Comoro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Comoro
Der Suco Comoro liegt im Westen des Verwaltungsamts Dom Aleixo. Der Ort Comoro befindet sich am Flughafen Dilis.
Daten
Fläche 15,36 km²[1]
Einwohnerzahl 76.681 (2015)[1]
Chefe de Suco Eurico da Costa de Jesus
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
12 de Outubro 14.025
20 de Setembro 6.118
30 de Agosto 8.797
4 de Setembro 6.467
7 de Dezembro 2.108
Aimutin 1.886
Anin Fuic 2.707
Badiac 908
Baya Leste 1.414
Beto Tasi 1.510
Fomento I 2.336
Fomento II 2.044
Fomento III 817
Golgota 1.945
Lemocari 2.015
Loro Matan 931
Mane Mesac 843
Mate Lahotu B.T. 1.654
Mauc 434
Metin I 1.866
Metin II 1.316
Metin III 386
Metin IV 1.697
Moris Foun 1.810
Naroman B.T. 934
Posto Penal 759
Ramelau Delta 969
Rosario 1.720
São José 1.973
São Miguel 798
Terra Santa 3.494
Comoro (Osttimor)
Comoro
Comoro
Koordinaten: 8° 33′ S, 125° 31′ O

Comoro (Komoro) ist ein Stadtteil im Westen Dilis, der Hauptstadt Osttimors und Suco des Verwaltungsamts Dom Aleixo (Gemeinde Dili).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Comoro
Orte Position[2] Höhe
12 de Outubro 8° 33′ S, 125° 31′ O ?
4 de Setembro 8° 34′ S, 125° 32′ O ?
Aimutin 1 8° 33′ S, 125° 33′ O 50 m
Aimutin 2 8° 34′ S, 125° 33′ O 50 m
Aimutin Laran 8° 34′ S, 125° 33′ O 64 m
Badiac 8° 34′ S, 125° 32′ O ?
Bebonuk Metin 8° 33′ S, 125° 33′ O m
Beduku 8° 35′ S, 125° 32′ O 124 m
Beto Barat 8° 33′ S, 125° 31′ O m
Beto Timur 8° 33′ S, 125° 32′ O m
Comoro 8° 33′ S, 125° 31′ O m
Haslaran 8° 34′ S, 125° 32′ O 64 m
Kampung Baru 8° 33′ S, 125° 32′ O m
Kelapa 8° 33′ S, 125° 32′ O ?
Lapangan Terbang Comoro 8° 33′ S, 125° 31′ O ?
Lesibutak 8° 35′ S, 125° 32′ O 79 m
Lih Baulelo 8° 34′ S, 125° 30′ O ?
Lurumata 8° 33′ S, 125° 33′ O m
Manleuana 8° 33′ S, 125° 32′ O m
Manleu Lidun 8° 35′ S, 125° 32′ O ?
Marinir 8° 32′ S, 125° 32′ O m
Mate Lahotu 8° 32′ S, 125° 32′ O ?
Merdeka 8° 33′ S, 125° 32′ O 10 m
Moris Foun 8° 35′ S, 125° 32′ O ?
Pantai Kelapa 8° 33′ S, 125° 32′ O m
Paularan 8° 32′ S, 125° 32′ O m
Pomento 8° 33′ S, 125° 32′ O 64 m
Rai Nain 8° 33′ S, 125° 33′ O ?
São José 8° 33′ S, 125° 33′ O ?
São Miguel 8° 33′ S, 125° 33′ O ?
Die Seen von Tasitolu und die Insel Atauro im Hintergrund
Ufer des Rio Comoro bei Bebonuk

Das eigentliche Comoro liegt am Flughafen Dilis auf einer Meereshöhe von m. Der Suco wurde nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Osttimors 2002 aus den Sucos Loscabubu, Suleur, Malinamoc und Rai Naca Doco zusammengefügt.[3]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Comoro eine Fläche von 25,18 km².[4] Nun sind es 15,36 km².[1] Der Suco bildet den Westen des Verwaltungsamts Dom Aleixo. Östlich von Comoro liegen die Sucos Fatuhada, Bairro Pite (beide ebenfalls Verwaltungsamt Dom Aleixo) und Dare (Verwaltungsamt Vera Cruz). Westlich liegt der Suco Tibar (Verwaltungsamt Bazartete, Gemeinde Liquiçá). Im Suco mündet der Rio Comoro in die Straße von Wetar, der allerdings nur in der Regenzeit Wasser führt. Weiter westlich liegen die drei Salzseen von Tasitolu, in die mehrere kleine Flüsse und Bäche, wie der Mota Tasitolu münden. Durch den Norden des Sucos führt die Nördliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen des Landes.[5]

