Das Abonnement

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Filmdaten
OriginaltitelDas Abonnement
Das Abonnement.jpg
ProduktionslandDeutschland
Erscheinungsjahr1967
Länge12 Minuten
Stab
RegieAli Limonadi
Besetzung

Lienhard Brunner, Gudrun Ensslin

Das Abonnement ist ein Kurzfilm von Ali Limonadi aus dem Jahr 1967. In dem 12 Minuten langen Film wirken Lienhard Brunner und Gudrun Ensslin[1] mit. Es ist der einzige Film, in dem Gudrun Ensslin als Schauspielerin tätig war (laut Filmplakat unter dem Namen „Rosa Enslin“). Lange Zeit galt der Film als verschollen. Ausschnitte wurden zum ersten Mal im Dokumentarfilm „Ich bin nicht der, der ich bin…“ von Stefan und Matthias Brunner (1999) veröffentlicht.

Regisseur: Ali Limonadi (2015)

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Das Abonnement spielt Lienhard Brunner einen jungen Mann, der täglich von einem Zeitungsabonnement der Welt mit neuen Nachrichten über die Tagespolitik gequält wird. Gudrun taucht in seiner Wohnung als verheißungsvolle Geliebte auf. Er fotografiert sie als Nacktmodell in verschiedenen Posen und träumt von ihr als Segenbringende. West-Berlin, Ende der 1960er-Jahre, ist Mittelpunkt von Unruhen und Studentendemonstrationen. Im Rahmen dieser Zeit thematisiert der Kurzfilm die Macht bzw. den Machtmissbrauch der Medien.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschnitte aus „Das Abonnement“ wurden in den folgenden Filmen und Fernsehdokumentationen verwendet:

  • Stefan Brunner und Matthias Brunner: Ich bin nicht der, der ich bin… (1999)
  • Klaus Stern: Andreas Baader – Der Staatsfeind (2002)
  • Ben Lewis: Baader Meinhof: In love with terror (2002)
  • ZDF-History: RAF – Die tödliche Illusion (2007)
  • Matthias Brunner: Denkende Suppe – Berichte aus dem Untergrund (2008)
  • Jean-Gabriel Périot: Eine deutsche Jugend (2015)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Caroline Harmsen, Ulrike Seyer, Johannes Ullmaier (Hrsg.): Gudrun Ensslin/Bernward Vesper. „Notstandsgesetze von Deiner Hand“. Briefe 1968/1969. Mit einer Nachbemerkung von Felix Ensslin. Suhrkamp, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-518-12586-1, S. 58, 61, 82, 83, 110, 111.
  • Butz Peters: Tödlicher Irrtum. Die Geschichte der RAF. Argon, Berlin 2004, ISBN 3-87024-673-1, S. 75.
  • Martin Knobbe, Stefan Schmitz: Terrorjahr 1977 – Wie die RAF Deutschland veränderte. Wilhelm Heyne, München 2007.
  • Astrid Proll: Hans und Grete – Bilder der RAF 1967–1977. Aufbau, Berlin 2004, ISBN 3-351-02597-1, S. 42 f.
  • Ingeborg Gleichauf: Poesie und Gewalt. Das Leben der Gudrun Ensslin. Klett-Cotta, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-6089-4918-6, S. 135.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Baader/Meinhof – Ein Seitenweg. In: Der Spiegel. 12. Juni 1972; abgerufen am 5. Oktober 2015.