Clara Salbach

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Clara Salbach in der Gartenlaube 1888
Clara Salbach 1895 als Jungfrau von Orléans
Clara Salbachs Grab auf dem Urnenhain Tolkewitz

Clara Salbach (* 13. Mai 1861 in Berlin; † 30. Januar 1944 in Dresden; auch Clara Hofmann-Salbach) war eine sächsische Hofschauspielerin.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salbach gab, nach einer Ausbildung bei Minona Frieb-Blumauer, ihr Debüt als Schauspielerin 1880 am Weimarer Hoftheater, später folgten Engagements in Hanau, Mainz und Leipzig. Ab 1889 gehörte sie dem Ensemble des Hoftheaters Dresden an, wo sie die Rollen des Gretchens, der Luise, von Klärchen, Cordelia, Imogen, Desdemona, Hero, Porzia, Minna, Maria Stuart, Eboli sowie der Jungfrau von Orleans spielte.[2]

Im Jahr 1899 heiratete sie Jean Hofmann und nahm den Namen Hofmann-Salbach an. Ab spätestens 1902 wohnte das Paar in der heute unter Denkmalschutz stehenden[1] Villa Salbach in der Schulstraße 19 (heute Ledenweg 39) in Niederlößnitz, heute Radebeul. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg zog Salbach in eine Stadtwohnung nahe dem Dresdner Großen Garten.[3]

Ab 1912 wechselte Hofmann-Salbach altersgemäß zu Mutterrollen, die sie bis 1931 auf der Dresdner Bühne spielte. In dem Film Der galante König – August der Starke von 1920 spielte sie die Mutter des Kurfürsten. Im Jahr 1932 nahm sie nach 43 Bühnenjahren ihren Abschied. Hofmann-Salbach verstarb 1944 in Dresden und wurde auf dem Urnenhain Tolkewitz beigesetzt. Ihr Porträt hängt heute in der Ahnengalerie des Schauspielhauses.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während ihrer frühen Theaterjahre wurde Salbach vom damaligen Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen mit der goldenen Verdienstmedaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.

Die Kritiken bezeichneten sie bereits in frühen Jahren, insbesondere „wegen ihrer Schillerschen Hauptrollen“, als eine der wenigen „wirklich genialen Naturen unter den schauspielernden Frauen Deutschlands“, die jedoch nicht nur die „poesievollste und an zarter Anmut reichste“ jugendliche Heldin sei, sondern auch über ein „erstaunliches Register furioser Leidenschaft“ verfüge.[3]

Anlässlich ihres Abschieds vom Dresdner Staatstheater wurde sie zum Ehrenmitglied der Bühne ernannt,[4] ihr Porträt hängt noch heute in der Ahnengalerie des Staatsschauspiels.[3]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1920: Der galante König - August der Starke

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Andert: Goldene Theatersouvenirs. Teil 53. In: Kötzschenbrodaer Geschichten. Januar 2012, abgerufen am 10. Januar 2012 (PDF; 233 kB).
  • Volker Helas (Bearb.): Stadt Radebeul. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Große Kreisstadt Radebeul (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Sachsen). SAX-Verlag, Beucha 2007, ISBN 978-3-86729-004-3.
  • Friedrich Kummer: Dresden und seine Theaterwelt. Vlg. Heimatwerk Sachsen, Dresden 1938.
  • Inge Mätje: Die Ahnengalerie im Schauspielhaus Dresden. Hrsg.: Staatsschauspiel Dresden. Selbstverlag Staatsschauspiel, Dresden (Spielzeit 1989/90).
  • Salbach, Klara. In: Bruno Volger (Hrsg.): Sachsens Gelehrte, Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild nebst einem Anhang: „Nichtsachsen“. Bruno Volger Verlagsbuchhdlg., Leipzig-Gohlis, S. 153–154 (Textarchiv – Internet Archive – 1907–1908, abweichendes Geburtsjahr 1863).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Clara Salbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Volker Helas (Bearb.): Stadt Radebeul. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Große Kreisstadt Radebeul (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Sachsen). SAX-Verlag, Beucha 2007, ISBN 978-3-86729-004-3, S. 185.
  2. a b Clara Salbach (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staatsschauspiel-dresden.de
  3. a b c Frank Andert: Goldene Theatersouvenirs. Teil 53. In: Kötzschenbrodaer Geschichten. Januar 2012, abgerufen am 10. Januar 2012 (PDF; 233 kB).
  4. Salbach-Hoffmann, Clara. In: Jens Börner et al.: 100 Jahre Krematorium und Urnenhain Dresden-Tolkewitz. Sax Verlag, Beucha/Markkleeberg 2011, S. 200.