Die Außenbezirke der Landeshauptstadt Dili reichen bis an die Seen von Tasitolu. An der Küste liegt an der Grenze zu Fatuhada das Viertel São José, westlich davon bis zum Rio Comoro Bebonuk Metin (Bebonuc Metin, Bebunuk), Kelapa (deutsch Kokosnuss), Paularan und Mate Lahotu, und südlich Pantai Kelapa (Pantaikelapa, portugiesisch Praia dos Coqueiros, deutsch Kokosnussstrand), Lurumata. Zwischen der Grenze zu Bairro Pite und dem Rio Comoro befinden sich die Viertel Aimutin (aufgeteilt in Aimutin 1, Aimutin 2 und Aimutin Laran), Pomento, Haslaran, Rai Nain, 4 de Setembro, Badiac (Badiak), Lesibutak (Lisbutac) und Manleu Lidun. Am Westufer des Rio Comoros liegen von der Mündung abwärts die Viertel Marinir, Beto, unterteilt in Beto Barat (Westbeto), Beto Timur (Osbeto) und Beto Tasi, Merdeka, Manleuana (Manluana), Moris Foun und Beduku. Südlich des Flughafens liegen Lapangan Terbang Comoro, Kampung Baru (Kampungbaru) und 12 de Outubro und südlich der Seen von Tasitolu Lih Baulelo.[5][6]

Im Suco befinden sich die 31 Aldeias 12 de Outubro, 20 de Setembro, 30 de Agosto, 4 de Setembro, 7 de Dezembro, Aimutin, Anin Fuic, Badiac (Badiak), Baya Leste, Beto Tasi, Fomento I, Fomento II, Fomento III, Golgota, Lemocari, Loro Matan, Mane Mesac, Mate Lahotu B.T., Mauc, Metin I, Metin II, Metin III, Metin IV, Moris Foun, Naroman B.T., Posto Penal, Ramelau Delta, Rosario, São José, São Miguel und Terra Santa.[7]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Comoro leben 76.681 Einwohner (2015), davon sind 39.835 Männer und 36.846 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 4.993,0 Einwohner/km². Im Suco gibt es 12.332 Haushalte.[1] Fast 93 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Daneben gibt es kleine Minderheiten anderer Sprachen: Tetum Terik, Baikeno, Bunak, Fataluku, Makasae oder Mambai.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Comoro war eines der Zentren der Unruhen von 2006, die Osttimor und vor allem Dili erschütterten. Das große Flüchtlingslager am Flughafen war mehrfach Angriffsziel von bewaffneten Banden. Auch in den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen verschiedenen Banden.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eurico da Costa de Jesus, Chefe de Suco

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Eurico da Costa de Jesus zum Chefe de Suco gewählt[10] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[11]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Suco verfügt über drei Polizeistationen und ein kommunales Gesundheitszentrum in der Rua 30 de Agosto.[6]

Schulen im Suco sind die Escola Primaria Tasitolu, die Escola Primaria Kampung Baru, die Escola Primaria Bebonuk, die Escola Primaria Aimutin, die Escola Primaria Manleuana, vier weitere Grundschulen, die Escola Pre-Secondario 30 de Agosto No. 1, die Escola Pre-Secondario 12 de Outubro, das Externato de São José, die Escola Secondaria Fimatil,[6][12] die Escola Santa Madalena de Canossa und das Colégio São Miguel Arcanjo.[13] In Manleuana befindet sich die Universidade da Paz. Im Colégio São Miguel Arcanjo befinden sich die Räume des Televisão Educação Timor.

Dilis Flughafen, der Presidente Nicolau Lobato International Airport, liegt im Norden des Sucos nahe der Küste.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strand an der Mündung des Rio Comoro

Die Künstlervereinigung Arte Moris mit ihrer Kunstschule ist im ehemaligen Nationalmuseum in Comoro beheimatet.

Inmitten des Kreisverkehrs in Comoro steht die 2014 eingeweihte, überlebensgroße Statue von Nicolau Lobato, nachdem auch der Flughafen benannt ist. Lobato war der erste Premierminister und später Präsident Osttimors. Er starb 1978 im Kampf gegen die indonesischen Invasoren.

Seit 2008 steht in Tasitolu eine sechs Meter hohe Monumentalstatue von Papst Johannes Paul II. Sie bildet so ein Gegenstück zur Jesusstatue auf der Ostseite in Cristo Rei. Neben der Papststatue befindet sich eine Kapelle, die ebenfalls an ihn und seine Messe am 12. Oktober 1989 in Tasitolu erinnert.

Ein Beispiel für die in Osttimor weit verbreiteten Mariengrotten (Gruta) ist die Lourdesgrotte Unserer Lieben Frau von Lourdes von Comoro mit einer mannsgroßen Marienstatue.

Die Salzseen von Tasitolu sind Lebensraum für zahlreiche Vögel. Das Meer vor der Küste ist ein hervorragendes Tauchgebiet.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fußballverein Boavista Futebol Clube Timor-Leste (ehemals Carsae FC) hat seinen Sitz in Golgota.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Comoro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Timor-Leste: Poverty in a Young Nation (Memento vom 25. Dezember 2010 im Internet Archive) (PDF-Datei; 1,10 MB)
  4. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento des Originals vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dne.mof.gov.tl (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  5. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  6. a b c UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF-Datei; 583 kB)
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Comoro (tetum; PDF-Datei; 7,75 MB)
  9. International Crises Group: Timor-Leste’s Elections: Leaving Behind a Violent Past?, Update Briefing, Asia Briefing N°134, Dili/Jakarta/Brussels, 21 February 2012 (Memento des Originals vom 3. März 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.crisisgroup.org (PDF-Datei; 1,33 MB)
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  13. Escola Santa Madalena de Canossa
  14. Facebook-Auftritt des Carsae FC: Impressum, abgerufen am 28. Februar 2017.

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM