Cornershop

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Cornershop.jpg

Cornershop ist eine 1992 gegründete britische Rockband. Ihre Musik ist eine Mischung aus Britpop, Dancefloor und indischer Musik. Sie besteht aus Tjinder Singh (Gesang, Dholak), Ben Ayres (Gitarre, Keyboard, Tambura), Anthony Saffery (Sitar, Keyboard), Nick Simms (Schlagzeug) und Peter Bengry (Percussion). Bekanntheit erlangte sie besonders durch Norman Cooks Remix ihres Songs Brimful of Asha (eine Hommage an die lebende Bollywood-Musik-Legende, die indische Sängerin Asha Bhosle), der in der Originalversion auf ihrem Album When I Was Born for the 7th Time zu finden ist und in Deutschland auch als Titelmelodie der Comedyserie Die Dreisten Drei bei Sat.1 bekannt wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Band bezieht sich auf die von indischen Einwanderern in England an Straßenecken betriebenen Läden – den sogenannten Cornershops. Singh und Ayres trafen sich 1989 während des Studiums in Preston. Aus dem anfänglichen Experimentieren mit Musikinstrumenten und zweckentfremdeten Haushaltsgeräten wurde die Idee zu einer Band geboren.

Als der Sänger Morrissey Anfang der 90er Jahre von der Englischen Musikpresse als augenscheinlicher Rassist verleumdet wurde, verbrannte die Band ein Bild von ihm vor einem Gebäude der Plattenfirma EMI.

Größere Bekanntheit erlangte sie nachdem Fatboy Slim erfolgreich Brimful of Asha als Remix veröffentlichte. Der Song ist eine Hommage an die legendäre indische Sängerin Asha Bhosle, die auch als Musikerin für Bollywoodfilme bekannt ist. Er ist auf dem 1997er Album When I Was Born for the 7th Time, das über eine halbe Million mal verkauft wurde, zu finden.

1999 veröffentlichte die Band das Album Disco and the Halfway to Discontent. Dieses war eher von Disco-Musik inspiriert und ein Teil ihres Nebenprojekts „Clinton“. Neue Wege ging Cornershop 2011 mit ihrer Veröffentlichung Cornershop and the Double-O Groove Of und der in Neu-Delhi geborenen und in Lancashire aufgewachsenen Sängerin Bubbley Kaur. Während die Songtitel englisch geschrieben werden, sind die Texte ausschließlich in Panjabi gehalten. Der Titel Topknot auf dem Album war dabei bereits 2004 erfolgreich als Single veröffentlicht worden.[1]

Laut der offiziellen Website arbeitet die Band seit 2003 an einem Film über die Independent-Szene Londons.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1997 When I Was Born for the 7th Time 17
(23 Wo.)
144
(5 Wo.)
UK: Gold
2002 Handcream for a Generation 91
(1 Wo.)
53
(4 Wo.)
30
(4 Wo.)

weitere Alben

  • 1994: Hold On It Hurts
  • 1995: Woman’s Gotta Have It
  • 1999: isco and the Halfway to Discontent
  • 2009: Judy Sucks Lemon for Breakfast
  • 2011: And the Double-O Groove Of (feat. Bubbley Kaur)
  • 2012: Urban Turban: The Singhles Club
  • 2013: Snap Yr Cookies (9 mp3-Files)
  • 2015: Hold On It’s Easy

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993: Elvis Sex-Change
  • 2013: The Hot for May Sound

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1997 Good Ships /
Funky Days Are Back Again
When I Was Born for the 7th Time
92
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Juni 1997
1997 Brimful of Asha
When I Was Born for the 7th Time
84
(8 Wo.)
1
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. August 1997
UK: Platin
1998 Sleep on the Left Side
When I Was Born for the 7th Time
23
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Mai 1998
2002 Lessons Learned from
Rocky I to Rocky III
Handcream for a Generation
37
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. März 2002
2002 Staging
Handcream for a Generation
80
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. August 2002
2004 Topknot
And the Double-O Groove Of
53
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. August 2004
Cornershop presents Bubbley Kaur

weitere Singles

  • 1993: In the Days of Ford Cortina (VÖ: Januar)
  • 1993: Naii Zindagi Naya Jeevan (VÖ: Mai)
  • 1993: Lock Stock & Double-Barrel
  • 1994: Reader’s Wives (VÖ: Januar)
  • 1994: Seetar Man (VÖ: März)
  • 1994: Born Disco; Died Heavy Metal (VÖ: März)
  • 1995: 6 A.M. Jullander Shere (VÖ: 17. April)
  • 1995: My Dancing Days Are Done
  • 1995: The Trans-Atlantic Super-Sonic Suss-Machine Jr. EP (mit The Dealers)
  • 1995: Wog
  • 1996: Butter the Soul
  • 1997: We’re in Yr Corner
  • 1997: Candyman (VÖ: Oktober)
  • 2001: Motion the 11
  • 2005: Wop the Groove
  • 2009: The Roll Off Characteristics (Of History in the Making) (VÖ: 25. Mai)
  • 2010: The Battle of New Orleans (EP)
  • 2011: Don’t Shake It (feat. Bubbley Kaur)
  • 2011: Milkin’ It
  • 2012: Every Year so Different
  • 2012: Solid Gold
  • 2014: What Did the Hippie Have in His Bag?

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cornershop And The Double-O Groove Of auf alternativmusik.de (aufgerufen am 7. September 2011)
  2. a b Chartquellen: Singles Alben DE UK US1 US2
  3. a b Gold-/Platin-Datenbank UK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]