Dili (Gemeinde)

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Munisípiu Dili (tetum)
Município de Díli (port.)
IndonesienOecusse (Gemeinde)Cova LimaBobonaro (Gemeinde)Ermera (Gemeinde)Liquicá (Gemeinde)Dili (Gemeinde)Aileu (Gemeinde)Ainaro (Gemeinde)ManufahiManatuto (Gemeinde)Baucau (Gemeinde)Lautém (Gemeinde)Viqueque (Gemeinde)Lage der Gemeinde Dili
Über dieses Bild
Hügel von Dili
Daten
Hauptstadt Dili
Fläche 364,12 km² (13.)[1]
Einwohnerzahl (2015) 277.279 (1.)[1]
Bevölkerungsdichte 761,51 Einw./km² (1.)[1]
Zahl der Haushalte (2015) 42.485 (1.)[1]
ISO 3166-2: TL-DI
Verwaltungsämter Einwohner[1] Fläche[1]
Atauro 9.274 140,13 km²
Cristo Rei 62.848 80,62 km²
Dom Aleixo 130.095 25,93 km²
Metinaro 5.654 85,41 km²
Nain Feto 32.834 6,12 km²
Vera Cruz 36.574 25,92 km²
Karte
Übersichtskarte der Gemeinde Dili

Dili ist eine Gemeinde von Osttimor. Gemeindehauptstadt ist die Stadt Dili, die gleichzeitig Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum Osttimors ist.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Seen von Tasitolu und die Insel Atauro im Hintergrund
Dieses portugiesische Denkmal in Vila von 1962 zeigte schon damals die Zugehörigkeit Atauros zum damaligen Distrikt Dili an

Die Gemeinde Dili ist mit 364,12 km²[1] (vor der Gebietsreform 2015: 368,12 km²)[2] der kleinste des Landes. Er liegt an der Nordküste Timors an der Sawusee und grenzt im Osten an Manatuto, im Süden an Aileu und im Westen an Liquiçá. Zur Gemeinde gehört die Insel Atauro, 30 km nördlich der Landeshauptstadt.

Die Gemeinde unterteilt sich in sechs Verwaltungsämter und 31 Sucos. Die Insel Atauro (Sucos: Beloi, Biqueli, Macadade, Maquili, Vila Maumeta) bildet ein eigenständiges Verwaltungsamt. Den Westen der Stadt bildet das Verwaltungsamt Dom Aleixo (Sucos: Bairro Pite, Comoro, Fatuhada, Kampung Alor), den Osten das Verwaltungsamt Cristo Rei (Sucos: Balibar, Becora, Bidau Santana, Hera, Camea, Culu Hun (Kulu Hun), Meti Aut). Im Zentrum liegen die Verwaltungsämter Vera Cruz (Zentral-Dili; Sucos: Caicoli, Colmera, Dare, Lahane Ocidental, Mascarenhas, Motael, Vila Verde) und Nain Feto (Ost-Dili; Sucos: Acadiru Hun, Bemori, Bidau Lecidere, Gricenfor, Lahane Oriental, Santa Cruz). Östlich der Stadt befindet sich das ländliche Verwaltungsamt Metinaro (Sucos: Sabuli, Duyung).

Der Verwaltungssitz der Gemeinde befindet sich in Caicoli. Die Stadt Dili erstreckt sich über mehrere Verwaltungsämter der Gemeinde. Weitere Siedlungen in der Gemeinde befinden sich in Dare (Verwaltungsamt Vera Cruz), Hera (Cristo Rei) und Metinaro (Metinaro). Das Land steigt von der Küste her schnell an, so dass der Großteil der Landschaft bergig ist. Nahe der Westgrenze liegt der Tibarsee, einer der wenigen größeren Seen Osttimors. Drei kleine Salzseen liegen daneben in Tasitolu. Sie sind eine ausgewiesene Important Bird Area. Ebenso die Areia Branca am Ostende der Dilibucht und die komplette Insel Atauro. Die Important Bird Area Curi reicht von Osten her in die Gemeinde Dili rein. Nach zwei Stränden schließen sich östlich der Hauptstadt 30 Kilometer Lagunen und Mangroven an der Küste an, in der eine kleine Population von Salzwasserkrokodilen lebt, dem Nationaltier Osttimors.[3]

Die Flüsse der Gemeinde, wie der Rio Comoro, führen während der Trockenzeit, wie die meisten anderen im Norden Timors, kein Wasser, während selbst die Hauptstadt Dili während der Regenzeit von Überflutungen betroffen ist.

