Dahon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dahon

Rechtsform
Gründung 1982
Sitz Los Angeles, Kalifornien, USA
Leitung David Hon, Gründer und Geschäftsführer
Branche Fahrradindustrie
Website dahon.eu
Dahon Vitesse
Dahon Special Edition zum 30. Geburtstag mit Aluminiumrahmen und Karbonteilen
Dahon Classic III der ersten Generation in den 80er Jahren mit Sturmey-Archer 3-Gang-Nabe
Originales Model von 1982 aus rostfreiem Stahl

Dahon ist ein von David Hon im Jahr 1982 gegründetes Unternehmen. Es gilt als einer der weltweit größten Hersteller von Falträdern.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dahon wurde 1982 von David Hon und seinem Bruder Henry in Süd-Kalifornien gegründet. Die erste Fabrik entstand in Taiwan, 1984 wurden die ersten Fahrräder produziert. In den frühen 2000ern stieg Dahon zum Marktführer auf.[2] Nach eigenen Angaben wurden bis 2010 3,5 Millionen Falträder verkauft.[1] 2007 trat Dahon der ETRA bei.[3] 2013 expandierte man nach Südamerika, Afrika und verschiedene Märkte Europas.[4] Mittlerweile befinden sich auch Fertigungsfabriken in der Volksrepublik China, Macau und Bulgarien. Dahon vertreibt Räder unter dem eigenen Namen, sowie auch unter anderen Markennamen wie z. B. Ridgeback, den Tochterunternehmen Yeah und Biceco Brands und Novara, die zu dem amerikanischen Unternehmen REI gehören. Der Faltrad-Hersteller ist Mitglied der Global Alliance for EcoMobility. Dahon hält mehr als 200 Patente, von denen einige zum industriellen Standard geworden sind.

Dahon vs. Tern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2011 bis 2013 war die Dahon North America Inc. in einem Rechtsstreit mit dem Sohn und der Ehefrau des Firmengründers. Joshua und Florence Hon wurde eine Verletzung ihrer treuhänderischen Pflichten vorgeworfen, indem sie, als leitende Angestellte, Vermögenswerte widerrechtlich unterschlagen haben sollen. Außerdem sollen sie Ressourcen und geistiges Eigentum des Unternehmens genutzt haben, um die konkurrierenden Betriebe Tern und Mobility Holdings zu gründen.[5]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Räder für den chinesischen Markt werden hauptsächlich in Shenzhen, Volksrepublik China hergestellt, jedoch befindet sich noch ein weiteres Werk in Peking. Seit Anfang 2012 werden alle für den Verkauf in Europa gedachten Dahon-Räder in Bulgarien gefertigt.

Faltfahrräder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 bietet Dahon 28 verschiedene Modelle mit Aluminium- oder Stahlrahmen an. Die Größen der Reifen variieren hierbei von 16-26″ (ETRTO 305-559 mm). Die meisten Modelle sind Falträder, die die patentierte Dahon-„Flat Pak“-Technologie verwenden, wie z. B. das Mountain Bike „Tarazed“. Eines der bestverkauften Dahon-Rädern ist das Modell Boardwalk D7. 2002 wurde das erste Ebike verkauft.[6]

2012 hat Dahon in einer Kickstarter-Kampagne ein neues Modell namens Curl angekündigt und beworben. Das Curl wird im Handel von der Rahmengeometrie und Falttechnik an Brompton-Falträder erinnernd beschrieben. Erst ab Juli 2017 wurde das Rad verkauft.

Limitierte Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund des 25-jährigen Jubiläums der Produktion, brachte Dahon 2008 eine auf 250 Stücke limitierte Sonderedition der Mµ-Serie auf den Markt – das Mµ XXV. Bereits zum zwanzigsten Jubiläum gab es mit dem Helios XX ein sehr leichtes Sondermodell in 300 Exemplaren, 7,85 kg ohne Pedale. 2009 wurde bekannt gegeben, dass Dahon eine Special Edition des Curve D3 in Zusammenarbeit mit dem spanischen Design-Unternehmen Kukuxumusu anbieten will. Diese Serie wurde auf 1000 Stück limitiert. Anlässlich des 30. Geburtstags produzierte Dahon 300 Limited-Edition-Räder und zusätzlich noch 3000 erschwinglichere Replikate des Originals.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dahon erhielt 2009 auf der Taipei International Cycle Show zwei „Innovative Products Awards“, zum einen für ein E-Bike und zum anderen noch für eine Luftpumpen-Federungskombination innerhalb der Sattelstange. Im September 2009 wurde das Ios XL, ein Fahrrad für den typischen Vorstadt-Pendler, mit dem Eurobike Gold Design Award ausgezeichnet. Lediglich 77 der 400 Bewerber erhielten einen Eurobike Award. Von diesen 77 haben nur acht den Gold-Status erreichen können, dieser wird ausschließlich für herausragende Leistungen in den Bereichen Design und Innovationen vergeben. Weitere Auszeichnungen:

  • 2005 Eurobike Silber Award für das Ciao![7]
  • 2006 Eurobike Silber Award für das Glide P7/P8[8]
  • 2006 Fiets RAI Dutch Bike of the Year Award für das Ciao!
  • 2009 Eurobike Gold Award für DAHON IOS XL[9]
  • 2010 Eurobike Award für das Vectro X10
  • 2012 Taipei Cycle Show Design an Innovation Award für das EEZZ (unter dem Prototypnamen „Metro“)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dahon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Holger Dambeck, DER SPIEGEL: Faltrad Dahon Ios XL: Radeln, klappen, iPhone laden. Abgerufen am 2. September 2021.
  2. Hans-Heinrich Pardey: Rennrad: Verschraubt wie ein Ikea-Regal. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 2. September 2021]).
  3. Jürgen Wetzstein: Dahon wird Mitglied der ETRA. 24. September 2007, abgerufen am 2. September 2021.
  4. Jürgen Wetzstein: Dahon: Die Zeichen stehen auf Wachstum. 28. Mai 2013, abgerufen am 2. September 2021.
  5. Dahon vs. Tern: Folding Bikes and Family Feuds [UPDATED]. Abgerufen am 2. November 2017 (englisch).
  6. Dahon: Roo EL - ExtraEnergy.org. Abgerufen am 2. September 2021.
  7. Michael Maage: Eurobike Award 2005. 31. August 2005, abgerufen am 2. September 2021 (deutsch).
  8. Design as an engine for the cycling industry: Second EUROBIKE AWARD presented today at EUROBIKE trade exhibition. Pressemitteilung. iF International Forum Design GmbH, Hannover, abgerufen am 2. September 2021 (englisch).
  9. EUROBIKE AWARD 2009. Pressemitteilung. iF International Forum Design GmbH, Hannover, abgerufen am 2. September 2021 (englisch).