Cleyhorst

Die Herren von Cleyhorst (auch: Kleyhorst) waren ein westfälisches Adelsgeschlecht.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Geschlecht gehörte zu den Erbmännern, das heißt dem Münsteraner Stadtadel. Ihr namensgebendes Stammhaus lag in Servatii. Bereits 1330 besaßen sie Wilkinghege.[1] Außerdem erwarben sie 1349 von den Herren von Schonebeck den Hof Schonebeck, den sie im 16. Jahrhundert mit ihrem entfernten Verwandten Heinrich I. von Droste zu Hülshoff tauschten.[2] Nach dem Tode des Godeke von Handorf um 1380 gehörte ihnen der Hof Spielbrink und die Höfe „Lengerkes Erbe“ (auch „Grosse Lengerich“ und „Lütke Lengerich“ genannt) in Dorbaum[3] mit der damals für die Fürstbischöfe strategisch wichtigen mittelalterlichen Wallburg Haskenau am Zusammenfluss der Werse mit der Ems.[4], welche Christina von Cleyhorst an ihren Sohn Johann IV. Droste zu Hülshoff weiter vererbte.[5]
1284 war ein Johann Cleyhorst Schöffe und 1309 ein Bernhard Cleyhorst Bürgermeister in Münster. Echert Cleyhorst war 1346 Richter und 1365 als Bürger von Münster unter den Landständen des Bistums Münster. Bernd Cleyhorst war 1387 Richter in Münster. Weitere Familienmitglieder in Münster sind aus dem 15. Jahrhundert überliefert.[6]
Das Geschlecht erlosch um 1550.[7]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Blasonierung: In Grün eine goldene Rose. Auf dem Helm eine silberne Säule, die oben mit roten Federn besteckt ist. Die Helmdecken sind grün-golden.[8]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anton Fahne: Geschichte der westphälischen Geschlechter, 1858, S. 103 und 244.
- Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 31; Band 2, Görlitz 1903, Tafel 75.
- Werner Dobelmann: Handorf gestern und heute, Münster 1974, S. 12
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Spießen (1901–1903), S. 31.
- ↑ Karl Moritz: Chronik von Nienberge, Nienberge 1983, S. 39.
- ↑ Der Hof „Große Lengerich“ war im 14. Jahrhundert Eigengut des Godeke von Handorf gewesen, der ihn 1380 dem Domkapitel übertragen hatte, welches damit von Deckenbrock belieh (Werner Dobelmann: „Handorf gestern und heute“, Münster 1974, S. 30.).
- ↑ so mit guten Gründen Holsenbürger, S. 25 sowie Droste zu Hülshoff, Wilderich: "900 Jahre Droste zu Hülshoff", Horben 2022, S. 69 f., während Werner Dobelmann ("Handorf gestern und heute", Münster 1974, S. 12, 30) dies auf von Johann IV. in Handorf zusätzlich errichtete, abgegangene kleine Burg bezieht
- ↑ J. Holsenbürger: Die Herren von Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen, Münster 1869, S. 22.
- ↑ Fahne (1858), S. 103.
- ↑ Spießen (1901–1903), S. 31.
- ↑ Spießen (1901–1903), S. 26.