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Cordula Simon

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Cordula Simon (2012)

Cordula Simon (* 27. März 1986 in Graz) ist eine österreichische Schriftstellerin.

Cordula Simon ist in der Oststeiermark aufgewachsen. Sie studierte deutsche und russische Philologie in Graz und Odessa und schloss 2011 mit der Arbeit Lou Andreas-Salomés Russland: Die Erschaffung von Alterität in autobiografischen und literarischen Schriften ab. Außerdem absolvierte sie Gender Studies an der Universität Graz und ist assoziierte Forscherin am Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies (ACIPSS)[1], das die Zeitschrift Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies herausgibt. Gemeinsam mit ACIPSS-Vorstandsmitglied Stefan Auer veröffentlichte Simon 2024 den Band "Politische Korrektheit, Wunschdenken und Wissenschaft. Das Versagen der Universitäten im Diskurs um Sprache", der sich kritisch mit Gender-Studies und der Verbreitung der Gendersprache im Hochschulumfeld befasst.[2] Ihre Erfahrungen als Mitarbeiterin bei einem Grazer Bestattungsinstitut hat sie 2025 im Kabarettprogramm Schöner sterben. Praktische Tipps aus der Bestattung verarbeitet.[3]

Literarische Laufbahn

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Als Jugendliche nahm sie bereits an der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz teil, in der sie heute Workshops gibt. Außerdem leitet sie die Romanwerkstatt an der Universität Graz. Simon ist Mitglied der Literaturgruppe die plattform, der unter anderem Valerie Fritsch und Clemens J. Setz angehören, und Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung.[4]

Nach Publikationen in diversen Zeitschriften (unter anderem in schreibkraft, manuskripte, Lichtungen, ZEIT-Campus, Opus) und mehreren Literaturpreisen (unter anderem: manuskripte-Förderpreis, Gustav-Regler-Förderpreis) erschien im August 2012 ihr erster Roman Der potemkinsche Hund. "Es handelt sich um einen beachtenswerten Romanerstling, witzig, voller fantastischer Bilder und dichter Atmosphäre", urteilte Rezensent Helmut Sturm auf literaturkritik.de.[5] 2013 nahm sie auf Einladung der Jurorin Daniela Strigl am Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis teil.

Die nachfolgenden Romane Ostrov Mogila (2013), Wie man schlafen soll (2016) und Der Neubauer (2018) zeichnen sich durch "Witz, Tempo und überraschende Wendungen" aus, schreibt der Germanist Gerald Lind in seiner Rezension für das Literaturhaus Wien.[6] 2023 erschien Simons dystopischer Roman Die Wölfe von Pripyat. "In 74 kurzen Kapiteln, die kunstvoll verschränkt sind, entwirft sie eine Welt, in der die Menschen von einer auf die Spitze getriebenen Political Correctness entmündigt werden", fasst Rezensentin Kirstin Breitenfellner zusammen.[7] 2024 folgt der Prosatext Mondkälber, ein "Buch wie ein Traum, aus dem es kein Erwachen gibt."[8]

Auszeichnungen und Stipendien

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Einzelnachweise

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  1. Unser Team. In: "Über uns"-Seite auf der Website des ACIPSS. Abgerufen am 13. Februar 2026.
  2. Werner Schandor:Starker Tobak. Rezension. In: schoepfblog.at. Abgerufen am 13. Februar 2026.
  3. Kabarett. In: Website von Cordula Simon. Abgerufen am 13. Februar 2026.
  4. Cordula Simon. In: Biografischer Eintrag auf der Website des Literaturhauses Graz. Abgerufen am 13. Februar 2026.
  5. Reisen durch die Unterwelt. Über Cordula Simons Romandebüt „Der potemkinsche Hund“. In: literaturkritik.de. Abgerufen am 13. Februar 2026.
  6. Der Neubauer. In: literaturhaus-wien.at. Abgerufen am 13. Februar 2026.
  7. Die Wölfe von Pripyat. In: literaturhaus-wien.at. Abgerufen am 13. Februar 2026.
  8. Im leeren Hut des Zauberers*. In: Reihe "ARTfaces" auf der Kulturplattform des Landes Steiermark. Abgerufen am 13. Februar 2026.
  9. Rezension zu Cordula Simon: Der Neubauer, literatur-blog.at vom 17. März 2018, abgerufen am 15. Dezember 2025
  10. Interview: Cordula Simon, kuma.at vom 27. November 2024, abgerufen am 15. Dezember 2025
  11. Literaturförderungspreis der Stadt Graz samt Jurybegründung. Kulturamt der Stadt Graz, abgerufen am 28. April 2013.