Transfusionsmedizin

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Die Transfusionsmedizin ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Herstellung, Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit allogener Blut- und Gewebeprodukte sowie der Verträglichkeit allogener Organ- und Stammzelltransplantate beschäftigt.

Zur Transfusionsmedizin gehört die Gewinnung von Blutkonserven und andere Blutprodukte, die Aufrechterhaltung von Blutbanken und die Bereitstellung der Blutprodukte für die jeweiligen Fachgebiete, vor allem in der Chirurgie, Notfallmedizin und Onkologie. Zusätzlich beschäftigt sich die Transfusionsmedizin mit der Immunhämatologie und der Diagnostik von verschiedenen hämatologischen Erkrankungen.

Viele transfusionsmedizinische Institute unterhalten eigene Blutspenderzentren.

Der Facharzt für Transfusionsmedizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um nach einem absolvierten Medizinstudium in Deutschland als Facharzt für Transfusionsmedizin tätig zu werden, bedarf es einer fünfjährigen Weiterbildungszeit bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 der Weiterbildungsordnung:

Ein Jahr darf bei einem niedergelassenen Arzt abgeleistet werden.

Am 1. Januar 2001 waren 506 Transfusionsmediziner registriert, von denen 21 niedergelassen waren. 80 übten keine ärztliche Tätigkeit aus.

Situation in anderen Ländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dänemark

In Dänemark werden die Inhalte vom Fachgebiet "Klinische Immunologie" abgedeckt.

Norwegen

In Norwegen gehören die Inhalte zum Facharzt für "Immunologie und Transfusionsmedizin"

Vereinigtes Königreich

Im Vereinigten Königreich ist Transfusionsmedizin eine Subspezialisierung der Hämatologie.

Niederlande

In den Niederlanden gibt es den Facharzt für Donormedizin (Donorgeneeskunde) der ein Spezialgebiet der Fachrichtung Öffentliches Gesundheitswesen (Maatschappij en Gezondheid) darstellt.[1] Teilgebiete werden vom Fachgebiet Hämatologie abgedeckt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KNMG. Arts Maatschappij en Gezondheid - Profiel Donorgeneeskunde. KNMG, 2016 [1]