Madison Square Garden

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Madison Square Garden
MSG
The Garden
The Mecca of Basketball
The World’s Most Famous Arena
Madison Square Garden
Der Madison Square Garden
Der Madison Square Garden im Jahr 2003
Daten
Ort Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York City, New York, USA
Koordinaten 40° 45′ 1″ N, 73° 59′ 35″ W40.750277777778-73.993055555556Koordinaten: 40° 45′ 1″ N, 73° 59′ 35″ W
Eigentümer Cablevision
Betreiber Cablevision
Eröffnung 11. Februar 1968 (Vierter MSG)
15. Dezember 1925 (Dritter MSG)
16. Juni 1890 (Zweiter MSG)
31. Mai 1879 (Erster MSG)
Oberfläche Parkett
Eisfläche
Kosten 123 Mio. US-Dollar
Architekt Charles Luckman Associates,
Ellerbe Becket
Kapazität 19.763 Plätze (Basketball)
18.200 Plätze (Eishockey)
20.000 Plätze (Konzerte)
Verein(e)
Der Madison Square Garden mit Radrennbahn im Jahr 1907
Madison Square Garden während eines Heimspiels der Rangers

Der Madison Square Garden, auch als The Garden bekannt und mit MSG abgekürzt, ist eine Mehrzweckarena in New York City. Die Halle hat ihren eigenen Fernsehsender und bezeichnet sich selbst als „The World’s Most Famous Arena“ („Die berühmteste Arena der Welt“). Die Mehrzweckarena in Manhattan wird vor allem für Sportveranstaltungen (Boxen, Basketball, Eishockey) und Konzerte genutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Erster MSG 1874 – 1890 Fifth Avenue and 23rd Street[Bearbeiten]

Das Gelände an der 26th Street and Madison Avenue war Eigentum der Familie Vanderbilt, die es als Wartehalle für Fahrgäste ihrer Eisenbahnlinie, der New York and Harlem Railroad, nutzte. Als das Depot 1871 in das Grand Central Terminal verlegt wurde, wurde das alte Gebäude von P.T. Barnum [1] angemietet. Als Barnums Ausstellung “The Greatest Show on Earth” Gewinn abwarf, begann er, sich nach einem festen Ort für seine spektakuläre Show umzusehen. Barnum eröffnete am 30. April 1874 “The New York Hippodrome”, den späteren Madison Square Garden. Es war das größte Gebäude für Vergnügungen, das jemals gebaut worden war, und hatte mehr als 10.000 Sitzplätze. Die Baukosten beliefen sich auf $150.000. Die aufwändigen Produktionen, die im Hippodrome gezeigt wurden, setzten den Maßstab für die zukünftigen, spektakulären und erstklassigen Vorstellungen, die mit dem Namen Barnum verbunden wurden. [2] 1875 mietete Patrick S. Gilmore, ein bekannter Kapellmeister, der das Lied „When Johnny Comes Marching Home“ komponierte, das Gebäude von Barnum und nannte es „Gilmore’s Garden“.[3]. Der Landschaftsgärtner John Thornhall pflanzte Farne und Bäume und ließ Fontänen anlegen – wie in einem Garten, denn das Haus hatte kein Dach. Er sorgte sogar dafür, dass Strom gelegt wurde.[4] Es fanden verschiedene sportliche Aktivitäten statt wie Fechten, Gewichtheben, Jonglieren mit Keulen und Kanonenkugeln, Ringen und Radfahren, wie eine Zeichnung belegt. Eine Gravur zeigt die Fahrer auf einer Holzbahn mit Zuschauern auf einer unüberdachten Tribüne, an und außerhalb der Bahn sowie Leute, die an Tischen sitzen und eine Kapelle innerhalb der Bahn. Schließlich wurde "Gilmore’s Garden" von William Henry Vanderbilt nach dem nahe gelegenen Park umbenannt in „Madison Square Garden“ und am 31. Mai 1879 wieder eröffnet. Hier sollten ursprünglich Bahn-Rad-Rennen stattfinden. Am 12. Februar 1879 wurde die erste Kunsteisbahn in Nordamerika im Garden eröffnet. Der Garden war ohne Dach, heiß im Sommer und eiskalt im Winter.

