Dahlerbrück

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

51.2527777777787.515234Koordinaten: 51° 15′ 10″ N, 7° 30′ 54″ O

Dahlerbrück
Gemeinde Schalksmühle
Höhe: 234 m
Einwohner: 1047 (1. Nov. 2011)
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 58579
Vorwahl: 02355

Dahlerbrück ist ein Ortsteil der Gemeinde Schalksmühle in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Märkischen Kreis. Zum 1. November 2011 hatte Dahlerbrück 1047 Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als Dahler Brücke stammt vom 27. Mai 1588, als Herzog Wilhelm von Cleve-Jülich die Glörmühle (damals: Dahler Mühle) als Zwangsmühle konzessionierte. Friedrich der Große, König von Preußen bestätigte am 17. November 1766 für die Glörmühle ein Erbpachtverhältnis.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1969 wurden die Gemeinden Hülscheid (seinerzeit Amt Lüdenscheid) und Schalksmühle (damals Amt Halver) im Zuge einer Gebietsreform zur neuen Einheitsgemeinde Schalksmühle zusammengefasst, zum 1. Januar 1970 kam der Ortsteil „Im Dahl“ im heutigen Dahlerbrück von Breckerfeld hinzu. Mit diesem Schritt wurden alle Teile von Dahlerbrück vereinigt, die bis zu diesem Zeitpunkt zu unterschiedlichen Gemeinden bzw. Städten gehörten. Der Fluss Volme sowie dessen Zulauf Glör bildeten hier jeweils die Grenzen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Unmittelbar in der Nähe an der Grenze zur Nachbarstadt Breckerfeld befindet sich die Glörtalsperre.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Durch Dahlerbrück führt die Bundesstraße 54.

Busverkehr[Bearbeiten]

Der Busverkehr wird überwiegend durch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) und den Bürgerbus Schalksmühle durchgeführt.

Zugverkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Dahlerbrück liegt an der Bahnstrecke Hagen–Dieringhausen. Die Anbindung durch den Zug ab dem Haltepunkt Dahlerbrück gewährleistet die Volmetal-Bahn, die im stündlichen Takt zwischen Lüdenscheid und Dortmund verkehrt.

Der Umbau des Haltepunkts Dahlerbrück erfuhr im Jahr 2011 eine dritte Auflage. Wie am 9. Mai 2011 im Bau- und Planungsausschuss im Rathaus und zuvor bei einem Ortstermin erläutert wurde, hätte die DB Station & Service die Pläne zur Sanierung ein weiteres Mal überarbeitet. Der Basis einer behindertengerechten Anlage würde seitens des Eisenbahnbundesamtes Baurecht erteilt. Es fehle nur noch die Zusage einer Förderung aus Landesmitteln, dann hätten noch im Jahr 2011 die Arbeiter anrücken können.

Die erste Umbauplanung stammte aus dem Jahr 1999 und wurde 2002 aktualisiert. Sie sah unter anderem einen neuen Bahnsteig zwischen Bahnhofsgebäude und Gleisanlage vor. Der vor dem Gebäude liegende Parkplatz sollte danach über eine Treppe erreichbar sein, die am südlichen Ende des Bahnsteigs vorgesehen war. Doch die Fördermöglichkeit wäre nur bei einem behindertengerechten Umbau gegeben. So nahmen sich die Planer der DB Station & Service die Angelegenheit erneut vor und präsentierten mit Schreiben vom 10. März 2011 eine neue Version.

Zum geplanten Bauvorhaben schriebe die DB: „Der Bahnhof Dahlerbrück ist eine Verkehrsstation, die von rund 300 Reisenden pro Tag genutzt wird.“ Zur Verbesserung der Funktionalität und Qualität solle diese Station zu einem Flächenbahnhof umgebaut werden. Ziel sei es, einen „durchgängigen Qualitäts- und Sercivestandard auf den betroffenen Kursbuchstrecken zu erreichen, wobei eine einfache und robuste Bauweise sowie eine Beschränkung auf das Notwendigste mit gleichzeitiger Vandalismusresistenz und Reinigungsfreundlichkeit“ im Vordergrund stünden.

Der aktuelle Bahnsteig ist durchschnittlich fünf Meter breit und hat ein 33 Meter langes Dach im Mittelteil. Darunter befindet sich auch der Treppenzugang, zu dem ein Personentunnel führt. Geplant sei nun, den Bahnsteig in der vorhandenen Lage herzustellen und über eine rund 17 Meter lange Zuwegung behindertengerecht an den Bahnübergang Glörstraße anzuschließen. Zum Bau müssten die Treppe samt Unterführung verfüllt und das Dach abgerissen werden, um die erforderliche Bahnsteigbreite erreichen zu können.

