Dési Halban

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Dési Halban (1946)

Désirée „Dési“ Louise Anna Ernestine von Halban (* 10. April 1912 in Wien; † 12. Februar 1996 in Bilthoven) war eine österreichische Sängerin aus der Familie Halban. Ihre Stimmlage war Sopran.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dési Halban war die Tochter des 1917 geadelten Gynäkologen Josef von Halban und der Sopranistin Selma Kurz; der spätere Schriftsteller George Halban war ihr Bruder. Gemeinsam mit ihrer Mutter sang Dési Halban 1932 bei deren letztem Auftritt in der Pfarrkirche Mödling-St. Othmar in Mödling. Ab 1934 sang sie im Wiener Konzerthaus und 1936 die Gilda in Rigoletto an der Wiener Staatsoper.

1937 lernte sie bei einem Auftritt bei Amsterdam den Kunsthändler Jacques Goudstikker kennen, den sie heiratete. Sie hatten einen Sohn Edouard (Edo, 1939–1996). 1940 wollte die Familie aus den Niederlanden flüchten, der Ehemann verstarb aber während der Schiffsreise. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte sie in die Niederlande zurück, wo sie den Juristen August Eduard von Saher heiratete.

Von Dési Halban existiert nur eine Schallplattenaufnahme, die am 10. Mai 1945 mit den New Yorker Philharmonikern unter der Leitung von Bruno Walter stattfand. Dési Halban singt in der 4. Sinfonie von Gustav Mahler im vierten Satz den Sopranpart Das himmlische Leben.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Hrsg.): Selma Kurz. Die Sängerin und ihre Zeit. Unter Mitarbeit von Ursula Ebbers. Belser, Stuttgart/Zürich 1983, ISBN 3-7630-9028-2.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]