Dammar

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Dammar-Harz zur Verräucherung

Dammar oder Dammarharz ist das Harz von malaiisch-indischen Laubbäumen, die vorwiegend auf den Sundainseln wachsen. Als wichtigste Quelle gilt der Baum Shorea wiesneri, aber auch von anderen Shorea- und Hopea-, Vatica-, Balanocarpus-Arten sowie von Vateria indica (Weißes Dammar) Dipterocarpaceae. Schwarzer Dammar aus Canarium strictum, Canarium acutifolium Burseraceae und das sog. Harte Dammar (Weißer oder Neuseeländischer Dammar) von Kauri-Bäumen Araucariaceae welches aber Copal ist. Er stammt auch aus Indien, Indonesien, Malaysia, Papua-Neuguinea und den Philippinen.[1][2]

Der Name stammt aus dem Malaiischen und bedeutet „Träne“; Harzträne, Harz oder auch Licht, Fackel. Andere Namen sind: Canarium strictum und Katzenaugen-Harz.

Die Farben der verschiedenen Sorten variieren von klar-hell, gelblich bis schwarzgrau (Sumatra-Dammar). Der Härtegrad des Dammarharzes gleicht dem von Kolophonium. Aber es ist im Allgemeinen weniger hart und haltbar wie Copal. Der Duft ist feinzitronig und leicht.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • zur Herstellung heller Lacke, Emaillelacke, Ahornlacke
  • als Zusätze für Tempera- und Öl-Harz-Farben
  • in Terpentinöl gelöst zu Dammarfirnis verarbeitet, in der Öl-Malerei eingesetzt zur Isolierung des Malgrundes sowie als Zwischen- und Schlussfirnis
  • als Räucherwerk
  • als Substrat zur Gewinnung von Dammardienol (Einschlussmittel für mikroskopische Präparationen und für die Herstellung von Pflastern)[3]
  • als Fixativ zur Herstellung von Parfüm

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. P. H. List, L. Hörhammer: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. 4. Band Cl–G, 4. Auflage, Springer, 1973, ISBN 978-3-642-80621-6, S. 440 ff.
  2. Felix Bachmair: Antimikrobielle Wirkung ausgewählter Harze auf luftgetragene Keime. Diplomarbeit, Universität Wien, 2013, S. 15–19, online (PDF; 2,93 MB), auf othes.univie.ac.at, abgerufen am 3. Januar 2017.
  3. Albert Gossauer: Struktur und Reaktivität der Biomoleküle. Verlag Helvetica Chimica Acta, Zürich, 2006, ISBN 978-3-906390-29-1, S. 219.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]