Bereits 2002 war auch vorgesehen, den Parkplatz neben dem Haltepunkt durch die Gemeinde herrichten zu lassen, da es sich um die einzige Parkmöglichkeit für Reisende im Umfeld handeln würde. Doch die bereitgestellten Haushaltsmittel in Höhe von 25 000 Euro wurden nicht in Anspruch genommen. Sie sollten 2011 erneut in den Finanzplan der Gemeinde geschrieben werden und für 2012 abrufbar sein, so der Beschlussvorschlag, den der Ausschuss der Stadt Schalksmühle im Mai 2012 durchwinkte.[2]

Der Haltepunkt Dahlerbrück soll bis Februar 2013 modernisiert werden. Dazu investiert die DB Station & Service in die Sanierung des Bahnsteigs und eine neue Ausstattung beispielsweise mit Bänken und dem roten Punkt als Fahrkartenautomat und Informationssystem. Der Bahnsteig soll auf einer Länge von 110 Metern erneuert werden und soll eine barrierefreie Ausstiegshöhe von 76 Zentimetern erhalten. Es wird in Etappen vorgegangen, damit die Züge in der Zwischenzeit weiterhin in Dahlerbrück halten können. Die Gemeindeverwaltung will außerdem, wie bereits vorher geplant war, Mittel bereitstellen, um Parkflächen auf einem gemeindeeigenen Grundstück am Bahnhof Dahlerbrück zu schaffen.[3]

Die Arbeiten am Haltepunkt Dahlerbrück schreiten lt. einem Zeitungsbericht aus der Westfälischen Rundschau vom 14. November 2012 voran. Der große Teil des neuen Bahnsteigs sei schon fertig. Die Pflasterung im vorderen Bereich sei inzwischen abgeschlossen, so dass Fahrgäste seit dem 13. November 2012 von der Schranke zum Bahnsteig gehen könnten und nicht mehr den Weg durch die Untertunnelung nehmen müssten. Die Bahn erneuere die Anlage auf einer Länge von 110 Metern. Dabei werde der Bahnsteig barrierefrei gestaltet. Er erhalte eine Ausstiegshöhe von 67 Zentimetern. Dazu komme die Ausstattung des Haltepunktes mit Bänken, dem roten Punkt mit Fahrkartenautomat und einem Fahrgastinformationssystem, was bereits installiert sei. Der Zugverkehr werde durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt. Die Volmetalbahn hält bereits am fertiggestellten Abschnitt des Bahnsteigs. Der Bahnhof Dahlerbrück werde von rund 300 Reisenden pro Tag genutzt. Für diese Fahrgäste möchte die Bahn Funktionalität und Qualität verbessern. Ziel der Baumaßnahme sei es, einen durchgängigen Qualitäts- und Servicestandard auf den betroffenen Kursbuchstrecken zu erreichen. Dabei solle eine einfache und robuste Bauweise sowie die Beschränkung auf das Notwendigste dafür sorgen, dass der Haltepunkt leicht zu reinigen sei und er keine Angriffspunkte für Vandalismus biete. Im kommenden Jahr werde die Gemeinde Schalksmühle zudem mit Planungen für den Ausbau des Parkplatzes neben dem Bahnhof beginnen. Im Haushalt 2013 sollen 5000 Euro für Planungskosten zur Verfügung gestellt werden. Der eigentliche Ausbau solle dann 2014 erfolgen.[4]

Es bestanden Planungen, die Volmetalbahn von Dortmund über Hagen nach Lüdenscheid als Stadtbahn umzusetzen. Die Stadtbahn sollte direkt vom Dortmunder Stadtzentrum über das Hagener Stadtzentrum bis in die Innenstadt von Lüdenscheid geführt werden. 1997 wurde dazu ein Konzept zur Regionalstadtbahn Hagen vorgestellt, was trotz des verkehrlichen Nutzens aus Kostengründen abgelehnt wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Zurückgehend auf ein Hammerwerk, das bereits 1687 urkundlich erwähnt wurde, besteht heute das Walzwerk Dahlerbrück der Deutschen Edelstahlwerke GmbH (DEW) als Teil des finnischen Werkstoffunternehmens Outokumpu.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemeinde Schalksmühle: Gemeindeinfo, abgerufen am 14. Januar 2012
  2. Artikel aus der Westfälischen Rundschau vom 10. Mai 2012: "Ortstermin - Behinderte bei Sanierung im Blick"
  3. Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 14. September 2012: "Bahnhof Dahlerbrück wird modernisiert"
  4. Artikel aus der Westfälischen Rundschau vom 14. November 2012: "Dahlerbrück - Großer Teil des neuen Bahnsteigs schon fertig"