Zweiter MSG 1890 – 1925 Fifth Avenue and 23rd Street[Bearbeiten]

William Henry Vanderbilt bildete ein Syndikat mit weiteren Geldgebern, das aus J. P. Morgan, Andrew Carnegie, James Stillman[5] und William Waldorf Astor bestand. Letzterer ließ den ersten Garden im Juli 1899 abreißen und beauftragte den Stararchitekten Stanford White mit dem Entwurf eines neuen Gebäudes. Der „zweite“ Madison Square Garden kostete $3 Millionen Dollar und wurde am 6. Juni 1890 eröffnet. Es war dem maurischen Stil der Kathedrale von Sevilla nachempfunden. Mit 32 Stockwerken am Madison Square Park war es das zweithöchste Gebäude der Stadt. Die Haupthalle des Gardens war die größte in der Welt, mit gemessenen 200 feet (61 m) × 350 feet (110 m), mit festen Sitzplätzen für 8.000 Menschen und Stehplätze für Tausende mehr. Es gab ein Theater mit 1200 Sitzen, eine Konzerthalle, die Platz bot für 1500 Zuhörer, das größte Restaurant der Stadt und bot Cabaret auf dem Dachgarten. Dennoch war der Madison Square Garden II nicht erfolgreich. Das Syndikat der Investoren, Männer mit ungeheurerem Reichtum, wollte nicht länger sein „gutes Geld schlechtem hinterher werfen“ und verkaufte 1911 den Garden II an eine Immobilienfirma.

Der Boxpromoter Tex Rickard unterbreitete dem Eigentümer des Gardens den Vorschlag, eine ganze Saison mit Boxkämpfen an jedem Freitagabend, gefolgt von einer Schwimmsaison im Sommer. Er würde Boxkämpfe in allen Klassen sowie Titelkämpfe organisieren. Rickard sagte ihnen, dass er nicht nur einige, sondern ALLE Boxer in die Halle des Garden bringen könnte. Die Eigentümer vom Madison Square Garden vertrauten den Plänen von Rickard und schlossen mit ihm einen 10-Jahres-Pachtvertrag, Konzessionen und allem anderen am 20. Juli 1920 für $300,000 pro Jahr. Getragen wurde dies durch einen Sub-Leasing-Vertrag mit John Ringling,[6] dem Circus Impresario und Hauptstütze des Gardens. Rickards Arbeit begann am 1. August, obwohl Gouverneur Alfred E. Smith die Box-Kommission und den Lizenz-Ausschuss erst am 12. August ernannte. Rickards erster Box-Kampf, der unter den Gesetzen von New York New York State Athletic Commission (NYSAC) stattfand, würde am 17. September 1920 im Madison Square sein. Außerdem sah Rickards Plan für den Garden einen Umbau des Gebäudes mit geplanter Erweiterung der Sitzkapazität auf insgesamt 13.000 sowie eine Umwandlung des riesigen Amphitheaters während der Sommermonate in ein Hallenbad. So wollte er den Garden rentabel machen, wenn keine Boxkämpfe ausgetragen wurden. Seine Pläne sollten sich bewahrheiten.[7] Das Hallen-Schwimmbad war das Highlight im Sommer 1921 und ein Wunder der modernen Technik. Das Becken war weiß gefliest, 75 m lang, 33,5 m breit und hatte einen Inhalt von 1,5 Millionen Gallonen Wasser bei einer Tiefe von von 0,90 m bis 4,50 m. Am ferneren Ende des Beckens befand sich ein Wasserfall mit einer Höhe von 25 Feet (7,6 m). Es gab Schwimmen zur Erholung sowie Amateur- und professionelle Schwimmwettkämpfe. Zusätzlich zum Boxen und der Schwimmhalle war Rickard auch erfolgreich in der Nutzung des MSG für eine Reihe von anderen Veranstaltungen. So fand hier 1924 der erste Parteitag der Demokraten statt sowie die 6-Tage-Rennen, die ihren Höhepunkt erreichten, als er am Ruder war. Über Wohltätigkeitsveranstaltungen wollte Rickards auch Frauen in den Sport einbeziehen, insbesondere zum Boxen und damit das Image für diesen Sport aufbessern.

