Dalchau (Arneburg)

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Dalchau
Stadt Arneburg
Koordinaten: 52° 42′ 24″ N, 12° 1′ 1″ O
Höhe: 48 m ü. NHN
Einwohner: 187 (17. Mai 1939)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Eingemeindet nach: Altenzaun
Postleitzahl: 39596
Vorwahl: 039321
Dalchau (Sachsen-Anhalt)
Dalchau

Lage von Dalchau in Sachsen-Anhalt

Dalchau ist ein Ortsteil der Stadt Arneburg im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Dalchau liegt vier Kilometer nördlich von Arneburg am Westufer der Elbe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Dalchau war ursprünglich ein Kirchdorf mit einem landtagsfähigen Rittergut im Landkreis Osterburg.[2] Der Ort wurde 1170 bei der Einweihung des Havelberger Doms erstmals erwähnt. Der Names ist auf das slawische „dalja“ (Weite) zurückzuführen. Die heutige Kapelle (Dorfkirche) wurde 1851 errichtet. Die ältere Kapelle auf dem Gutshof besteht nicht mehr.

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Dalchau mit der Landgemeinde Dalchau vereinigt.[3] Der Ortsfriedhof wurde bis 1965 genutzt. Am 1. Januar 1969 wurde die Gemeinde Dalchau in die Gemeinde Altenzaun eingemeindet. Am 17. April 1974 wurde der Ortsteil Dalchau der Stadt Arneburg zugeordnet.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kapelle in Dalchau ist ein schlichter Ziegelbau.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Dalchau/Elbe gehörte ursprünglich zur Pfarrei Niedergörne[5] und gehört heute zum Pfarrbereich Arneburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landkreis Stendal, Amt für Wirtschaftsförderung (Hrsg.): Kirchen der Altmark I. Region Stendal. Ausflüge zu steinernen Zeugen der Geschichte. dbw Verlag, Stendal 1996, S. 67–68.
  • Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 92.
  • Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen. Series Pastorum. Band 10. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02142-0, S. 499.
  • Dr. Sünder-Gass: Schlösser und Herrenhäuser Landkreis Stendal Altmark. Märkischer Kunst- und Heimatverlag, Bismark/Poritz 1998.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. In: Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistik des Deutschen Reichs. 2. Auflage. Band 550. Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, Paul Schmidt, 1941, ZDB-ID 223601-1, S. 99.
  2. J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Topographischer Teil. Verlag Heinrichshofen, 1842, Band 2, S. 366
  3. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 213.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 345.
  5. Haase, Hilbert: Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 125 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 1. Mai 2017]).