Der Gang in die Nacht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Der Gang in die Nacht
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1921
Länge 69 Minuten
Stab
Regie Friedrich Wilhelm Murnau
Drehbuch Harriet Bloch
Carl Mayer
Produktion Sascha Goron
Kamera Carl Hoffmann
Besetzung

Der Gang in die Nacht ist ein deutsches Filmdrama von 1921, das Friedrich Wilhelm Murnau inszenierte.

Handlung[Bearbeiten]

Dr. Eigil Börne ist ein Arzt, dessen Karriere am Anfang steht. Verlobt ist er mit der jungen Helene, die er vernachlässigt. Helene leidet darunter und vertraut ihre Gefühle einem Tagebuch an. Bei einem ärztlichen Einsatz lernt Eigil die Tänzerin Lily kennen, für die er leidenschaftliche Zuneigung empfindet. Er gesteht Helene diese Gefühle und bittet, die Verlobung aufzuheben.

Eigil zieht mit Lily aufs Land, wo ihr Unterschied zu Helene deutlich wird. Sie ist albern aber auch lebenslustig. Helene hingegen stürzt sich ins Selbstmitleid und trauert um den Verlust ihrer Liebe. Zusätzlich zu den seelischen Leiden ist sie auch körperlich erkrankt. Als Lily sich in einen Maler verliebt, verlässt Eigil sie. Eigil ist voller Hass und sagt ihr, dass er dem kranken Maler nur helfe, wenn sie sich umbringe. Der Film endet mit dem Selbstmord Lilys und Eigils. Auch Helene überlebt eine Krankheit nicht.

Kritik[Bearbeiten]

Dass „Der Gang in die Nacht“ ansehbarer ist, als die Nacherzählung vermuten lässt, liegt daran, dass diese Geschichte nicht in überladenen Studiodekorationen stattfindet, sondern in Räumen, die ruhig und klar gegliedert sind und in poetisch fotografierten Landschaften. Die oft gepriesene technische Meisterschaft deutscher Photo- und Kameraarbeit, führt die emotional aufgeladenen, mit tiefsitzenden Ängsten und Gefühlen verknüpften Themen aus den erstickenden Räumen, in denen sie entstanden sind, in die Weite einer Natur, in deren Elementen sich die Konflikte spiegeln können. Die Landschaft wird zur Seelenlandschaft, am deutlichsten in der zentralen Szene des Unwetters. Die Hysterie vernichtet die Grenzen zwischen innen und außen[1].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik von Jutta Brückner