Claudius Reimann

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Claudius Reimann (2012)

Claudius Reimann (* 21. Mai 1969 in Marl) ist ein deutscher Saxophonist. Seine Schwerpunkte sind Improvisation, Jazz und Performance.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reimann bekam Unterricht in den Fächern Akkordeon, Klavier, Saxofon, Improvisations- und Harmonielehre. 1986 erhielt er eine Auszeichnung beim Bundeswettbewerb Treffen junger Liedermacher[1] durch den Berliner Senat. 1990 gründete er die Künstlergruppe ASIMASOGRA. Es folgten übergreifende Kunstaktionen im Kreis Recklinghausen und eine CD-Produktion, bei der Claudius Reimann mit dem Mittel der Improvisation Texte von Norbert Kühne vertonte.

1997 entstand das Jazz-Duo 2 aus Sogra City, das zur Eröffnung der Ruhrfestspiele 2003 spielte. Das Kunstwort Sogra taucht in seinen Arbeiten immer wieder auf. 2005 gründete er das Performance-Ensemble Sograett mit der Tänzerin Wiebke Harder.[2] Seine zunehmend präparierten und modifizierten Saxofone und Klarinetten bezeichnet Reimann selbst als Sografone.[3]

2006 publizierte er Auszüge aus seinen Tagebüchern unter dem Titel: Ich fühle mich sogra,[4] über das das Jazz Podium schreibt: „Brilliant lakonisch…wunderbar kurzweilig…inspirierende Häppchen-Kunst.“[5] 2010 Gründung der Initiative echtzeitmusik2010 anlässlich der Kulturhauptstadt Europas – Die Initiative kommt auf Platz 7 beim Unprojekte Festival.[6] Konzerte und CD Produktion mit Klaus Treuheit. 2011 Performance mit Chrystel Guillebeaud in Wuppertal. Mit Nils Gerold und Frank Paul Schubert trat er auf dem Bremer MIB-Night Jazzfestival auf. Aufzeichnung und Sendung durch Radio Bremen.

2012 hatte Reimann sein zweites Gastspiel bei der ExtraSchicht und trat außerdem im Textilmuseum Bocholt auf Einladung des LWL-Industriemuseums in einen musikalischen Dialog zu den Skulpturen von Magdalena Abakanowicz und Laura Ford.[7] Für zwei Aufführungen mit szenischen Lesungen von und mit Michael Molsner übernahm er die musikalische Leitung. 2013 improvisierte Claudius Reimann mit Gongs und Sografon zur Einzelausstellung von Heinz Cymontkowski in der Künstlerkolonie Worpswede. Für die Punkband Hass spielte er für deren 2014 veröffentlichtes Album Kacktus das Akkordeon ein.[8] Im Duo mit der Klarinettistin Katharina Bohlen erschien kurz darauf das Konzeptalbum 2nd floor.[9]

2015 wurde es wiederum literarisch. Es erschien Reimanns Roman "Ist das Jazz oder kann das aus?"[10] - eine originelle und liebenswerte Erzählung über einem Musiker, der mit seiner Musik durch das Land tingelt, an sich selbst zweifelnd und immer knapp bei Kasse.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zivilcourage – A.N.A.L., Vinyl - Schrägton-Records, 1986
  • Giganten – Milkman One, Vinyl / EP im Label Bigstore, 1989
  • Die CD – ASIMASOGRA, CD - LC 5458 (Texte: Norbert Kühne), 1993
  • 1. Marler Sampler – Müllermasogra, CD – LC 7120, 1995
  • Different – The It In You, CD – LC 5458, 2001
  • Triptychon – (Duo mit Klaus Treuheit, Orgel) CD – LC 11469, 2010
  • Kacktus – Akkordeon als Gastmusiker bei der Punkband Hass, CD und Vinyl - LC 24184, 2014
  • 2nd floor – (Duo mit Katharina Bohlen, Klarinette) CD im Label creative sources, 2014
  • Long clarinets - short stories? (Trio mit Reinald Noisten, Katharina Bohlen, Claudius Reimann), CD, creative sources, 2015

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ich fühle mich sogra – Einblicke in die Tagebücher eines Saxofonspielers, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2006 ISBN 3-86703-206-8
  • Ist das Jazz oder kann das aus? - Die kurzen Briefe des Hugo Buriem, Roman, Ventura Verlag, Werne 2015, 2. Auflage: Juni 2016, ISBN 978-3-940853-35-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archiv Bundeswettbewerbe – Siehe 1986
  2. Tanzatelier Wi-dance (Recklinghausen)
  3. Sografonist - Filmporträt über Claudius Reimann
  4. Rezension in der Jazzzeitung
  5. Jazzpodium - Ausgabe: April / 2007
  6. Top 10 beim Unprojekte-Festival:2010
  7. Pressemitteilung des LWL
  8. Besprechung im Twilight-Magazin
  9. CD Kritik im Jazzportal NRW
  10. Kunstmelder stellt Reimanns Roman vor