Dörpms

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Dörpms
Allgemeine Informationen
Genre(s) Oi!, Punkrock
Gründung 2009
Website www.doerpms.de
Aktuelle Besetzung
Phil
Gitarre, Gesang
Zwiebel
Tamm
Lead Gitarre
Schwenni
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
André (bis 2014)

Dörpms ist eine Oi!/Punkrock-Band aus Dortmund.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer, in ihrer damaligen Stammkneipe HirschQ gefassten Idee, gründeten drei Skinheads in ihrer Heimatstadt Dortmund 2009 die Gruppe, nachdem sie bereits in anderen lokalen Bands gespielt hatten (unter anderem Offbeat Propeller). Der Name geht auf die altertümliche, niederdeutsche Bezeichnung Dörpm für die Stadt Dortmund zurück. Auch in ihrem Bandlogo drücken sie seither ihre Verbundenheit zu Dortmund und seiner Tradition als Arbeiter- und Bierstadt aus, in dem sie auf das Dortmunder U Bezug nehmen.

Ihr erstes Konzert gaben sie am 5. Dezember 2009. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte, meist mit Szenebands wie Stomper 98, The Business, Volxsturm, Evil Conduct oder Berliner Weisse und anderen.

Im Jahr 2010 veröffentlichten sie im Selbstvertrieb ihre ersten vier Stücke als CD unter dem Titel Pils’n Export-Oi!. Auch hier nahmen sie wieder Bezug auf ihre Stadt, etwa mit der Titel-Anspielung auf Dortmunder Exportbier. In der Folge erhielten sie einen Schallplattenvertrag bei Sunny Bastards, einem ebenfalls dem Ruhrgebiet verbundenen Musiklabel aus Essen. Im Jahr 2011 spielten sie daraufhin auf dem Son-of-a-Bastard-Festival und waren eine der Bands der Voice-of-a-Generation-Tour 2011.[1]

Im Jahr 2012 erschien mit Alles kann, nichts muss ihr erstes volles Album. Auf ihm finden sich 13 Lieder. Es folgten eine Reihe weiterer Konzerte, sowohl vor kleinerem als auch größerem Publikum, etwa mit Cock Sparrer in der Kölner Essigfabrik.[2] Auch im Ausland traten sie 2013 auf, etwa mit Evil Conduct in den Niederlanden.[3]

Im Rahmen einer Serie von limitierten 12" EPs, die nostalgisch-ironisch an das Format der Maxisingle der 1980er Jahre erinnert, brachte ihr Label Sunny Bastards 2014 dann die EP Noten der Straße mit vier neuen Songs heraus, die nur auf dieser Vinylschallplatte erschienen. Zu dem Titelstück produzierte die Gruppe ihren ersten professionellen Videoclip.[4] Bei Erscheinen der EP hatte die Band dann ihren ersten Besetzungswechsel vollzogen. Die Gitarre spielte nun nicht mehr André, sondern fortan Zwiebel, der bereits in anderen Punkbands seit langen Jahren Erfahrungen sammelt, insbesondere in der Hammer Band Paranoya.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durchgehend in Deutsch besingt die Band ihre Vorliebe für Bier, Fußball, Tätowierungen und ein erfülltes Leben abseits der Mehrheitsgesellschaft, thematisieren aber auch ihre Sorge um einen überbordenden Überwachungsstaat und eine zunehmend materialistische und unmenschliche Gesellschaft. Sie pflegen dabei meist einen gleichzeitig rauhen und fröhlich-launigen Ton, und nehmen sich selbst nicht allzu wichtig, wodurch sie sich von vielen Szenebands abheben. Dies brachte ihnen gute Kritiken in der Szene ein.[5][6][7] So beurteilte der Rezensent des Szenemagazins Plastic Bomb das Album als „erfrischend einfache Scheibe, ohne irgendwelche neumodischen Fisimatenten oder Sperenzien, die mich dennoch sofort und vom ersten Ton an mitreißt“[8].

Bei einem Besuch im Café von Heino 2010 ließ sich dieser von der Gruppe zu der Aussage hinreißen, die Dörpms seien die beste Band der Welt.[9]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Pils’n Export Oi! (CD-EP)
  • 2012: Alles kann, nichts muss (CD-Album)
  • 2014: Noten der Straße (12"-EP, Teilauflage in farbigem Vinyl)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie. In: doerpms.de. Dörpms, abgerufen am 15. Juli 2012.
  2. Konzertausschnitt vom 7. Dezember 2013 auf YouTube, abgerufen am 11. Januar 2015.
  3. Clip eines Konzertmitschnitts auf YouTube, abgerufen am 11. Januar 2014.
  4. Videoclip „Noten der Straße“ im YouTube-Kanal des Labels Sunny Bastards, abgerufen am 11. Januar 2015.
  5. Sir Paulchen: Dörpms. Alles kann… nichts muss – CD. In: Moloko Plus. Torsten Ritzki, 20. April 2012, abgerufen am 15. Juli 2012.
  6. Florian Puschke: Dörpms – Alles Kann…Nichts Muss. CD Review. In: Pressure Magazine. Marcus Berg, 13. April 2012, abgerufen am 15. Juli 2012.
  7. Tobias Witte: Review: Dörpms – Alles kann… Nichts muss (CD). In: Nameless Magazin. Tobias Witte, Christoph Wagner, 22. März 2012, archiviert vom Original am 11. Februar 2013, abgerufen am 15. Juli 2012.
  8. Plastic Bomb. 79, Sommer-Ausgabe 2012, S. 44.
  9. Videomitschnitt auf YouTube, abgerufen am 15. Juli 2012