Die New York Life Insurance Company, der Hypotheken auf das Gebäude gehörten, kündigte diese 1916 und drängte auf das Ende. Das zweite Gebäude war das letzte, das sich noch tatsächlich am Madison Square befand. Es wurde 1926 abgerissen und an dessen Stelle das New York Life Building nach einem Entwurf von Cass Gilbert gebaut und 1928 eingeweiht.[8]

Diana of the Tower[Bearbeiten]

Das Architektenbüro McKim, Mead, and White hatte den Auftrag für den Bau eines neuen Madison Square Garden erhalten. Stanford White hatte ein Gebäude im maurischen Stil entworfen und der höchste Turm hatte den Glockenturm der Kathedrale von Sevilla, die Giralda, als Vorbild. White beauftragte seinen Freund, den Bildhauer Augustus Saint-Gaudens, mit einer passenden Figur für die Turmspitze. Sie einigten sich auf eine „Diana“, römische Göttin der Jagd, mit Pfeil und Bogen. Die Skulptur war 18 Fuß (5,5 m) hoch und wog 1,800 Pounds (816,5 kgs). Sie war als Wetterfahne gedacht und sollte sich drehen, aber das tat sie nicht. Außerdem befanden Architekt und Künstler, dass sie zu groß für den Turm sei. Im September 1892 wurde diese Diana entfernt und nach Chicago gebracht, wo sie die Kuppel des Landwirtschaftsgebäude der World’s Columbian Exhibition 1893 zierte.

Die zweite Diana, auch bekannt als „Diana auf dem Turm“, wurde auf 13 Fuß (3,96 m) skaliert und in leichtem gehämmerten Kupferblech hergestellt und vergoldet. Ihre sportliche Figur war eine perfekte Ergänzung zu einem Ort, an dem Sportveranstaltungen sowie andere Arten der Unterhaltung stattfanden. Während des „Gilded Age“ (Goldenen Zeitalters) von New York City, als es ein Skandal war, wenn eine Dame ihre Knöchel in der Öffentlichkeit zeigte, war diese nackte Diana ziemlich schockierend und war der Gesprächsstoff der Stadt. Mit insgesamt 347 Fuß (105.8 Meter) Turmhöhe wurde sie der höchste Punkt in New York City, höher als die Freiheitsstatue. Diana war die erste Statue, die nachts elektrisch beleuchtet wurde. Mit ihrer vergoldeten, geschmeidigen Form glänzte sie in der Sonne während des Tages und konnte entlang des Hudson River und in New Jersey gesehen werden.

Dritter MSG 1925–1968 Eighth Avenue and 50th Street[Bearbeiten]

Der Standort der Nachfolgebauten verlagerte sich weiter nach Norden, Richtung Westside. Der Spatenstich für den Bau des MSG III erfolgte am 9.Januar 1925 an der Eighth Avenue zwischen 49th und 50th Streets. Entworfen wurde es von dem Theater-Architekten Thomas W. Lamb. Die Baukosten beliefen sich $4.75 Millionen und es wurde in 249 Tagen durch den Box Promoter „Tex“ Rickard, so dass die Sportarena „The House That Tex Built“ (Das Haus, das Tex gebaut hat) genannt wurde. Die Arena war 200 feet (61 m) × 375 feet (114 m) groß, mit Sitzen in drei Rängen und einer maximalen Kapazität von 18,496 Zuschauern bei Boxveranstaltungen.