Dilis Klima ist typisch für die Nordküste Osttimors. In der Trockenzeit werden Temperaturen bis über 35 °C erreicht, nachts sinkt das Thermometer auf 20 °C. In der Regenzeit liegt die Temperatur bei etwa 27 °C. Der Jahresdurchschnitt liegt bei 26,7 °C. Regen fällt fast nur in der Regenzeit von Ende November bis April. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 1000 mm.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl in Dili

In der Gemeinde leben 277.279 Menschen (2015,[1] 2011: 245.873 Menschen[4]), mehr als in jeder anderen Gemeinde im Land. Entsprechend ist hier auch die Bevölkerungsdichte mit 761,51 Einwohnern pro Quadratkilometer am größten.[4] Dicht besiedelt sind die Verwaltungsämter Nain Feto, Dom Aleixo, Cristo Rei und Vera Cruz, dünn dagegen Atauro und Metinaro beide mit 66,2 Einwohnern pro Quadratkilometer. Der Altersdurchschnitt liegt bei 20,8 Jahren (2010) und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt von 18,8.[2]

Zwischen 1990 und 2004 wuchs die Zahl der Einwohner jährlich um 2,53 %, zwischen 2001 und 2004 aufgrund der starken Zuwanderung aus den anderen Landesteilen sogar um 12,58 %. Hatte in Dom Aleixo 2004 jede Frau durchschnittlich 4,51 Kinder (niedrigster Wert landesweit), stieg die Anzahl über 5,02 Kinder in Nain Feto, 5,04 in Vera Cruz, 5,35 in Atauro und 7,02 Kinder in Metinaro, bis auf 7,16 Kinder pro Frau in Cristo Rei an (Landesdurchschnitt 6,99). Die Kindersterblichkeit lag 2002 in Atauro bei 103 Todesfällen pro 1000 Lebendgeburten (1996: 94), in Metinaro bei 96 (111), in Nain Feto bei 69 (77), in Cristo Rei bei 68 (107), in Vera Cruz bei 66 (83) und in Dom Aleixo bei 56 (76). Der Landesdurchschnitt betrug 98.

Kinder in Dili
Blick auf Dili

Während die Amtssprache Tetum die dominierende Sprache an der Küste ist (hier wird der als Amtssprache verwendete Dialekt Tetum Prasa gesprochen), wird im Landesinneren der Gemeinde und in Metinaro oft die Nationalsprache Mambai gesprochen, die im 18. Jahrhundert noch die dominierende Sprache der Region war.[5] 83,4 % sprechen als Muttersprache Tetum, 4,0 % Mambai. In Hera und Becora Leten wird auch der Subdialekt Lolein verwendet (568 Einwohner, 0,2 %), der eine Variante des Isní ist. Er wurde dort im 19. Jahrhundert von Einwanderern aus Turiscai eingeführt. Auf der Insel Atauro wird die Nationalsprache Wetar gesprochen, die in Osttimor Atauru genannt wird (2,6 %).[1]

Die Zuwanderung aus anderen Landesteilen ist in Dili am stärksten. Nur 54 % der Bevölkerung sind in der Gemeinde geboren worden. Dili ist ein Schmelztiegel, in dem sich alle Ethnien Osttimors treffen. So sprechen hier 0,5 % der Einwohner Baikeno, 1,1 % Bunak, 0,6 % Fataluku, 0,6 % Galoli, 0,8 % Kawaimina-Dialekte, 0,9 % Kemak, 0,2 % Makalero, 2,9 % Makasae, 0,2 % Tokodede und 0,1 % Idalaka-Dialekte neben Lolein. Die Gemeinde Dili hat die größte Gruppe von Einwohnern mit Bahasa Indonesia als Muttersprache in Osttimor (0,7 %). Außerdem leben hier die meisten aller Portugiesisch (0,4 %) und drei Viertel aller Chinesisch (0,2 %) als Muttersprache sprechenden Osttimoresen. Dazu kommen etwa 400 Englischmuttersprachler (0,1 %). Berücksichtigt man auch die Zweitsprachen, so sprachen 2015 96,8 % Tetum, 70,0 % Bahasa Indonesia, 51,4 % Portugiesisch und 36,0 % Englisch.[1]

2004 waren 93,3 % der Einwohner Katholiken, 4,5 % Protestanten, 1,1 % Muslime, 0,5 % Anhänger der traditionellen, animistischen Religion Timors, 0,2 % Buddhisten und 0,1 % Hindu.[6] Bei der Volkszählung 2015 registrierte man 95,82 % Katholiken, 3,18 % Protestanten, 0,61 % Muslime, 0,13 % Buddhisten, 0,06 % Hinduisten und nur noch 0,05 % Animisten.[1]

