Clean Water Act

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Der Clean Water Act (auch CWA, eigentlich: Federal Water Pollution Control Act, dt. sinngemäß: Gesetz zur Reinhaltung des Wassers) ist ein Bundesgesetz der USA, das dem Schutz von Oberflächengewässern[1] dient. Es wurde 1972 in Folge der Gründung der Environmental Protection Agency (EPA) verabschiedet,[2] die auch die zuständige Aufsichtsbehörde ist. Der Umfang des Gesetzes beinhaltet die Wiederherstellung der chemischen, physikalischen und biologischen Ganzheit[3] des Wassers („… to restore and maintain the chemical, physical, and biological integrity of the Nation’s waters …“)[4] sowie die Aufrechterhaltung dieses Zustandes. Es enthält das Verbot, Schadstoffe in Gewässer einzubringen. Auf Basis des Gesetzes erläßt die EPA Einzelregelungen.

Das aktuelle Wasserreinhaltungsgesetz geht auf den Federal Water Pollution Control Act von 1948 zurück.[5] Es wurde unter der Präsidentschaft von Richard Nixon und den damals mehrheitlich demokratisch besetzten Kammern des Kongresses der Vereinigten Staaten verabschiedet. Unter anderem waren die Politiker John Blatnik und Joseph W. Westphal mit der Vorbereitung des Gesetzes befasst. Das 1972 verabschiedete Gesetz erwies sich als zu ambitioniert;[1] es wurde 1977 überarbeitet (Clean Water Act of 1977). Bedeutende weitere Änderungen wurden 1987 eingebracht (Water Quality Act of 1987).

Der Clean Water Act war Anspruchsgrundlage wichtiger Klagen in den USA (die häufig vom Supreme Court entschieden wurden) – so bei der Deepwater-Horizon-Umweltkatastrophe[6], im Fall Mingo Logan gegen EPA, Rapanos gegen United States, Solid Waste Agency of Northern Cook County gegen Army Corps of Engineers[7] oder bei Hanousek gegen United States[8].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bernd Klauer: Nachhaltigkeit und Naturbewertung: Welchen Beitrag kann das ökonomische Konzept der Preise zur Operationalisierung von Nachhaltigkeit leisten?, Umwelt und Ökonomie, Band 25, Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-64247-0264, S. 20
  2. Yŏng-hŭi Yi: Nachhaltiger Bodenschutz: international, europäisch und national, FAGUS-Schriften, Band 14, Interdisziplinäre Forschungsarbeitsgemeinschaft für Gesellschaft, Umwelt und Siedlung (Hrsg.), Universitäts-Verlag der TU Berlin, 2006, ISBN 978-3-79831-9950, S. 214f.
  3. „Integrity“ (als Ganzheit übersetzt) meint hierbei eine Art der Vollständigkeit; Wasser soll nicht nur sauber, sondern auch in einer natürlichen Form vorhanden sein, gem. Wetlands Explained : Wetland Science, Policy, and Politics in America: Wetland Science, Policy, and Politics in America, Center for Limnology, Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences University of Colorado, Oxford University Press, USA, 2001, ISBN 978-0-19803-0218, S. 50f. (Englisch)
  4. The Clean Water Act: Protecting and Restoring our Nation’s Waters, Water: Clean Water Act 40th Anniversary, Environmental Protection Agency (Englisch)
  5. Summary of the Clean Water Act: 33 U.S.C. §1251 et seq. (1972), Laws & Regulations, Environmental Protection Agency (Englisch)
  6. "Deepwater Horizon"-Katastrophe: BP kommt mit geringer Strafe davon, 16. Januar 2015, Der Spiegel
  7. Solid Waste Agency of Northern Cook County v United States Army Corps of Engineers et al., Legal Information Institute, Cornell University Law School (Englisch)
  8. Supreme Court of the United States: Edward Hanousek, Jr v. United States, Legal Information Institute, Cornell University Law School (Englisch)