Czermin (Powiat Mielecki)

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Czermin
Wappen der Gmina Czermin
Czermin (Polen)
Czermin
Czermin
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Mielecki
Gmina: Czermin
Geographische Lage: 50° 20′ N, 21° 20′ OKoordinaten: 50° 20′ 20″ N, 21° 20′ 2″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 39-304
Telefonvorwahl: (+48) 17
Kfz-Kennzeichen: RMI



Czermin (deutsch Hohenbach) ist ein Dorf im Powiat Mielecki der Woiwodschaft Karpatenvorland in Polen. Es ist Sitz der gleichnamigen Landgemeinde mit etwa 7000 Einwohnern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich wurde das Dorf Wisłok genannt und wurde im Jahre 1190 erstmals erwähnt.

Bei der Ersten Teilung Polens kam das Dorf Czermin 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

Im Jahre 1783 im Zuge der Josephinischen Kolonisation auf dem Grund des Dorfes Czermin wurden deutsche Kolonisten verschiedener Konfession angesiedelt.[1] Die Kolonie rechnete anfänglich 56 Familien. Im Jahre 1812 hatte die Kolonie 314 Menschen.[2] Die evangelische Filialgemeinde der Pfarrgemeinde Reichsheim wurde gegründet, seit 1867 war Hohenbach der Sitz dieser Gemeinde. Im Jahre 1875 gab es in Hohenbach 440 Protestanten und eine deutsche Schule.[3]

Das Dorf wurde in zwei Teile getrennt: Czermin und Hohenbach (heutiger Weiler Kolonia). Im Jahre 1900 hatte die Gemeinde Czermin 190 Häusern mit 1043 Einwohnern, davon alle polnischsprachig, 938 römisch-katholisch, 49 Juden, 56 anderen Glaubens. Die Gemeinde Hohenbach hatte 64 Häusern mit 440 Einwohnern, davon 435 polnischsprachig, 4 deutschsprachig, 52 römisch-katholisch, 13 Juden, 375 anderen Glaubens (überwiegend evangelisch).[4]

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kamen beide Gemeinden zu Polen. Unterbrochen wurde dies durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, währenddessen es zum Generalgouvernement gehörte.

Von 1975 bis 1998 gehörte Czermin zur Woiwodschaft Rzeszów.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landgemeinde (gmina wiejska) Czermin gehören neun Dörfer mit einem Schulzenamt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henryk Lepucki: Działalność kolonizacyjna Marii Teresy i Józefa II w Galicji 1772–1790 : z 9 tablicami i mapą. Kasa im. J. Mianowskiego, Lwów 1938, S. 163–165 (polnisch, online).
  2. Tomasz J. Filozof: Kolonizacja józefińska. In: Skarby Podkarpackie. 2, Nr. 33, März-April 2012, ISSN 1898-6579, S. 38–40. Abgerufen am 6. Juni 2016.
  3. Schematismus der evangelischen Kirche Augsb. und Helvet. Bekenntnisses in den im österr. Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern. Wien 1875, S. 198–200 (Online).
  4. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.