Durch die starke Zuwanderung von Arbeitssuchenden aus dem ganzen Land kommen in den meisten Verwaltungsämtern durchschnittlich zwischen 106 und 108 Männer auf 100 Frauen. Nur auf Atauro ist das Verhältnis ausgeglichen.[1]

Von den Einwohnern, die drei Jahre oder älter sind, besuchten 2015 47,4 % eine Schule. 36,5 % hatten die Schule verlassen. Nie eine Schule besucht haben 14,9 %, was nur der Hälfte des Landesdurchschnitts entspricht. 3,5 % der Einwohner Dilis haben nur die Vorschule besucht, weniger als ein Viertel nur die Grundschule. Weiterführende Schulen haben 37 % der Einwohner abgeschlossen. Ein Diplom oder abgeschlossenes Studium können 18,4 % vorweisen; auch hier sind die Zahlen deutlich besser als im Landesdurchschnitts.[1] Die Analphabetenrate betrug 2015 5,4 % (Frauen: 4,4 %; Männer: 5,3 %).[1] 2004 lag sie noch bei 25,8 %.[7]

Schulbildung[1] Schulabschluss[1]
in der Schule Schule beendet nie in einer Schule Vorschule Grundschule Prä-
Sekundär
Sekundär Diplom/ Fach-
hochschule
Universität Kein Abschluss
Frauen 47,0 % 35,4 % 16,3 % 3,4 % 22,5 % 12,6 % 25,5 % 1,0 % 16,2 % 0,6 %
Männer 47,8 % 37,4 % 13,5 % 3,5 % 24,2 % 11,9 % 25,0 % 1,0 % 18,6 % 0,4 %
gesamt 47,4 % 36,5 % 14,9 % 3,5 % 23,3 % 12,2 % 25,3 % 1,0 % 17,4 % 0,5 %

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Dilis
Portugiesische Kanone am Hafen von Dili
Australische INTERFET-Soldaten in Dili 2000

1520 gründeten die Portugiesen die Siedlung Dili in der gleichnamigen Bucht. Ab dem 10. Oktober 1769 wurde sie nach der Vertreibung der Portugiesen aus Lifau zur Hauptstadt der Kolonie. Während der Rebellion von 1861 wurde die Stadt von den aufständischen Timoresen bedroht. Die Angreifer konnten abgewehrt werden. Bei der Revolte der Moradores 1887 fiel die Stadt in totalen Terror. 1912 konnte ein weiterer Angriff auf Dili bei der großen Rebellion von Manufahi abgewehrt werden.[8] Atauro wurde von den Portugiesen genutzt, um politische Gefangene aus Portugal, von Timor und anderen Kolonien zu verbannen.

In der Nacht vom 19. auf den 20. Februar 1942 landeten japanische Truppen in Dili und besetzten die neutrale Kolonie bis 1945.

Nach der Nelkenrevolution 1974 sollte die Kolonie auf die Unabhängigkeit vorbereitet werden, doch als sich eine Dominanz der linksgerichteten FRETILIN abzeichnete, kam es 1975 in Dili zu Straßenkämpfen zwischen ihr und der konservativen UDT. Portugals letzter Gouverneur Mário Lemos Pires floh nach Atauro. Die FRETILIN ging aus den Kämpfen als Sieger vor, doch inzwischen hatte Indonesien begonnen nach und nach das Grenzland zu besetzen. Angesichts der Bedrohung hoffte die FRETILIN auf internationale Unterstützung und erklärte daher am 28. November 1975 Osttimor von Portugal unabhängig. Neun Tage später, am 7. Dezember, begannen indonesische Truppen offiziell mit der Invasion des Landes und besetzten das Festland Dilis. Atauro wurde erst am 30. Dezember von den Indonesiern besetzt. Es folgte ein jahrzehntelanger Guerillakrieg zwischen den Indonesiern und der timoresischen Widerstandsbewegung FALINTIL. Am 10. Juni 1980 griffen FALINTIL-Einheiten einen Fernsehsender am Rande der Hauptstadt Dili an. Nach dem Überfall begann auch Indonesien Atauro als Gefängnisinsel und Umsiedlungslager zu benutzen. 1982 lebten hier 4.000 Inhaftierte. Erst 1986 wurde das Lager wieder geschlossen. Am 12. November 1991 forderte ein Massaker durch indonesische Soldaten nach einer Beerdigung auf dem Friedhof Santa Cruz über 200 Todesopfer.

