Combichrist

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Combichrist

Combichrist auf dem Rockharz 2019
Allgemeine Informationen
Herkunft Atlanta, Georgia, Vereinigte Staaten
Genre(s) Aggrotech, Rhythm ’n’ Noise (anfangs)
Gründung 2003
Website combichrist.com
Gründungsmitglieder
Musik
Andy LaPlegua
Aktuelle Besetzung
Andy LaPlegua
Dane White (seit 2019)
Eric13 (seit 2014)
Jamie Cronander (seit 2021)
E-Bass, Keyboard, Perkussion
Elliot Berlin (2013, 2016, 2018 bis 2019, seit 2021)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Joe Letz (2006 bis 2019)
Keyboard
Syn M (2005 bis 2007)
Keyboard, Perkussion
Shaun F (2005, 2012)
Keyboard, Perkussion
Gregory Steward (2008 bis 2015)
Keyboard, Perkussion
Nick Rossi (2016 bis 2019)
Perkussion
Jon Horton (2006 bis 2007)
Perkussion
Kourtney Klein (2008)
Perkussion
Trevor Friedrich (2009 bis 2012)
Perkussion
Will Spodnik (2018 bis 2021)
Gitarre, Keyboard
Mr. Bjoern Petersen (2003 bis 2005)
Gitarre
Wes Borland (2009 bis 2010)
Gitarre
Oumi Kapila (2016 bis 2017)
E-Bass, Gitarre
Abbey Nex (2009 bis 2014)
E-Bass
Brent Ashley (2014 bis 2018)
Zusätzliche Live-Mitglieder
Keyboard
Sascha Pniok (2005)
Keyboard
Christian Lund (2006 bis 2007)
Keyboard
Tiffany Lowe (2013)
Keyboard
Daniel Meyer (2013)
Keyboard
Chris Norris (12/2021 bis 01/2022)
Perkussion
Mark Jackson (2009)
Perkussion
Tim Van Horn (2012)

Combichrist ist eine US-amerikanisch-norwegische Band, die 2003 von Andy LaPlegua, zunächst als Soloprojekt, gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Combichrist wurde vom Icon-of-Coil-Frontmann Andy LaPlegua 2003 gegründet. Mit dem Album The Joy of Gunz verließ er das Genre Future Pop und wandte sich zunächst einer härteren Schnittmenge zwischen Aggrotech und Rhythm ’n’ Noise zu. Das Album erschien im September 2003 über Out of Line.

Anfangs als Studioprojekt angelegt, stießen dem Einmannprojekt die beiden Keyboarder Shaun F und Mr. Petersen sowie der Drummer Joe Letz und der Perkussionist John H hinzu. Die Band tourte durch Deutschland, Italien, Holland und England und schließlich durch die USA mit zunehmendem Erfolg.

Im Herbst 2004 veröffentlichten Combichrist mit Sex, Drogen und Industrial eine EP, die sieben Wochen den Spitzenplatz der DAC erreichten. Im Frühjahr 2005 wurde das vor allem in den USA (dort unter dem Label Metropolis Records) erfolgreiche Album Everybody Hates You veröffentlicht, welches deutlich technoider klingt. Textlich drehen sich ihre Werke hauptsächlich um Themen wie Sex, Drogen, Gewalt sowie das Individuum, die Vergänglichkeit des Seins und gesellschaftliche Dekadenz.

What the Fuck is Wrong with you People? wurde 2007 über Out of Line / Metropolis Records veröffentlicht und hatte mit einem Mix aus typischen brachialen und einigen ruhigeren Tracks großen Erfolg. Um für das neue Album angemessen zu werben, unternahm Combichrist die nächste Welttournee unter dem Namen „What the Fuck is Wrong with this Tour?“ und spielten in Amerika, Europa und Australien.

Nach der Tour verließen Perkussionist Jon H. und Keyboarder Shaun F. Combichrist, stattdessen nahmen die beiden Neuzugänge Kourtney Klein und Z Marr deren Plätze ein.

Mit einem deutlich aggressiveren Sound wurde Ende 2008 Frost Ep: Sent to Destroy veröffentlicht. Kurz darauf erschien im Februar 2009 auch das dazugehörige Album Today We Are All Demons, das ebenfalls einen sehr europäischen Sound aufweist.

Anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen Albums starteten Combichrist am 14. Januar 2009 ihre dritte große Tournee „Demons on Tour“ mit Auftritten in Amerika und Europa. Die bisherige Perkussionistin Kourtney Klein wurde durch Trevor Friedrich abgelöst. In Deutschland traten sie unter anderen in Hamburg, Leipzig, Köln, Frankfurt und München auf.

Ende 2009 waren Combichrist als Vorgruppe für Rammstein bei der Europa-Tour zur Rammstein-Veröffentlichung Liebe ist für alle da dabei.[1]

Am 8. Oktober 2010 verkündete das Management von Rammstein, dass Combichrist bei ihrem einzigen Auftritt in den USA, im Madison Square Garden am 11. Dezember 2010, erneut als Vorgruppe auftreten werden.

Bandmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andy LaPlegua (* 15. September 1975) ist der Gründer und Sänger von Combichrist. Zuvor sammelte er Erfahrung als Mitglied in vielen Bands unterschiedlicher Musikrichtungen. Sein erstes großes Projekt Icon of Coil erreichte in den Deutschen Alternativen Charts Topstatus. Weitere Projekte LaPleguas sind Panzer AG und DJ Scandy.
  • Dane White trat der Band 2019 bei nachdem der langjährige Schlagzeuger Joe Letz im Januar desselben Jahres bekannt gab die Band verlassen zu haben. White spielte zuvor in Bands wie Cyberscream.[2]
  • Eric13 ist seit 2014 Mitglied bei Combichrist. Davor war er Mitbegründer, Sänger und Gitarrist für die New Yorker Band Sex Slaves.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[4]
Making Monsters
  DE 89 10.09.2010 (1 Wo.)
No Redemption
  DE 90 08.02.2013 (1 Wo.)
We Love You
  DE 39 04.04.2014 (1 Wo.)
This Is Where Death Begins
  DE 27 10.06.2016 (1 Wo.)
One Fire
  DE 13 14.06.2019 (1 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: The Joy of Gunz (Out of Line)
  • 2005: Everybody Hates You (Out of Line / Metropolis Records, weiterhin als limitierte 2-CD-Edition erhältlich)
  • 2007: What the F**k Is Wrong With You People? (Out of Line / Metropolis Records/TBM, weiterhin als limitierte 2-CD-Edition erhältlich)
  • 2009: Today We Are All Demons (Out of Line, weiterhin als limitierte 2-CD-Edition erhältlich)
  • 2010: Making Monsters (Out of Line, weiterhin als limitierte CD/DVD-Edition erhältlich)
  • 2013: No Redemption (Out of Line, weiterhin als limitierte 2-CD-Edition erhältlich)
  • 2014: We Love You (Out of Line, weiterhin als limitierte 2-CD-Edition erhältlich)
  • 2016: This is Where Death Begins (Out of Line)
  • 2019: One Fire (Out of Line, weiterhin als limitierte 2-CD-Edition erhältlich)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Kiss the Blade (auf 667 Exemplare limitiert, Out of Line)
  • 2004: Blut Royale (666 Exemplare als limitierte Vinyl-Ausgabe, Bractune Records)
  • 2004: Sex, Drogen und Industrial (Out of Line)
  • 2006: Get your Body Beat (Out of Line)
  • 2008: Frost EP: Sent to Destroy (Out of Line)
  • 2009: Heat EP: All Pain is Beat (Out of Line)
  • 2010: Scarred (Out of Line)
  • 2010: Never Surrender (Out of Line)
  • 2011: Throat Full of Glass (Out of Line)
  • 2013: From My Cold Dead Hands (Out of Line)
  • 2017: Broken : United (Out of Line)
  • 2019: Guns at last dawn (Out of Line)
  • 2019: Hate Like me (Out of Line)
  • 2019: Understand (Out of Line)
  • 2022: Heads Off (Out of Line)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Noise Collection Vol. 1 (Out of Line)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Combichrist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RAMMSTEIN.de: Rammstein History 2010 (Memento vom 2. Mai 2012 im Internet Archive)
  2. Dane White. Abgerufen am 29. Oktober 2022.
  3. Eric Sanchez (4). Abgerufen am 29. Oktober 2022.
  4. Chartquellen: DE