 1992.
  51. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/schueler-erinnern-an-stadtgrenze-solingen-langenfeld-an-opfer-des-ns-regimes_aid-37946041
  52. https://rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/wenzelnberg-morde-starb-ein-taeter-kurz-danach_aid-19786051
  53. http://www.zeitspurensuche.de/02/sgkri23.htm
  54. a b c Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: Solingen – Großstadtjahre 1929–2004. Wartberg Verlag 2004, ISBN 3-8313-1459-4
  55. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen-Ohligs, S. 54
  56. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/video-neue-bank-ohligs-erregt-gemueter-3935396.html
  57. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/bdquo-gute-laune-tunnel-ldquo-aid-1.397407
  58. Stadt Solingen: Flyer zur Neugestaltung des Busbahnhofes (Memento des Originals vom 27. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de (PDF-Dokument)
  59. http://www.zeitspurensuche.de/02/sgoohl1.htm
  60. http://www.zeitspurensuche.de/04/post4.htm
  61. Michaela Böhm: Trappeto-Solingen-Trappeto … und zurück. Deutschlandradio Kultur, 20. Dezember 2015, abgerufen am 30. März 2016.
  62. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/solingen-noerdlichste-stadt-siziliens-12772992.html
  63. https://www.solitalia.de/
  64. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/trappeto-ersten-gastarbeiter-erinnern-sich-6833244.html
  65. https://www.solingen.de/de/aktuelles/solingens-bevoelkerung-ist-auch-2017-gewachsen/
  66. Uli Preuss: Ohligser Italiener haben mehr als eine Heimat. In: Solinger Tageblatt. 6. Juli 2016, abgerufen am 6. Juli 2016.
  67. http://deutschlandfunkkultur.pageflow.io/deutschlandradiokultur-trappeto-solingen#29907
  68. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/solingen-ohligs-praesentiert-seine-italienische-seite-12355795.html
  69. https://www.solingen.de/C12581EE0036EAEC/files/stadtbezirk_altersgruppen_2017-2018.pdf/%24file/stadtbezirk_altersgruppen_2017-2018.pdf
  70. https://solingenmagazin.de/prognose-solingens-bevoelkerung-wird-weiter-wachsen/
  71. https://www.solingen.de/de/aktuelles/prognose-solinger-bevoelkerung-waechst-bis-2040-auf-knapp-167000/
  72. Vorsteher werden Bezirksbürgermeister. In: Solinger Morgenpost. 15. Juli 2011, abgerufen am 11. März 2015.
  73. https://www.im.nrw/themen/buergerbeteiligung-wahlen/wahlen/kommunalwahlen
  74. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 12. Mai 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ratsportal.solingen.de www.ratsportal.solingen.de/
  75. https://www.solingen.de/ris/inhalt/bezirksvertretung-ohligs-aufderhoehe-merscheid/
  76. Marina Alice Mutz: Solinger Bürgermeister. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 26. März 2016.
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  78. Marina Alice Mutz: Wappenbeschreibung. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 30. März 2016.
  79. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/fast-2000-narren-feiern-rappelvollen-saelen-6102363.html
  80. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/otv-party-mit-tradition-aid-1.5739306
  81. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/100000-besucher-zum-duerpel-fest-erwartet_aid-20933419
  82. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/duerpelfest-solingen-veranstalter-rechnet-100000-besuchern-12294911.html
  83. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/duerpelfest-kostet-rund-euro-9897212.html
  84. http://www.komet-pirmasens.de/Der%20Komet/volksfestplaetze/solingen-ohligs.html
  85. https://solingenmagazin.de/100-000-menschen-besuchen-das-duerpelfest/
  86. http://www.der-letzte-schrei.de/
  87. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/duerpelfest-verspricht-viel-abwechslung-9878977.html
  88. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/tausende-geniessen-duerpelfest-9903477.html
  89. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-veranstalter-und-polizei-ziehen-nach-duerpelfest-bilanz_aid-39065011
  90. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/vierter-kneipentag-in-solingen-ohligs-mit-rekordbeteiligung_aid-45015383
  91. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-weihnachtsduerpel-lockt-nach-ohligs_aid-34609917
  92. https://solingenmagazin.de/ohligser-weihnachtsduerpel-am-zweiten-adventswochenende/
  93. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/planetarium-in-solingen-das-galileum-brummt_aid-46102223
  94. https://solingenmagazin.de/galileum-eroeffnet-ein-tag-fuer-die-geschichtsbuecher-video/
  95. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-familien-reisen-durch-das-universum_aid-40644881
  96. https://www.youtube.com/watch?v=SabYO1XLnRw
  97. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-jongens-sehen-sich-heimatverein-8489272.html
  98. https://solingenmagazin.de/ohligser-jongens-setzen-sich-fuer-radler-ein/
  99. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/ohligser-fuer-eigenes-olx-kennzeichen-aid-1.7182200
  100. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/will-olx-autokennzeichen-ohligs-9045266.html
  101. http://www.ohligser-jongens.de/
  102. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-jongens-sind-eine-denkfabrik-10132437.html
  103. Solinger Tageblatt: Nippesstraße aus der Reihe Straßennamen, 2016
  104. https://www.youtube.com/watch?v=9sLc2szf6dc
  105. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/monhofer-feld-waechst-und-gedeiht_aid-9046153
  106. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/amefa-stahlwaren-aus-solingen-richtfest-im-monhofer-feld_aid-42280169
  107. https://www.gruenderszene.de/technologie/software-startup-instana?interstitial
  108. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/stadtteil-geht-fuehrung-12316460.html
  109. https://www.codecentric.de/karriere/standorte/
  110. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligs-unternehmer-investiert-millionen-12314807.html
  111. https://www.instana.com/
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