David Berlinski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

David Berlinski (* 5. Februar 1942 in New York City) ist ein US-amerikanischer Mathematiker.

Leben[Bearbeiten]

David Berlinski promovierte in Philosophie an der Princeton University und arbeitete als postdoctoral fellow in Mathematik und Molekularbiologie an der Columbia University. Er lehrte Philosophie, Mathematik und Englisch u. a. an der Stanford University, der Rutgers University, der City University of New York und der Sorbonne und hatte Forschungsaufenthalte am IIASA in Laxenburg und am IHES bei Paris.

Berlinski hat Werke über Systemanalyse, Differentialtopologie, Theoretische Biologie, analytische Philosophie und Philosophie der Mathematik, sowie drei Romane veröffentlicht, außerdem allgemeinverständliche Bücher über mathematische und wissenschaftshistorische Themen. Aufsätze von ihm erschienen im Commentary Magazine, Forbes ASAP, in der Boston Review und am Discovery Institute in Seattle, der Organisation der wichtigsten Vertreter des Intelligent Design.

Berlinski arbeitete gemeinsam mit Marcel Schützenberger an einer mathematischen Kritik des Darwinismus. Als entschiedener Gegner der Evolutionstheorie ist er Fellow des Center for Science and Culture am Discovery Institute.

Kritik[Bearbeiten]

In seinem Artikel The Deniable Darwin (1996), der im Commentary-Magazine erschien, äußerte sich Berlinski kritisch gegenüber der Evolutionstheorie. Das plötzliche Auftauchen vieler Arten während der kambrischen Explosion, das Fehlen von Fossilien, die Übergänge beweisen, die Evolution des Auges, die Evolution der Haie wären unter anderem Beweise, die gegen die Evolutionstheorie sprechen würden[1]. Dieser Artikel wurde vom Wissenschaftshistoriker Ronald L. Numbers als eine Version der Intellegent Design-Theorie angesehen. Der Philosoph Daniel Dennett bezeichnete den Artikel als bullshit[2].

Berlinskis Buch The Deniable Darwin wurde von Eugenie Scott, Executive Director des National Center for Science Education, kritisiert [3].

Im Film[Bearbeiten]

Im Dokumentarfilm Expelled: No Intelligence Allowed von Ben Stein wird Berlinski zum Thema Evolutionstheorie interviewt und äußert sich sehr negativ über den Evolutionsbiologen und Atheisten Richard Dawkins. Dieser sei zwar sehr schlau, erinnere ihn jedoch an ein "Reptil".

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • On systems analysis : an essay concerning the limitations of some mathematical methods in the social, political and biological sciences
    M.I.T. Press, Cambridge, Mass. 1976
  • Black Mischief: The Mechanics of Modern Science, William Morrow & Co, New York 1986
  • A Clean Sweep (Roman), St Martins Press, New York 1993
  • Less Than Meets The Eye (Roman), St Martin's Press, New York 1994
  • A Tour of the Calculus, Pantheon Books, New York 1995
  • The Body Shop. An Aaron Asherfeld Mystery (Roman), St Martins Pr, New York 1996
  • The Advent of the Algorithm, Harcourt Brace, New York 1999
  • Newton's Gift, The Free Press, 2000
  • The Secrets of the Vaulted Sky: Astrology and the Art of Prediction, Harcourt, 2003
  • Infinite Ascent: A Short History of Mathematics, Modern Library, 2005
  • The Devil's Delusion: Atheism and its Scientific Pretensions, 2008

Auf deutsch:

  • Apfel der Erkenntnis, Europäische Verlagsanstalt 2002
    (Newton's Gift)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David Berlinski, "The Deniable Darwin", Commentary, Vol. 101, Juni 1996 No. 6
  2. Ronald Numbers: Darwinism Comes to America. Harvard University Press, Cambridge 1998, ISBN 0-674-19312-1.
  3. Letters from Readers, Commentary , September 1996