Dahlerbrück

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Koordinaten: 51° 15′ 10″ N, 7° 30′ 54″ O

Dahlerbrück
Gemeinde Schalksmühle
Höhe: 234 m
Einwohner: 1018 (1. Jul. 2014)
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 58579
Vorwahl: 02355
Dahlerbrück (Schalksmühle)
Dahlerbrück

Lage von Dahlerbrück in Schalksmühle

Dahlerbrück ist ein Ortsteil der Gemeinde Schalksmühle in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Märkischen Kreis. Zum 1. Juli 2014 hatte Dahlerbrück 1018 Einwohner.[1] Dahlerbrück liegt nördlich vom Hauptort im Tal der Volme.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als Dahler Brücke stammt aus dem Jahr 1740. Der Ort gehörte damals dem Kirchspiel Halver an und war ein Abspliss der benachbarten Dahler Mühle[2], die am 27. Mai 1588 von Herzog Wilhelm von Cleve-Jülich-Berg unter dem Namen Glörmühle als Zwangsmühle konzessioniert wurde. Friedrich der Große, König von Preußen bestätigte am 17. November 1766 für die Glörmühle ein Erbpachtverhältnis.

1818 lebten fünf Einwohner im Ort. 1838 gehörte Dahlerbrück unter dem Namen Dahlerbrücke der Gloerfelder Bauerschaft innerhalb der Bürgermeisterei Halver an. Der laut der Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg als Kotten kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit ein Wohnhaus und ein landwirtschaftliches Gebäude. Zu dieser Zeit lebten sieben Einwohner im Ort, allesamt evangelischen Glaubens.[3]

Das Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen von 1887 gibt eine Zahl von 16 Einwohnern an, die in zwei Wohnhäusern lebten.[4] Am 1. Oktober 1912 wurde der Bereich um den Ort aus der Gemeinde Halver ausgegliedert und der neu gegründeten Gemeinde Schalksmühle zugewiesen.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1969 wurden die Gemeinden Hülscheid (seinerzeit Amt Lüdenscheid) und Schalksmühle (damals Amt Halver) im Zuge einer Gebietsreform zur neuen Einheitsgemeinde Schalksmühle zusammengefasst, zum 1. Januar 1970 kam der Ortsteil „Im Dahl“ im heutigen Dahlerbrück von Breckerfeld hinzu. Mit diesem Schritt wurden alle Teile von Dahlerbrück vereinigt, die bis zu diesem Zeitpunkt zu unterschiedlichen Gemeinden bzw. Städten gehörten. Der Fluss Volme sowie dessen Zulauf Glör bildeten hier jeweils die Grenzen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar in der Nähe an der Grenze zur Nachbarstadt Breckerfeld befindet sich die Glörtalsperre.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Dahlerbrück führt die Bundesstraße 54.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Busverkehr wird überwiegend durch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) und den Bürgerbus Schalksmühle durchgeführt.

Zugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Dahlerbrück

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurückgehend auf ein Hammerwerk, das bereits 1687 urkundlich erwähnt wurde, besteht heute das Walzwerk Dahlerbrück als ein Standort in der Edelstahlsparte des finnischen Werkstoffunternehmens Outokumpu.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde Schalksmühle: Gemeindeinfo, abgerufen am 6. November 2014
  2. Alfred Jung: Halver und Schalksmühle. Untersuchung und Gedanken zur Siedlungsgeschichte des Amtes Halver, eines alten Kirchspiels im sächsisch-fränkischen Grenzraum. Freunde der Burg Altena, Altena 1978 (Altenaer Beiträge. Arbeiten zur Geschichte und Heimatkunde der ehemaligen Grafschaft Mark 13, ISSN 0516-8260).
  3. Johann Georg von Viebahn: Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg, nach der bestehenden Landeseintheilung geordnet, mit Angabe der früheren Gebiete und Aemter, der Pfarr- und Schulsprengel und topographischen Nachrichten. Ritter, Arnsberg 1841.
  4. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band X), Berlin 1887.