Outokumpu (Unternehmen)

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Outokumpu Oyj
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Rechtsform Osakeyhtiö
ISIN FI0009002422
Gründung 1932
Sitz Espoo, FinnlandFinnland Finnland
Leitung Roeland Baan (CEO)
Mitarbeiterzahl 12.125 (31. Dezember 2014) [1]
Umsatz 6,844 Mrd. Euro (2014) [1]
Branche Metallindustrie
Website www.outokumpu.com

Die Outokumpu Oyj [ˈɔu̯tɔkumpu] ist ein finnisches Werkstoffunternehmen mit Sitz in Espoo. Seit der Übernahme der Edelstahlfabrikation von ThyssenKrupp ist das Unternehmen einer der größten Hersteller von rostfreiem Stahl weltweit.[2]

Unternehmensprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Outokumpu ist auf Edelstähle und Hochleistungswerkstoffe spezialisiert. Die Prozesstechnik zum Herstellungsverfahren und in bestimmten Anlagenteilen kamen bislang von Outokumpu selbst. Sehr viele Prozesstechnik-, Detailplanungs-, Liefer-, Bau- und Montage-Verantwortlichkeiten wurden auf Unterlieferanten weiterverteilt. Outokumpu organisierte das funktionale Netzwerk und Beziehungsgeflecht.

Die Edelstahlproduktpalette umfasst Brammen, Bänder, Spulen, Bleche, sowie Langprodukte wie Bolzen, Stangen, Rohre und Draht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Logo bis 2003

Ursprünglich war Outokumpu primär ein vertikal organisiertes Kupferunternehmen mit Sitz in der Stadt Outokumpu; jedoch wurde die Konzernzentrale mittlerweile nach Espoo verlegt und die Edelstahlsparte ausgebaut. Das in Outokumpu betriebene Bergwerk wurde geschlossen, 2005–2008 wurde das Kupfergeschäft verkauft.

Im Jahr 2001 expandierte das Unternehmen nach Deutschland. Im März kaufte Outokumpu den Bereich Aluminiumtechnik von Deutz mit 65 Mitarbeitern und einem Werk in Köln[3], im Juli folgte dann für 52 Mio. Euro das Metallurgiegeschäft der zur MG Technologies gehörenden Lurgi AG.[4]

Im Januar 2001 fusionierte Outokumpus Stahlsparte Outokumpu Steel mit Avesta Sheffield zu AvestaPolarit,[5] die Outokumpu schließlich im Jahr 2002 vollständig übernahm.[6] Zu Beginn des Jahres 2004 wurde AvestaPolarit in Outokumpu Stainless umbenannt und der gesamte Markenauftritt von Outokumpu erneuert.[7]

2005 betrug der Umsatz 5,552 Milliarden Euro, die von 10.764 Mitarbeitern erwirtschaftet wurden. Die Ertragssituation für das Jahr 2005 war jedoch nicht befriedigend; das Return on Investment lag bei nur 1,9 %, die auch noch größtenteils durch Einmalerlöse erzielt wurden.

Im Oktober 2006 wurde der Anlagenbau der Outokumpu als separates Unternehmen ausgegliedert und an der Börse Helsinki unter dem Namen Outokumpu Technology gelistet. Im April 2007 wurde die Outokumpu Technology zu Outotec umbenannt.

Mit dem Kauf von ThyssenKrupps Edelstahlsparte Inoxum im Januar 2012 stieg Outokumpu zum größten Edelstahlproduzenten Europas auf. ThyssenKrupp erhielt im Gegenzug 29,9 % der Anteile Outokumpus.[8] Zum 1. März 2014 wurden die im Zuge der Inoxum-Übernahme erworbenen Geschäftseinheiten VDM und AST (Acciai Speciali Terni) sowie einige Service Center an ThyssenKrupp zurückgegeben.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Outokumpu (company) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Annual Accounts Bulletin 2014, Outokumpu, 12. Februar 2015
  2. http://www.outokumpu.com/en/stainless-steel/pages/default.aspx
  3. DEUTZ Konzern: Verkauf Aluminiumsparte der Industrieanlagentochter KHD Humboldt Wedag AG, Deutz, 29. März 2001
  4. Finnischer Konzern übernimmt Lurgi Metallurgie, Die Welt, 6. Juli 2007
  5. Annual Report 2000, Outokumpu
  6. Annual Report 2002, Outokumpu
  7. Outokumpu is unifying the Group under one brand – a new visual identity introduced today, Outokumpu Pressemitteilung, 11. Januar 2004
  8. Aufsichtsrat besiegelt Verkauf der Edelstahlsparte, Handelsblatt, 31. Januar 2012, abgerufen am 1. Februar 2012
  9. Transfer von VDM und AST von Outokumpu an ThyssenKrupp abgeschlossen, gemeinsame Pressemitteilung, 28. Februar 2014