Congress of South African Trade Unions

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Sitz des Congress of South African Trade Unions in Braamfontein, Johannesburg
Demonstration der COSATU am 27. September 2017 in Kapstadt gegen Präsident Jacob Zuma und die Gupta-Familie

Der Congress of South African Trade Unions (COSATU) ist der größte südafrikanische Gewerkschafts-Dachverband.

COSATU ist Mitglied des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB). In der Mitgliederliste des IGB wird die Mitgliedschaft mit 1.800.000 angegeben (Stand: November 2017).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er entstand im Dezember 1985 durch den Zusammenschluss mehrerer kleiner Gewerkschaften, die sich die Schaffung eines nicht-rassistischen, nicht-sexistischen und demokratischen Südafrikas zum Ziel gesetzt hatten. Heute werden die Rechte von mehr als zwei Millionen Arbeitnehmern in 21 Einzelgewerkschaften durch den COSATU vertreten.

Der COSATU ging 1994 eine so genannte Dreiparteien-Allianz mit der Regierungspartei African National Congress und der South African Communist Party ein. Sie stellen bei Wahlen gemeinsame Kandidatenlisten auf und sind auch sonst personell eng verzahnt. Das Bündnis wurde in der Vergangenheit vor allem durch Streiks infolge von Differenzen in der Wirtschaftspolitik auf die Zerreißprobe gestellt. Funktionäre des COSATU warfen dabei Politikern des ANC vor, sich zugunsten eines marktfreundlichen Kapitalismus zu wenig um die Armen und Arbeitslosen des Landes zu kümmern.

Außerdem ist der COSATU mit der Swaziland Federation of Trade Unions (SFTU), einem großen swasiländischen Gewerkschaftsverband, verbunden.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das höchste Organ des COSATU ist der Nationalkongress, der alle drei Jahre stattfindet und die Delegierten für das Zentralkomitee bestimmt sowie die nationalen Amtsinhaber (National Office Bearers, NOB) wählt.[2] Zwischen den Kongressen ist das Central Executive Committee (CEC), dem neben den NOB alle Provinzvorsitzenden und -sekretäre sowie sechs nationale Gewerkschaftsführer angehören, das oberste Exekutivorgan.[3] Die Arbeit des CEC und der NOB wird vom Zentralkomitee kontrolliert, das sich mindestens einmal zwischen den Nationalkongressen trifft.[2]

Die NOB sind (Stand 2018):[4]

Präsident Sdumo Dlamini
1. stellvertretender Präsident Tyotyo James
2. stellvertretende Präsidentin Zingiswa Losi
Generalsekretär Bheki Ntshalintshali
Stellvertretender Generalsekretär Solly Phetoe
Schatzmeisterin Freda Oosthuysen

Mitgliedsgewerkschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliederliste des IGB, abgerufen am 23. Mai 2018
  2. a b Constitution 2006 (PDF; 90 kB), abgerufen am 30. Juli 2012 (englisch).
  3. Central Executive Committee, abgerufen am 30. Juli 2012 (englisch).
  4. National Office Bearers (englisch), abgerufen am 16. Mai 2018.