Heinz Cymontkowski

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Heinz Cymontkowski 2013 in Worpswede

Heinz Cymontkowski (* 1954 in Selm) ist ein deutscher Maler und Objektkünstler. Heinz Cymontkowski lebt und arbeitet in Selm, Lünen, Bremen und seit 2006 auch im Dorf Teufelsmoor.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Darstellung von Mensch und Natur, Verfolgung und Deportation sowie aktuelle zeitpolitische Geschehen bilden Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit. Heinz Cymontkowskis Malerei bedient sich unterschiedlicher Techniken bei denen die Farbe mit Pinsel, Spachtel und anderen Werkzeugen aufgebracht wird. In zahlreichen Arbeiten beschäftigt sich Cymontkowski mit der Freiheit des Menschen.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit sind flüchtig wirkende Tuschezeichnungen auf Papier. Diese von Cymontkowski selbst als „Elementarzeichnungen“ benannten Arbeiten sind auf wesentliche Formen reduziert und bilden einen Spannungsbogen zu seinen großformatigen Gemälden.

Durch seine Arbeit im Atelier im Dorf Teufelsmoor ergab sich neben einer Auseinandersetzung mit der Künstlerkolonie Worpswede, insbesondere eine Beschäftigung mit Leben und Werk von Heinrich Vogeler. Dies führte 2012 zu einer Ausstellung in Worpswede, bei der Cymontkowski seine Arbeiten denen von Heinrich Vogeler gegenüberstellte.

(2008) Zeichnung zum Gedankenfreiraum

Gedankenfreiraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 realisierte Cymontkowski seinen ersten „Gedankenfreiraum“: Ein durch rote Grenzsteine im Boden ausgewiesener Quadratmeter Erde. Die Ruhr-Nachrichten zitieren Cymontkowski in der Ausgabe vom 29. Mai 2008 mit den Worten: „Der Gedankenfreiraum kennt keinen Eigentümer, er kann nicht käuflich erworben oder militärisch besetzt werden. Er ist eine Fläche ohne Vorschriften und Gesetze.“ Die dauerhaft eingerichtete Installation neben der Selmer Burg Botzlar wurde am 28. Mai 2008 im Rahmen einer Performance des Saxofonisten Claudius Reimann der Stadt Selm übergeben.

Die kommunale Galerie Altes Rathaus für zeitgenössische Kunst in Worpswede installierte 2014 auf ihrem Gelände ebenfalls einen Gedankenfreiraum in Anwesenheit des Künstlers Heinz Cymontkowski.

Preise und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kunstpreisträger der Stadt, Selm, 1988.
  • Heinrich-Bußmann-Preis, Lünen, 2006.

Literatur über Cymontkowski[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulla Ehrlinger u. a.: Jüdisches Leben in Westfalen und Lippe – eine Bibliografie. Hermes, Warburg 1995, ISBN 3-922032-53-2.
  • Michael Brocke (Hrsg.): Feuer an dein Heiligtum gelegt – Zerstörte Synagogen 1938 in NRW. Kamp, Bochum 1999, ISBN 3-89709-200-X.
  • Seher Sucher Wächter. Selm 2002, ISBN 3-9808071-7-7. (Begleitkatalog zur Ausstellung des Kunstmalers Heinz Cymontkowski)
  • Werner Schaub (Hrsg.): WOW - Kunst für Kids. Studie des BBK und des Bildungsministeriums für Bildung und Forschung. Bonn 2008, ISBN 978-3-00-025099-6.
  • Gerd Dethlefs (Hrsg.): Das Cappenberger Chorgestühl von 1509 – 1520. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-873-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]