Christus-König-Statue (Świebodzin)

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Christus-König-Statue in Swiebodzin 2014

Die Christus-König-Statue (polnisch Pomnik Chrystusa Króla) ist ein Monument in Świebodzin (dt. Schwiebus), Woiwodschaft Lebus, Polen. Mit seinen 36 Metern ist es weltweit das höchste Christusbildnis, zwei Meter höher als der Cristo de la Concordia in Cochabamba, Bolivien, und sechs Meter höher als der Cristo Redentor in Rio de Janeiro, wenn man die Sockel bzw. Hügel außer Acht lässt, auf denen sie stehen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detail der Christus-König-Statue in Swiebodzin

Die Errichtung des Monuments wurde vom Pfarrer des Ortes, Prälat Sylwester Zawadzki, angeregt und die Statue vom polnischen Bildhauer Mirosław Kazimierz Patecki aus Przybyszów entworfen. Christus König gilt als Schutzpatron sowohl der Stadt als auch der Pfarrkirche. Fertiggestellt wurde die Statue am 6. November 2010. Am 21. November 2010 weihte sie der Bischof von Zielona Góra-Gorzów, Stefan Regmunt, in Anwesenheit des emeritierten Erzbischofs von Breslau, Henryk Roman Kardinal Gulbinowicz, während einer Heiligen Messe ein. Kardinal Henryk Roman Gulbinowicz sprach als Hauptzelebrant der Heiligen Messe während der Feierlichkeiten folgende Worte: "Auf der Landkarte von Polen und von Europa erschien Świebodzin. Christus hat offene Arme für Euch und für die ganze Welt!"[1]

Prälat Sylwester Zawadzki hatte in seinem Testament verfügt, dass sein Herz zu Füßen der Christusstatue bestattet werden solle, denn er betrachtete die Realisierung des Monuments als sein größtes Werk. Diesen Wunsch erfüllte ihm sein Nachfolger, nachdem Zawadzki im Frühjahr 2014 verstorben war. Das Herz wurde im Beisein einiger Dutzend Gläubiger mit Pfarrer Zygmunt Zimnawodas Segen in einer Schatulle in dem Fundamenthügel bestattet. Das hatte allerdings gravierende Folgen, da nach polnischem Recht Bestattungen nur auf Friedhöfen und andernorts nur mit gesonderter Genehmigung erfolgen dürfen. Das zuständige Gericht sprach den Pfarrer einer Ordnungswidrigkeit ohne weitere Strafe schuldig. Daraufhin beantragte Zimnawoda seine Versetzung, ab 13. Juli 2014 leitet er nicht mehr die Gottesdienste in Świebodzin. Gegen die beiden Ärzte, die das Herz entnommen hatten, läuft ein Strafverfahren (Stand 13. Juli 2014), der Leiter der Klinik verzichtete freiwillig auf seinen Posten.[2]

Baudaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Nahaufnahme der Christus-König-Statue

Die ca. 440 Tonnen schwere Statue ist weithin sichtbar und wurde unweit vom Zentrum der Stadt Świebodzin auf einem 16,5 m hohen künstlichen Hügel aus Erde und Steinen errichtet. Die Blickrichtung der Christus-König-Statue ist nach Westen ausgerichtet und der künstlich angelegte Hügel wird dabei von 5 Ringen umgeben. Diese Ringe stehen symbolisch für die erlösende Rolle Christi auf den fünf Kontinenten der Erde.

Durch die Aufschüttung des Geländes wird eine Gesamthöhe von 52,5 m erreicht. Die Statue selbst ist 33 m hoch und symbolisiert damit die 33 Lebensjahre Jesu. Auf dem 15 Tonnen schweren und 4,5 m großen Kopf befindet sich eine 3 m hohe vergoldete Krone. Diese große Krone soll wiederum auf die 3 Jahre seines öffentlichen Auftretens hinweisen.

Mit ihren sich der Menschheit öffnenden Armen ist die Statue von Zeigefinger zu Zeigefinger 24 m breit.[3] [4] [5] Jede Hand ist dabei 6 m lang. Die Figur wurde aus einem mit Stahlnetzen bewehrten Sichtbeton mit Hohlraum errichtet.

Verantwortlich für das Technische Konstruktionsprojekt waren Dozent Mikołaj Kłapoć und Dr. -Ing. habil. Jakub Marcinowski von der Universität Zielona Góra. Die Elemente des Gewandes der Statue wurden von Tomasz Stafiniak aus Brójce ausgeführt. Die Entwürfe der notwendigen Fundamente stammen von Ing. Marian Wybraniec aus Świebodzin. Sämtliche Konstruktionsentwürfe lieferten Ing. Krzysztof Nawojski und Mag. Ing. Roman Sobociński aus Świebodzin. Die Ausführung der Konstruktionen übernahm die Firma ANKO unter der Leitung von Andrzej Kołodyński aus Świebodzin.[6]

Die Baukosten für dieses Projekt, das ausschließlich aus Spenden finanziert wurde, variieren je nach Quelle zwischen einer Million Euro und zusätzlichen Sachspenden bis 3,5 Millionen Euro.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist geplant, dass in der unmittelbaren Umgebung der Statue die Swiebodziner Gärten mit Rosenkranzpfaden entstehen sollen. Vieles wurde dabei schon verwirklicht, und es entstand ein Ort der Besinnung, der Ruhe und der Erholung. Zu den Füßen der Christus-König-Statue gibt es einen Kreuzweg. Alle Kreuzwegstationen sind mit dekorativen Blumen und Pflanzen geschmückt. Viele Stellen laden die Pilgerer aus aller Welt an der Christus-König-Statue sowie am eingerichteten Pilgerbüro zu einen Moment der Stille und der inneren Einkehr ein.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizielles Prospekt der Stadt Swiebodzin und der Diözese Zielona Góra-Gorzów zur Christus-König-Statue von 2015
  2. Dietrich Schröder: "Ein Herz unter der Jesus-Figur sorgt für Unruhe" in Märkische Oderzeitung vom 12./13. Juli 2014, S. 10.
  3. Offizielles Prospekt der Stadt Swiebodzin und der Diözese Zielona Góra-Gorzów zur Christus-König-Statue von 2015
  4. In Polen steht nun die weltweit größte Christusstatue, Artikel vom 7. November 2010 auf welt.de. Abgerufen am 6. Februar 2013
  5. Polens Christus-König-Statue, Artikel auf pagewizz.com. Abgerufen am 6. Februar 2013.
  6. Offizielles Prospekt der Stadt Swiebodzin und der Diözese Zielona Góra-Gorzów zur Christus-König-Statue von 2015
  7. Offizielles Prospekt der Stadt Swiebodzin und der Diözese Zielona Góra-Gorzów zur Christus-König-Statue von 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christus-König-Statue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 14′ 12″ N, 15° 32′ 48″ O