Deutsche Dermatologische Gesellschaft

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Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V.
(DDG)
Logo der DDG
Zweck: Vereinigung deutschsprachiger Dermatologen
Vorsitz: Leena Bruckner-Tuderman, Freiburg
Gründungsdatum: 1889
Sitz: Berlin
Website: http://www.derma.de

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft für Dermatologie in Deutschland. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Ziel ist die Förderung der wissenschaftlichen und fachlichen Belange der Dermatologie, Venerologie und Allergologie sowie der Spezialgebiete der Dermatologie, Andrologie, Phlebologie und Lymphologie, Proktologie, operative Dermatologie und Dermato-Onkologie, dermatologischen Strahlentherapie, dermatologischen Mikrobiologie, Berufs- und Umweltdermatologie, Dermatohistologie sowie Prävention und Rehabilitation. Die DDG berät deutsche und internationale Regierungen, Behörden, öffentliche und nicht-öffentliche Organisationen, medizinische und wissenschaftliche Gesellschaften, Institute, Kliniken und Einzelpersonen in wissenschaftlichen und fachlichen Fragen. Die DDG hat knapp 3.600 ordentliche und außerordentliche Mitglieder.

Der Verein wurde 1889 in Prag von Joseph Doutrelepont, Moriz Kaposi, Edmund Lesser, Albert Neisser und Philipp Josef Pick gegründet.[1] Sitz der Gesellschaft ist Berlin, wo sie eine gemeinsame Geschäftsstelle mit dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) betreibt. DDG und BVDD gründeten 1998 die Deutsche Dermatologische Akademie (DDA), die sich im Bereich Fort- und Weiterbildung für Dermatologen engagiert.

Arbeitsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der DDG gibt es verschiedene Arbeitsgemeinschaften, die sich wissenschaftlich mit bestimmten Themen auseinandersetzen und Empfehlungen und Leitlinien veröffentlichen.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DDG versteht sich ausdrücklich als Vereinigung deutschsprachiger Dermatologen und arbeitet eng mit den dermatologischen Fachgesellschaften im deutschsprachigen Raum, so den Fachgesellschaften aus Österreich (Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie, ÖGDV) und der Schweiz (Schweizerische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie, SGDV) zusammen. Die DDG ist Mitglied der Internationalen Liga Dermatologischer Gesellschaften (ILDS), der internationalen Dachorganisation aller wissenschaftlichen Fachgesellschaften in der Dermatologie. Sie entsendet Repräsentanten in die European Academy of Dermatology und Venereology (EADV), das European Dermatology Forum (EDF), die European Society Dermatological Research (ESDR) und die Union der Europäischen Fachärzte (UEMS).

Publikationen und Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Publikationsorgan der DDG ist die Zeitschrift Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Es werden verschiedene wissenschaftliche Preise und Auszeichnungen sowie Forschungsstipendien vergeben.

Die Gesellschaft veranstaltete am 70. Todestag des Frankfurter Dermatologen Karl Herxheimer, am 6. Dezember 2012 in Frankfurt am Main eine erste Karl-Herxheimer-Gedächtnisvorlesung und setzte am selben Tage auf dem jüdischen Friedhof der Stadt einen Gedenkstein für den 1942 im KZ Theresienstadt Verstorbenen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag in der Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Umweltmedizin, herausgegeben von Peter Altmeyer, aufgerufen am 1. April 2017
  2. Geheimer Medizinrat mit gelbem Stern in FAZ vom 7. Dezember 2012, Seite 45