David Flusser

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David Flusser (* 15. September 1917 in Wien; † 15. September 2000 in Jerusalem) war ein jüdischer Religionswissenschafter, Erforscher von palästinischen und rabbinischen Traditionen des Judentums, der Qumranschriften und des Neuen Testaments.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flusser wuchs in Prag auf. Er emigrierte 1939 nach der Besetzung Tschechiens durch das Regime des Nationalsozialismus nach Palästina. Dort wurde er 1962 Professor für vergleichende Religionsgeschichte an der Universität Jerusalem. Er war Mitglied der israelischen Akademie der Wissenschaften und Träger des Israel-Preises. Sein Hauptschwerpunkt lag auf der Erforschung des Neuen Testaments und seines rabbinischen Hintergrundes, wobei er die Qumranschriften heranzog. Flusser engagierte sich im jüdisch-christlichen Dialog und arbeitete mit Clemens Thoma, dem Leiter des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung IJCF in Luzern zusammen. Im Wintersemester 1975/76 wirkte Flusser dort als Gastprofessor.

Flusser beherrschte neben Deutsch, Englisch, Tschechisch und Hebräisch zahlreiche antike Sprachen. Er ist der Cousin von Vilém Flusser.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die letzten Tage Jesu in Jerusalem: das Passionsgeschehen aus jüdischer Sicht, Calwer Verlag Stuttgart (1982), ISBN 3-7668-0676-9
  • Jesus, überarbeitete Neuausgabe 1999, Rowohlt Taschenbuch Verlag (rororo Monographie 50632), ISBN 3-499-50632-7
  • Das Christentum, eine jüdische Religion. Kösel (1990), ISBN 3-466-20327-9
  • Entdeckungen im Neuen Testament, Band 1: Jesusworte und ihre Überlieferung (1992), ISBN 3-7887-0793-3, Band 2: Jesus, Qumran, Urchristentum, Neukirchener (1999), ISBN 3-7887-1435-2
  • Das essenische Abenteuer. Die jüdische Gemeinde vom Toten Meer. Auffälligkeiten bei Jesus, Paulus, Didache und Martin Buber, mit einem Vorwort von Clemens Thoma, Cardun (1994), ISBN 3-905270-01-3

Ko-Autor

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]