Vierter MSG 1968 bis heute Seventh Avenue and 33rd Street[Bearbeiten]

Das heutige MSG-Gebäude wurde ab 1963 über den Gleisanlagen des Bahnhofs Pennsylvania Station errichtet, dessen Gebäude im „Beaux-Arts“-Stil hierfür 1964 abgerissen wurde. Der Bahnhof wurde von dem Architektenbüro McKim, Mead & White entworfen. Die Arena besteht heute aus Kongresszentrum, Kino, Theater und Sportfeld.

  • 31. Mai 1879, erster MSG eröffnet Fifth Avenue and 23rd Street
  • 16. Juni 1890, zweiter MSG eröffnet Fifth Avenue and 23rd Street
  • 15. Dez. 1925, dritter MSG eröffnet Eighth Avenue and 50th Street
  • 14. Febr. 1968, vierter MSG eröffnet

Im Juli 2013 stimmte der Stadtrat von New York als Eigentümer für eine letztmalige Verlängerung des Mietvertrages um zehn Jahre mit den Betreibern. In dieser Zeit muss der Madison Square Garden erneut umziehen, um für den Zeitraum danach die Modernisierung der angrenzenden U-Bahn-Station Pennsylvania Station zu ermöglichen.[9]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

„Sold Out“-Ticketinformation und Werbung für Eric Claptons Konzert am 1. Mai 2015

Im MSG tragen sowohl das Basketballteam der New York Knicks als auch das Eishockeyteam der New York Rangers ihre Heimspiele aus. Der MSG bietet bei Spielen der Knicks 19.763 Zuschauern Platz, bei Eishockeyspielen 18.200 Zuschauern. Es traten auch viele bekannte Musiker bereits im MSG auf; am häufigsten Elton John und Billy Joel, die bereits mehr als 60 Mal hier auftraten.[10] Bei Konzerten bietet der Garden bis zu 20.000 Zuschauern Platz.

Jeweils im Februar beherbergt der MSG die Westminster Kennel Club Dog Show, die älteste Hundeausstellung der Welt. Gelegentlich dient der Madison Square Garden als Drehort für Filme; in Godzilla legt die Riesenechse hier ihre Eier ab, weshalb im Film der MSG durch zwei Raketen zerstört wird. Der Garden wird ebenfalls für geschäftliche und private Feiern vermietet; 2004 war er Schauplatz des Parteitags der Republikaner.

Geburtsstätte der Sechstagerennen[Bearbeiten]

1879 wurde das Sechstagerennen von England in die USA importiert und fand seine dortige Heimstatt im Madison Square Garden. Zunächst fuhren einzelne Fahrer sechs Tage am Stück, seit 1899 jedoch in der noch heute üblichen Form in Teams als Zweier-Mannschaftsfahren, weshalb diese Disziplin international auch „Madison“ genannt wird.[11] Zwischen 1899 und 1961 fanden im Madison Square Garden 70 Sechstagerennen statt.[12]

Die vier Gardens[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Madison Square Garden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Phineas Taylor Barnum Biography
  2. The Barnum Museum, Bridgeport, CT
  3. Patrick Gilmore in Songwriter Hall of Fame
  4. Midsummer Nights’ Concerts.; Notes Of Preparation At Gilmore’s Garden A Fairyland Of Flowers And Fountains Programme For Saturday Evening, The New York Times, published May 23, 1878
  5. James Stillman Biography in Encyclopædia Britannica
  6. John Ringling
  7. Colleen Aycock, Mark Scott: Tex Rickard: Boxing’s Greatest Promoter, Seite 139
  8. New York City Architecture
  9. Zehn Jahre Ultimatum: New Yorker Madison Square Garden muss wieder einmal umziehen, eishockeynews.de vom 26. Juli 2013
  10. Konzertliste des Madison Square Garden (englisch), setlist.fm
  11. Fredy Budzinski: Sechs Tage auf dem Rade, Berlin 1928, S. 8
  12. Jacq van Reijendam: 6-daagsen-statistieken 2009