Coombs-Test

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Der Coombs-Test, auch Antihumanglobulintest (kurz: AHG-Test), selten auch Race-Coombs-Test (nach Rob R. Race), subsumiert zwei nach dem Cambridger Pathologen Robin Royston Amos Coombs benannte Tests auf der Basis von Kaninchen-Antihumanglobulin (Antikörper gegen Immunglobulin). Mit ihnen werden so genannte inkomplette (d. i. nicht-verklumpende) Antikörper (IgG) gegen rote Blutkörperchen (Erythrozyten) nachgewiesen.

Sie werden in der Hämatologie zur Diagnostik von hämolytischen Anämien angewendet, etwa bei Neugeborenen mit Rhesus-Inkompatibilität. Transfusionsmediziner nutzen sie bei der Kreuzprobe von Blutkonserven.[1]

  • Der direkte Coombs-Test dient dabei dem Nachweis von Erythrozyten, die mit den inkompletten Antikörpern beladen sind.
  • Der indirekte Coombs-Test weist nicht-gebundene, im Serum zirkulierende Antikörper nach. Der Test hat vor allem Bedeutung für den Nachweis inkompletter Antikörper im Serum der Mutter bei Rhesusinkompatibilität. Siehe dazu Antikörpersuchtest.

Der Coombs-Test kann allerdings auch ohne erkennbare Ursache (idiopathisch) positiv sein. Coombs-negative hämolytische Anämien gibt es u. a. bei der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie,[2] beim Morbus Wilson,[3] und bei erblichen Erkrankungen wie der Thalassämie.

Quellen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Christian Mueller-Eckhardt, Volker Kiefel: Transfusionsmedizin. Grundlagen – Therapie – Methodik. 3. Auflage. Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 2004, ISBN 978-3-540-00991-7, S. 161 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2.  John P. Greer et al. (Hrsg.): Wintrobe’s Clinical Hematology. 12. Auflage. Lippincott Williams & Wilkins, Philadelphia 2009, ISBN 978-0-7817-6507-7, S. 1011 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. For medical professionals. EuroWilson, 18. September 2009, abgerufen am 6. März 2014.

Siehe auch[Bearbeiten]