Regierungspräsident (Bupati) Flag of Indonesia.svg[9]
Mário Sanches da Costa (ehem. FRETILIN) Mai 1976–1984
Raimundo Sarmento (UDT) 1984–1989
Armindo Soares Mariano (APODETI) 1989–1994
Domingos M. D. Soares 1994–1999
Administrador Flag of East Timor.svg
Jacinto Tinoco 2000–2001
Ruben João Braz de Carvalho 2001–2007 (?)
Jaime Correia um 2012
Gaspar Soares aktuell (Stand 2014)

Nach dem Unabhängigkeitsreferendum am 30. August 1999, eskalierte die Gewalt. Als am 4. September das Ergebnis veröffentlicht wurde, das sich für die Unabhängigkeit aussprach, zogen pro-indonesischen Milizen plündernd und mordend durch Dili. 67 Menschen starben, etwa die Hälfte der Gebäude wurden dabei beschädigt; in einigen Sucos waren es sogar bis zu 90 %. Die Gesamtzahl der zerstörten Gebäude wird mit 7165 angegeben. Besonders schlimm betroffen war Metinaro. Berichte aus Dare sprachen von wahllosem Töten. Verschont von den Ausschreitungen blieb allein das abgelegene Atauro.

Am 20. September 1999 landeten die ersten Einheiten der internationalen Friedenstruppe INTERFET auf dem Flughafen bei Dili. Nach wenigen Tagen hatte die Eingreiftruppe die Lage vollständig unter Kontrolle. Die meisten Milizen hatten sich bereits in den Westteil der Insel zurückgezogen. Die Vereinten Nationen übernahmen die Verwaltung des Landes. Am 20. Mai 2002 wurde Osttimor in die Unabhängigkeit entlassen mit Dili als Hauptstadt.

Infolge der Desertation eines Großteils der Streitkräfte Osttimors kam es 2006 zu den schlimmsten Unruhen seit der Unabhängigkeit. Auf dem Höhepunkt der Unruhen rief die Regierung von Osttimor die von Australien geführte International Stabilization Force ins Land um wieder Ruhe und Ordnung zu Sorgen. Ihr folgte zusätzlich eine UN-Polizeimission. Bandenkämpfe erschütterten die Stadt und den damaligen Distrikt noch Jahre danach. Zumeist trafen Jugendbanden aus dem West- und dem Ostteil des Landes gewaltsam aufeinander. 2008 einigten sich die Banden unter Vermittlung der katholischen Kirche auf ein Friedensabkommen. Seitdem haben die Vorfälle stark abgenommen und die 30.000 Flüchtlinge innerhalb Dilis konnten mit der Rückkehr in ihre Wohnorte beginnen.

2014 wurden die Distrikte in ganz Osttimor in „Gemeinden“ und die Subdistrikte in „Verwaltungsämter“ umgewandelt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungssitz der Gemeinde Dili

Dominos Soares war indonesischer Regierungspräsident (Bupati) von Dili während der Krise in Osttimor 1999.[10]

Der Administrator Dilis wird von der Landesregierung in Dili ernannt. Noch von der UN-Verwaltung bestimmt wurde 2000 Jacinto Tinoco.[11] Der ehemalige Administrator Ruben João Braz de Carvalho (2001[12] – 2007?) wurde 2011 vom damaligen Distriktsgericht Dili zu dreieinhalb Jahre Haft verurteilt. Ihm wurden Missmanagement, Amtsmißbrauch und die Veruntreuung von 21.800 US-Dollar für Privatzwecke vorgeworfen.[13] Im Februar 2012 bekleidete Jaime Correia das Amt.[14] Der derzeitige Administrator ist Gaspar Soares (Stand Februar 2014).[15]

Bei den Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung, aus der später das Nationalparlament hervorging, erhielt die FRETILIN in Dili mit 66,05 %, wie auch sonst im Lande, die meisten Stimmen.[16]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reisanbaugebiete in Dili
Ein alltäglicher Anblick auch in der Stadt: ein Schwein in Dili
Elektrizitätswerk in Hera

