Luke

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Luke (Begriffsklärung) aufgeführt.
Luke in einem wasserdichten Schott
Luke auf dem Frachtschiff Nabob
Ladeluke des Lufthansa Airbus A380-800 New York auf dem FRA Airport
Militärfahrzeug mit Führerhausluke
Kellerluke in Stralsund

Der Ausdruck Luke (auch Luk) (mittelniederdeutsch, altsächsisch für lukan „schließen“) bezeichnet eine meist durch eine Klappe verschließbare Öffnung in Böden, Wänden oder Dächern; Luk (seemännisch) bezeichnet eine „Öffnung im Deck oder in der Schiffswand“.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Luke" stammt aus dem niederdeutschen Sprachraum, vor allem aus dem nordvorpommerschen Raum und bedeutet Öffnung bzw. Verschluss. Es ist bei Häusern oft die oberste im Dach befindliche Öffnung, die beispielsweise zum Einholen der Ernte diente (Bodenluke, Dachluke). Das von Luke abgeleitete Verb "luken" bedeutet heraussehen / herausschauen (aus einer Öffnung heraus Ausschau halten). Im weiteren niederdeutschen Sprachraum existieren jeweils diverse Abwandlungen des Wortes. (Quellenangabe: www.deutsch-plattdeutsch.de).

Das um 1600 aus der niederdeutschen Seemannssprache übernommene Wort geht zurück auf mittelniederdeutsch „lūke“ (entsprechend niederländisch „luik“, dänisch „luge“), das zu dem unter Loch behandelten germanischen Verblūkan“ (verschließen) gehört.

Luke bedeutete also wie auch Loch ursprünglich „Verschluss“.

Luken in Fahrzeugen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schifffahrt werden Luken häufig nach ihrer Bestimmung benannt, zum Beispiel Niedergangsluke (vor Treppen auf ein anderes Deck) oder Ladeluke (große Öffnungen im Deck zum Be- und Entladen). Gemein ist ihnen, dass sie in aller Regel meist mit einer Umrandung, einem Süll (Lukensüll), versehen sind und mit Lukendeckeln wasserdicht verschlossen werden können. Bei großen Seeschiffen kann das Süll einer Ladeluke durchaus eine Höhe von 1,5 Metern erreichen. Auf U-Booten der deutschen Kriegsmarine wurde die Form "Luk" bevorzugt, z. B. Turmluk.

Beim Bau der historischen Segelschiffe wurden eine oder mehrere Großluken in das Oberdeck eingebaut, die dazu dienten Kanonen, Munition, Proviant und Ausrüstung ins Schiff zu hieven. Dazu wurden Kräne vom Kai oder Taljen in der Takelage verwendet. Die Großluke konnte nach dem Lade- oder Entladevorgang mit Grätings oder hölzernen Lukendeckeln verschlossen werden. Eine solche Großluke kann heute auf der Vasa besichtigt werden.

Flugzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im modernen Flugzeugbau können Ladeluken je nach Verwendung unterschiedliche Formen und Größen haben. So besitzen große Frachtmaschinen im militärischen- und zivilen Bereich zur Beförderung umfangreicher Transportgüter im Heck der Maschine eine Luke die fast die gesamte Breite des Rumpfes einnimmt. Passagiermaschinen haben im unteren Bereich des Flugzeugs d.h. unter dem Passagierdeck im Bug und/oder Heck Ladeluken für das Gepäck der Fluggäste, Luftfracht und für die Bordverpflegung, Transportwagen für die Airline-Catering-Container.

Raumschiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luken, die in einen Schiffskörper führen, der sich im Vakuum aufhält, müssen hohe Anforderungen an die Dichtigkeit in jedem erdenklichen Temperaturbereich erfüllen. Gelegentlich können sie hier nur mit zerstörender Wirkung, durch Sprengbolzen geöffnet werden.

Militärfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Militärfahrzeuge werden häufig mit Luken im Führerhaus ausgestattet um Waffen, beispielsweise Maschinengewehre, während der Fahrt benutzen zu können. Diese Waffen werden dann auf hierfür ausgelegten Lafetten befestigt. Durch die Luke kann der Schütze die auf dem Führerhaus befestige Waffe bedienen.

Andere Luken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dachluke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Häusern, Wohnwagen oder Wohnmobilen gibt es Dachluken in Form von waagerechten oder diagonalen transparenten Klappen auf dem Dach. Sie dienen zur Belichtung und Lüftung des Innenraums und bei Häusern darüber hinaus auch als Dachausstieg, der für Wartungsarbeiten am Dach oder an den Schornsteinen genutzt wird. Im Unterschied zu Dachfenstern kommen Dachluken eher bei unausgebauten Dachräumen zum Einsatz, beispielsweise als Tageslichtquelle für einen Dachboden.

Kellerluke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Kellerluke verschließt einen horizontal oder schräg liegenden Zugang zu einem Keller. Die Kellerluke verwendet die Bauweise einer nach oben öffnenden Falltür, die im geschlossenen Zustand Teil der Fußbodenfläche sein kann. Luken dieser Bauart werden oft aus Gründen der Platzersparnis eingebaut, oder um bei als Lagerräumen genutzten Kellern eine schnelle Befüllung zu ermöglichen (beispielsweise bei Bierkellern oder Kohlenkellern).

Luke auf Skisprungschanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Skisprung- und Skiflugschanzen sind die Athleten früher aus sog. Luken gestartet. Dies waren Öffnungen, die sich links und rechts, jeweils versetzt, neben der Anlaufspur befanden. Durch die Wahl einer anderen Luke konnte man den Anlauf verlängern oder verkürzen. Dadurch, dass die Athleten seitlich in die Anlaufspur einfahren mussten, dauerte es länger, bis sie die optimale Anfahrtsposition einnehmen konnten. Heutzutage starten die Skispringer bei allen offiziellen Wettkämpfen von einem Balken, der quer über die Anlaufspur gelegt wird, dem sogenannten Happle-Balken.