Corosync Cluster Engine

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Corosync Cluster Engine
Basisdaten

Maintainer The Corosync Development Community
Erscheinungsjahr 2008
Aktuelle Version 2.4.5
(31. Juli 2019)
Aktuelle Vorabversion 3.0.2
(13. Juni 2019)
Betriebssystem plattformunabhängig
Programmiersprache C
Lizenz BSD-Lizenz (3-Klausel-BSD-Lizenz)
corosync.github.io/corosync/

Die Corosync Cluster Engine ist ein quelloffenes und verteiltes System für das Management von Computerclustern und Hochverfügbarkeitsclustern basierend auf dem Betriebssystem Linux. Die Software steht unter der freien BSD-Lizenz und ist in der Programmiersprache C geschrieben.

Die Corosync Cluster Engine ist aus dem OpenAIS Projekt abgeleitet, die erste Version entstand im Jahr 2008 in Folge des Ottawa Linux Symposium in Kanada.[1] Die zweite Version erschien im Jahr 2012 und ist seit damals Bestandteil von verschiedenen Linux-Distributionen wie Debian, Fedora und RHEL.[2]

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Corosync Cluster Engine besteht im Aufbau aus vier Kernkomponenten:

  1. Einer zwischen den einzelnen Nodes verteilten Zustandsmaschine deren Zustände und gespeicherte Information virtuell synchronisiert ist.
  2. Einer Instanz zum Starten, Stoppen und Verteilen von den jeweiligen Anwendungen auf die einzelnen Nodes.
  3. Einem Quorum, das über die Anzahl der verfügbaren Nodes im Verbund informiert und dazu dient, bei Teilausfällen die Datenintegrität im Cluster sicherzustellen.
  4. Einer Datenbank zum Sammeln von Zustandsinformationen und deren zeitlichen Verlauf und Konfigurationseinstellung des Clusters. Inhalte dieser Datenbank können bei entsprechender Auswertung beispielsweise Auskunft über verschiedene Betriebsparameter wie die Ausfallzeiten einzelner Nodes liefern.

Die Verbindungsschnittstelle auf Ebene der Hardware zwischen den einzelnen Nodes, die aus handelsüblichen Rechnermodulen wie Bladeserver bestehen können, wird entweder mittels dem Netzwerkprotokoll UDP oder alternativ mit InfiniBand realisiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. S. Dake, C. Caulfield, A. Beekhof: The Corosync Cluster Engine. In: Proceedings of the Linux Symposium. July 2008, S. 85–99.
  2. Christine Caulfield,New quorum features in Corosync 2 - 2012-2016