Laut der Volkszählung von 2010 arbeiten 36 % aller Einwohner, die zehn Jahre oder älter sind (Landesdurchschnitt: 42 %). 8 % sind arbeitslos (5 %).[17] 26,2 % der Haushalte betreiben Ackerbau, 50,1 % Viehzucht (Stand: 2010).[2] An den Küsten wird gefischt. In Metinaro und am Rio Comoro wird etwas Reis angebaut (1 % aller Haushalte in der Gemeinde Dili), in den Bergen gibt es Obstbäume und in der Stadt haben die Einwohner kleine Küchengärten. Von allen Haushalten in der Gemeinde bauen 15 % Kokosnusspalmen an, 10 % Gemüse, 3 % Kaffee, 17 % Maniok (Produktion 2008: 1.129 t) und ebenso viele Mais (1.885 t).[17][18] Als Haustiere halten die Menschen hauptsächlich Hühner (69.310 in 34 % der Haushalte) und Schweine (28.571, 36 %). Daneben auch Ziegen (14.486, 10 %), Rinder (3.597, 2 %), Wasserbüffel (1.467, 1 %), Schafe (1.784, 1 %) und Pferde (1.430, 1 %).[17] Mit 48 % arbeiten zudem so viele Timoresen in Dienstleistungsbereichen, (zum Beispiel Verwaltung, Hotelgewerbe und Transport), wie in keiner anderen Gemeinde des Landes.

Dili ist die wichtigste Hafenstadt Osttimors. Fähren verbinden die Stadt mit Atauro und der osttimoresischen Exklave Oecusse. In Hera gibt es einen Fischereihafen und den Marinestützpunkt des Landes. Ein weiterer Militärstützpunkt des Landes liegt in Metinaro. Der Flughafen Presidente Nicolau Lobato International Airport in Comoro wird sowohl zivil als auch militärisch genutzt. Busse verbinden die Hauptstadt mit den anderen Orten im Land. Besser ausgebaute Überlandstraßen führen durch Dili entlang der Küste von West nach Ost und nach Süden in das Landesinnere Richtung Aileu.

Zwei kommunale Radiosender senden aus der Gemeinde: Lorico Lian (FM 100,5 MHz) und Rakambian (FM 99,5 MHz).[19] Außerdem gibt es den englischsprachigen Sender M3 Radio Dili 88.8 FM, den landesweiten öffentlichen Sender Radio Nacional de Timor Leste (RTL), den katholischen Sender Radio Timor Kmanek RTK und den FRETILIN-Sender Radio Maubere (FM 99,9 MHz).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mangroven in Dili
 Commons: Gemeinde Dili – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. a b c Direcção Nacional de Estatística: 2010 Census Wall Chart (English) (PDF; 2,7 MB)
  3. Tony Wheeler, Xanana Gusmao, Kristy Sword-Gusmao: East Timor. Lonely Planet, London 2004, ISBN 1-74059-644-7
  4. a b Direcção Nacional de Estatística: Timor-Leste in figures 2011 (PDF; 3,8 MB), abgerufen am 5. Mai 2013
  5. The Languages of East Timor: Some Basic Facts (Memento vom 19. Januar 2008 im Internet Archive)
  6. District Pritory Tables: Dili 2004 (PDF; 13 MB)
  7. Census of Population and Housing Atlas 2004 (Memento vom 13. November 2012 im Internet Archive) (PDF; 14 MB)
  8. History of Timor – Technische Universität Lissabon (PDF; 824 kB)
  9. „Part 4: Regime of Occupation“ (PDF) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  10. Masters of Terror: Domingos Maria das Dores Soares, abgerufen am 27. November 2017.
  11. ON THE APPOINTMENT OF EAST TIMORESE DISTRICT ADMINISTRATORS AND DEPUTY DISTRICT ADMINISTRATORS – 26 September 2000. Abgerufen am 27. Dezember 2015 (PDF).
  12. TIMORESE TAKES OVER AS DILI DISTRICT ADMINISTRATOR. Abgerufen am 27. Dezember 2015.
  13. Diario Nacional, 9. August 2011, Dili District Court decides to jail Braz three years and six months
  14. Webseite der Regierung Osttimors: MoJ publishes the land maps for the Nain Feto and Vera Cruz sub-districts, Dili district (Memento vom 2. November 2013 im Internet Archive)
  15. Descentralização Administrativa na República Democrática de Timor-Leste: Dili, abgerufen am 7. Februar 2014
  16. Lurdes Silva-Carneiro de Sousa: Some Facts and Comments on the East Timor 2001 Constituent Assembly Election (Memento vom 16. Oktober 2013 im Internet Archive) (RTF; 199 kB), Lusotopie 2001: S. 299–311.
  17. a b c Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (Memento vom 9. April 2015 im Internet Archive) (PDF; 9,8 MB)
  18. Direcção Nacional de Estatística: Timor-Leste in Figures 2008 (PDF; 3,7 MB)
  19. ARKTL – Asosiasaun Radio Komunidade Timor-Leste (englisch)

Koordinaten: 9° S, 126° O